SEA - Suchmaschinenwerbung

Expertentipps: Neuigkeiten aus der Google Adwords Welt

SEA-Experte Gian Marc Visintin über die neuesten Features bei Google Adwords und was man mit denen sinnvolles anstellen kann.

SEA-Experte Gian Marc Visintin

Adwords bietet den Werbetreibenden kontinuierlich neue Features und Funktionen zum Handling und Management der Accounts. Eine Auswahl der letzten Neuerungen und BETAs, die den Account-Managern das Leben noch einfacher machen.

Update: Automatisierte Regeln

Mit der Einführung des Features „Automatisierte Regeln“ hat Adwords die Verwaltung des Kontos vereinfacht. Häufig vorgenommene Abänderungen wie z.B das Pausieren von Anzeigen oder Keywords mit schlechter Performance oder aber die Anpassung des Budgets für bestimmte Wochentage, müssen Dank der automatisierten Regeln nicht mehr manuell umgesetzt werden. Viele Account-Manager haben die Funktion bislang mit Skepsis betrachtet: Die fehlende Transparenz und die Umständlichkeit des Zurücksetzens der vom System vorgenommenen Änderungen waren hierfür ausschlaggebend. Google hat mit dem Update der automatisierten Regeln hier gegengesteuert. Vorgenommene automatisierte Regeln können ab sofort im Änderungsprotokoll eingesehen und mit nur einem Klick rückgängig gemacht werden. Darüber hinaus kann jeder Account-Nutzer infolge des Updates bis zu 100 Regeln einstellen.

BETA: Integration der Suchtrichterdaten im KW-Bericht

Derzeit nur begrenzt und als BETA verfügbar: Die Abbildung der Suchtrichterdaten im Adwords Interface auf Keyword-Ebene. Jeder SEA-Experte weiß, dass die Relevanz eines Keywords nicht nur über seine direkte Performance, sondern auch über den Beitrag im Search Funnel definiert werden sollte. Für eine langfristige Optimierung der Account-Performance ist es demnach wichtig Keywords zu identifizieren, welche vielleicht auf den ersten Blick Conversion-schwach sind, jedoch einen hohen Beitrag zur Gesamt-Performance leisten. Diese Einstiegs- bzw. unterstützenden Keywords sollten in der Kampagnensteuerung nicht eingeschränkt werden. Die Zusammenführung der Search Funnel Daten mit den Keyword Performance-Daten innerhalb der Keyword-Tabellen im Adwords Interface liefert hierzu nun wertvolle Informationen. Durch dieses neue Feature schließt Google Adwords zu anderen Campaign Management Tools auf und erweitert die reinen Performance-Metriken um die Spalten „Vorbereitende Klicks“ und Vorbereitende Impressionen“. Voraussetzung für die Abbildung der Daten ist natürlich das Google Conversion Tracking und eine Verknüpfung des Adwords-Kontos mit Google Analytics.

Metrik „Anteil an möglichen Impressionen“ jetzt auch auf Adgroup Ebene aufrufbar

Die Metrik Anteil an möglichen Impressionen wurde bisher nur auf Kampagnenebene abgebildet. Dies hatte zur Folge, dass Auswertungen dieser Metrik nur aggregiert für alle Anzeigengruppen einer Kampagne erstellt werden konnten. Google Adwords hat dieses Problem nun endlich erkannt und bietet diese höchst aufschlussreiche Metrik auch auf Anzeigengruppenebene an. Dem Account Manager stehen somit mehr Daten bzw. mehr nutzbare Informationen für die Bewertung und Aussteuerung einzelner AdGroups zur Verfügung. Google erhöht auch die Aktualität dieser Daten: Die Messwerte werden täglich um 21 Uhr geupdatet.

BETA: Adwords Labels

Auch in Sachen Berichterstellung schließt Google Adwords zu komplexeren Campaign Management Tools auf. Im Rahmen des weltweiten BETAs „Adwords Labels“ können für Keywords, Anzeigen, Anzeigengruppen sowie Kampagnen Labels angelegt und reportet werden.
Eine übliche Herangehensweise in der Account-Analyse ist die Betrachtung unterschiedlicher Keyword Cluster (der Klassiker ist hier die Gegenüberstellung Brand vs. Non-Brand), um beispielsweise Wachstumspotenziale zu identifizieren. Während man diese Informationen bisher über Daten-Exporte und Auswertungen in Excel zusammentragen musste, schaffen Adwords-Labels einen sehr schnellen Überblick über die gewünschten Daten. Ein weiteres Anwendungsbeispiel für die Nutzung von Adwords-Labels ist die Account-übergreifende Auswertung bestimmter Wordings in Anzeigentexten. Möchte man beispielsweise wissen wie die Formulierung „Nur so lange der Vorrat reicht!“ im Vergleich zu „Nur für kurze Zeit verfügbar!“ Anzeigengruppenübergreifend performt, können die Adwords Labels hier die nötigen Informationen aggregiert liefern. Im Gegensatz zu ähnlichen Features anderer Campaign Management Tools können Adwords Labels (noch) nicht zur Steuerung (z.B. über automatisierte Regeln) genutzt werden.

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