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Facebook: Blogpost soll User-Bedenken zum Standortzugriff zerstreuen

Neue Smartphone Updates werden mehr Einblick in den Standortzugriff der App geben. Facebook versucht mit einem Blogpost Nutzer im Vorhinein zu beruhigen.

© fotografierende - Unsplash

„Facebook is better with location“, so beginnt der neueste Blogpost im Facebook Newsroom. Ziel des Posts ist es, eventuelle Bedenken der User von vornherein aus dem Weg zu räumen, denn die neuen Updates von Android (Android 10) und iOS (iOS 13) sollen Nutzern mehr Einsicht und Kontrolle darüber, wann und wie viel Zugriff Apps auf ihren Standort haben, geben. So werden iOS 13-Nutzer Benachrichtigungen darüber erhalten, welche Apps auf ihren exakten Standort zugreifen können, auch wenn die App nicht aktiv ist, und wie häufig tatsächlich davon Gebrauch gemacht wurde. Dies könnte Fragen bei den Nutzern aufkommen lassen, denen Facebook nun zuvorkommen möchte, um sie zu zerstreuen.

Mehr Kontrolle unter Android 10

In der Android 10-Version werden Nutzern (endlich) mehr Möglichkeiten als das bisherige Ein/Aus für den Standortzugriff von Apps geboten. Facebook hatte es Nutzern bereits ermöglicht, diese Einstellung in der Facebook App vorzunehmen und den Zugriff zu verweigern, während die App nicht genutzt wird. Da das neuste Update dies jetzt für alle Apps erlauben soll, kann es laut Facebook zu einigen Situationen kommen, in denen diese beiden Einstellungen nicht miteinander übereinstimmen. Nach und nach sollen unter Android 10 die App-internen Einstellungen verschwinden und dabei die Nutzer daran erinnert werden, die Einstellungen ihrer Geräte zu ändern.

In dem Blogpost zeigt Facebook die Einstellungsoptionen. © Facebook

Dabei gibt Facebook auch an, in dieser Übergangszeit die restriktivste Einstellung der Nutzer zu übernehmen. Als Beispiel:

[…] if your device location setting is set to “all of the time,” but your Facebook background location setting is off, we won’t collect your precise location information when you’re not using the Facebook app.

iOS 13 wird transparenter

Vorherige iOS-Versionen waren dabei schon weiter. Unter drei Optionen konnte ausgewählt werden, ob eine App immer, nur wenn sie aktiv ist oder nie auf den Standort zugreifen darf. Mit dem Update kommt eine vierte Option „allow once“ hinzu. Außerdem wird Nutzern mehr Transparenz geboten, indem Notifications anzeigen werden, wann und wie häufig eine App im Hintergrund auf den Standort zugegriffen hat und wozu sie diese Informationen benötigt.

Soclhe Meldungen werden zukünftig angezeigt. ©
Social Media Today

Natürlich ist es grundsätzlich in Facebooks Interesse, dass User ihre Location weiterhin mit dem Unternehmen teilen, um Daten zu sammeln und relevante Ads ausspielen zu können. Mit ihrer Ansage im Vorwege, dass diese Benachrichtigungen kommen werden, soll vermutlich das Maß, in dem Nutzer davon abgeschreckt werden, verringert werden. Denn sollten viele Facebook User aufgrund der neuen Transparenz den Zugriff auf ihren Standort ausstellen, könnte dies für Facebook ein Problem darstellen. Aufgrund des bisherigen Umgangs mit solchen Benachrichtigungen, die ähnlich wie Cookies oder AGB kaum gelesen und einfach bestätigt werden, könnte es jedoch zu vermuten sein, dass Nutzer auch mit den Benachrichtigungen zum Zugriff auf ihren Standort ähnlich umgehen. Letztendlich bleibt es jedoch abzuwarten, wie User sich entscheiden, wenn sie auf ihrem Bildschirm die Meldung „Google maps has used 10 locations in the background for the past 3 days. Do you want to continue allowing this?“ angezeigt bekommen.

 

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