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Social Media Marketing
Facebook & Twitter: Du kannst jetzt alle Anzeigen von Unternehmen sehen

Facebook & Twitter: Du kannst jetzt alle Anzeigen von Unternehmen sehen

Tina Bauer | 29.06.18

Im Zuge der anhaltenden Kritik zur Wahlmanipulation reagieren die sozialen Netzwerke nun mit einer Transparenz-Offensive.

Facebook will Werbung transparenter machen. Wie das Unternehmen gestern im hauseigenen Newsroom ankündigte, sollen Nutzer ab sofort die Möglichkeit haben, sich jegliche Werbeanzeigen ansehen zu können, die Fanpages schalten. Auch Twitter gab zeitgleich bekannt, für mehr Transparenz sorgen zu wollen.

Ads & Seiteninfos einsehen

Neuer Reiter: Seiteninfos & Werbung

So gibt Facebook an, mit der Offenlegung der aktiven Anzeigen Missbrauch vorbeugen und Advertiser damit stärker in die Verantwortung ziehen zu wollen. Dabei gibt es zwei Neuerungen:

  1. Anzeigen aktiver Ads: Nutzer sowie auch Unternehmen können aktive Anzeigen einsehen, die eine Fanpage auf Facebook, Instagram oder im Messenger geschaltet hat, auch wenn diese dem User gar nicht ausgespielt werden. Über den Reiter „Seiteninfos & Werbung“ auf der Fanpage gelangen User zur Übersicht aktiver Werbeanzeigen. Über die drei Punkte rechts über der Anzeige kann er sie bei Missbrauch melden.
  2. Seiteninfos: Nutzer können in der Übersicht ebenfalls Namensänderungen einsehen sowie das Datum, an dem die Seite gegründet wurde. Facebook will über die kommenden Wochen verteilt zusätzliche Infos zu den Unternehmensseiten zur Verfügung stellen. Die Informationen sind dabei auch einsehbar, wenn die Fanpage keine Anzeigen schaltet.

Darüber hinaus sollen politische Anzeigen besser kontrolliert werden: So will die Plattform im Oktober Labels für politische Werbung im Rahmen der Wahlen in Brasilien einführen. Jede Organisation, die politisch wirbt, muss sich im Vorwege bei Facebook registrieren lassen.

Transparenz als Schlagwort gegen Krisen

Facebooks Transparenz-Offensive folgt auf die seit Monaten bestehende Kritik an der Einmischung Russlands in die US-Wahlen. Und auch Twitter hatte in der jüngsten Vergangenheit mit Fakes und in der Folge Manipulation zu kämpfen und hat daher zeitgleich sein Transparenzzentrum vorgestellt. Ähnlich wie auch bei Facebook können User hier ebenfalls alle Anzeigen von Unternehmen einsehen und gegebenenfalls melden. Bei politischen Anzeigen sollen überdies auch weitere Informationen, wie etwa der Ad Spend, Impressions oder Zahlungsinformationen öffentlich zugänglich gemacht werden.

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