Social Media Marketing

Facebook Connect wird zur Datenkrake

Facebook möchte mithilfe des Features Facebook Connect ungefragt Nutzerdaten auslesen, um gezielt Werbeanzeigen ausspielen zu können.

Facebook Connect

Facebook Connect

Facebook steht in puncto Datenschutz immer noch nicht dort, wo sie eigentlich im Sinne der Nutzer stehen sollten. Die immer wiederkehrenden Meldungen, dass Facebook einfach hinter dem Rücken der Nutzer irgendwelche Dinge umstellt oder dass diverse Funktionen nicht Datenschutz konform seien, ist – in Bezug auf das blaue Social Netzwerk – nichts wirklich neues mehr. Nun kommt Facebook erneut mit einem neuen Feature um die Ecke, das Datenschützern rote Alarmglocken sehen lässt.

Der Log-in via Facebook Connect erwies sich bis dato zwar als äußerst praktisch, allerdings könnte sich dies schon sehr bald ändern. Facebook möchte zukünftig abspeichern, welcher User mittels Facebook Connect welche Apps nutzt. Zukünftig sollen dann gezielte Anzeigen im Newsfeed erscheinen. Bis dato wurde das Webverhalten der Nutzer innerhalb einer Browser-Site, „lediglich“ über Cookies gespeichert, analysiert und ausgewertet. Wie, ob und welche Apps überhaupt eingesetzt werden, wurde allerdings nicht gemessen.

Apple wertet ebenfalls bereits seit einiger Zeit verschiedene Dinge aus, allerdings tracken sie nur, um zu erfahren, wie die angebotenen Apps von den Nutzern genutzt werden. Im Gegensatz zu Facebook weist Apple allerdings in seinen Datenschutzbestimmungen darauf hin. Die Google Anzeigen basieren dagegen nicht auf solchen Tracking-Daten. Das mag daran liegen, dass weder Apple noch Google ein Interesse daran haben, was die jeweiligen User innerhalb einer kostenfreien oder gekauften App im Detail machen. Auch Facebook musste bis dato seinen Nutzern eigentlich stets einwilligen lassen, dass die eigens vergebenen Likes als Werbebotschaft an Dritte weitergegeben werden dürfen. Die neue Werbeform verzichtet jedoch gänzlich auf eine Einwilligung des Nutzers und schaltet diese somit ungefragt.

Für Facebook hätte diese Datenspeicherung natürlich einen enormen Vorteil, denn dann könnten sie ihre Werbung gezielt nach den gesammelten Informationen aussteuern. Laut LEAD digital gehören höchstwahrscheinlich Dienste wie Amazon, LinkedIn, Fab, Yelp oder auch Zynga zu den Betroffenen.

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