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Dieses Dashboard lässt dich Taktiken von Extremisten auf Twitter verfolgen

Exploring Online Hate analysiert das Verhalten von über 1.000 extremistischen Accounts auf Twitter und sammelt die Informationen in einem Dashboard.

© Carl Raw - Unsplash

Ein Forschungsprojekt in den USA untersucht die Strategien von Extremisten auf Twitter. Dazu spiegelt ein Dashboard das Verhalten ausgewählter Accounts nahezu in Echtzeit wider.

Exploring Online Hate als wissenschaftliches Instrument zur Methodenforschung von Extremisten

Hate Speech ist ein gängiges Instrument von extremistischen Vereinigungen, um Ängste und Wut in der Gesellschaft zu nähren und letztlich Mitglieder für die eigene Sache zu rekrutieren. Längst schüren Extremisten den Hass auch in sozialen Netzwerken. Insbesondere Twitter hat sich – natürlich unfreiwillig – als beliebtes Werkzeug in den vergangenen Jahren hervorgetan.

Das US-amerikanische Projekt „Exploring Online Hate“ hat sich vorgenommen, die Methoden der Extremisten auf Twitter zu analysieren, um so Einblicke in deren Strategie zu gewinnen. Dazu beleuchtet ein Dashboard die Aktivität von über 1.000 Twitter-Usern, die als extremistisch einzustufen sind, beinahe in Echtzeit. Die Informationen werden jeweils in einem 24-Stunden-Fenster dargestellt.

Das Dashboard beantwortet Fragen wie:

  • Welche Hashtags sind derzeit beliebt?
  • Welche Themen diskutieren die Accounts, also welche Begriffe fallen am meisten?
  • Welche Links werden verbreitet?
  • Welche Tweets teilen sie?
  • Welche Domains helfen den Extremisten bei der Verbreitung der Inhalte?

Das Dashboard zeigt die beliebtesten Hashtags im extremistischen Netzwerk

Hinter dem Projekt stehen der politische Think Tank New America und die Anti-Defamation League, die sich dem Kampf gegen Antisemitismus verschrieben hat. Die Accounts, die unter Beobachtung stehen, wurden systematisch ausgewählt. Zunächst identifizierten unabhängige Experten 40 Extremisten, die auf Twitter aktiv sind. Dann erweiterten die Forscher das Datenset mithilfe der öffentlich zugänglichen APIs, indem das Netzwerk der Accounts Stück für Stück näher unter die Lupe genommen wurde.

Exploring Online Hate soll keiner politischen Agenda folgen, sondern zur Aufklärung dienen. Die gesammelten Informationen helfen dabei Fragen zu klären wie: Folgen die Extremisten einem Narrativ oder reagieren sie lediglich auf Geschehnisse? Wie funktioniert das Engagement im Netzwerk? Springen sie auf aktuelle Trends auf und nutzen Hashtags, die trenden? Welche Themen geraten besonders in den Fokus? Das Projekt kann so eventuell dazu beitragen, Höhepunkte für extremistischen Einfluss zu identifizieren oder gar Aktivitäten vorherzusagen.

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien, Conversion Optimierung und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

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