Social Media Marketing

Facebook klärt über seinen Suchalgorithmus auf – Keine Einflüsse von anderen Seiten

Um Facebooks Suchalgorithmus ranken sich Spekulationen. Deshalb stellt man die Suche dort nun transparent dar. Andere Suchen im Netz haben keinen Einfluss.

Die Facebook-Suche wird erklärt, Screenshot YouTube, © Facebook

Die Suchfunktion ist ein zentrales Moment der digitalen Landschaft. Wenn Nutzer auf der Suche nach spezifischen Informationen sind, greifen sie auf Google, Bing und Co. zurück. Wollen sie mehr über Produkte erfahren, gilt inzwischen Amazon als die erste Adresse. Doch auch bei sozialen Netzwerken werden bestimmte Inhalte dank der Suche in den Fokus der User gerückt. Das kann die Wahrnehmung von Marken oder Themen beeinflussen. Wie die personalisierte Suche bei Facebook abläuft, wird dort nun offengelegt. Auch, weil sich die Vermutung hielt, dass Suchanfragen außerhalb Facebooks Einfluss nehmen würden.

Suchergebnisse bei Facebook: Gesellschaftliche Popularität und eigenes Verhalten auf Facebook sind entscheidend

Das Soziale Netzwerk distanziert sich in einem Blogpost klar davon, dass Suchanfragen von Usern, die außerhalb der Plattform gestellt wurden, Einfluss auf die Ergebnisse auf der Plattform nehmen.

Whatever you search for on the rest of the internet will not influence what you see when you search on Facebook.

Damit dieser Aussage mehr Gewicht verliehen wird, gibt Facebook sich transparent in der Darstellung des Ablaufs von Suchen. Da die Funktionalität von Suchalgorithmen ein zentrales Thema in der Tech-Industrie ist, wie Yee Lee, Produktmanager bei Facebook, bemerkt, offenbart das Unternehmen nun in einem kurzen informativen Video, wie Suchen beeinflusst werden.

Dabei ist die eigene Aktivität auf der Plattform entscheidend dafür, was schließlich als Suchergebnisse dargestellt wird. Zu dieser Aktivität können mit Freunden geteilte Inhalte ebenso gehören wie Seiten, denen man folgt. Außerdem spielt es mit hinein, wenn bestimmte Events geliked wurden oder man spezifischen Gruppen beigetreten ist. Darüber hinaus ist für die Suche von Belang, mit welchen Inhalten im Feed interagiert wird, welche Informationen man selbst auf seinem Profil gibt und an welchen Orten der User bereits markiert wurde.

Doch auch das allgemeine Verhalten der Community nimmt Einfluss. Insbesondere Trendmomente, das heißt Popularitätsfaktoren, und Aktualität verändern hier das Bild der Suchergebnisse. Während alle Inhalte Facebooks Gemeinschaftsstandards unterliegen, kann es dennoch immer wieder vorkommen, dass User auf unangemessene Inhalte stoßen. Diese sollten direkt gemeldet werden.

Schlussendlich ist Facebooks angebotene Transparenz in Bezug auf die eigenen Suchalgorithmen lobenswert. Die Frage ist jedoch, wie groß die Relevanz der Facebook-Suche angesichts der wachsenden Unzufriedenheit mit der Plattform künftig sein wird. Die Suche beim Sozialen Netzwerk bleibt eine unabhängige und voll auf den Kosmos Facebook konzentrierte. Vielleicht ist das künftig aber gar nicht mehr so bedeutend für die User. Unternehmen und Marken aber möchten weiterhin bei Facebook gefunden werden; gerade der lokalen Suche kann hier noch etwas abgewonnen werden.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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