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Das Ende von AdWords & DoubleClick: Rebranding macht Werbesystem zu Google Ads

Google verschlankt seine Werbemarken und setzt künftig auf die Marketing Platform, den Ad Manager und Google Ads – das Google AdWords nach 18 Jahren ablöst.

© Google

Mit Google AdWords verbinden Marketer und Nutzer gleichermaßen eine, wenn nicht die fest etablierte Konstante im Online Marketing. Doch die wortspielerische Bezeichnung ist passé, denn Google unterzieht seine Werbemarken einem Rebranding und einer Vereinfachung. So wird aus AdWords Google Ads, während der Ad Manager und die Marketing Platform verschiedene Systeme unter sich vereinen.

Die Vereinfachung des Werbesystems: Voilà, Google Ads

Auch so erfolgreiche Marken wie Google sehen die Notwendigkeit sich stetig neu zu erfinden. Das ist Teil des Erfolgsrezepts. Daher wurde im Kontext von Googles Werbesystem eine grundlegende Erneuerung in die Wege geleitet, zumindest hinsichtlich der Markennamen. Sridhar Ramaswamy, Senior Vice President für Ads & Commerce bei Google, gab dies in einem Blopost bekannt. Demnach ist der Schritt begründet durch das Bestreben die Produkte zu vereinfachen, um mehr Publishern und Advertisern die Möglichkeit zu liefern, potentielle Kunden jederzeit und überall zu erreichen.

Die neuen, drei zentralen Marken werden von nun an:

  • der Google Ad Manager
  • die Google Marketing Platform
  • und Google Ads

sein. Dabei ersetzt Google Ads als Dachmarke für alle Werbelösungen Googles das berühmte Google AdWords.

Google AdWords wird zu Google Ads

Ramaswamy zufolge bietet Google für den Einstieg bei Google Ads auch direkt Lösungsvorschläge an. Ads soll als Marke die Werbekonzepte Googles auf allen Plattformen markieren. Ob diese bei Videos auf YouTube, bei der Suche über Google oder in der Navigation mit Google Maps auftauchen.

Besonders kleinere Unternehmen sollen dank einer neuen Art von Werbekampagne von Google Ads profitieren können. Mit Hilfe von Machine Learning sollen Smart Kampagnen die Ziele dieser Unternehmen zu erreichen helfen. Damit sollen in Minuten Kampagnen erstellt und direkt Resultate – wie eingehende Anrufe, Besucher im Store usw. – erzielt werden können.

Dieses Format wird heute in den USA und zum Ende des Jahres im Rest der Welt ausgerollt. Mehr will Google beim Marketing Live Event am 10. Juli 2018 erklären.

Die Google Marketing Platform vereint Produkte aus DoubleClick und Co.

Die neue Google Marketing Platform soll den Marketing Teams Vorteile bei der Kampagnenerstellung, -planung und -analyse verschaffen. Die Produkte des DoubleClick Marketing und die Google Analytics 360 Suite werden unter dieser neuen Marke vereint.

Damit geht Google auf die Anregung der Nutzer ein, nach der eine engere Verknüpfung von Ads und Analytics erfolgversprechend ist. Nun können Marketer bestehende Integrationen aus den einzelnen Rubriken nutzen, um darauf aufbauend in der Marketing Platform an einem Knotenpunkt Lösungen mit Customer First-Ansatz zu erstellen. Denn dort können sowohl die digitalen Kampagnen als auch die Erfahrungen der Nutzer und potentiellen Kunden geplant und gekauft beziehungsweise gemessen und optimiert werden. Dabei sind Produkte wie Surveys 360 oder das Data Studio Teil der neuen Platform. Auch Display und Video 360 sind neu und sollen Features aus dem DoubleClick Bid Manager, Campaign Manager, Studio und Audience Center verbinden.

Optionen von Googles Marketing Platform, © Google

Wie genau die Google Marketing Platform operiert und was sie den Nutzern bietet, zeigt der ausführliche Post von Googles Brad Bender, Vice President des Display und Video Advertising.

Auch der Ads Manager bildet eine vereinte Platform

Der neue Google Ads Manager soll wiederum einen vereinfachten programmatischen Zugang zur Kampagnenverwaltung bieten. Daher werden DoubleClick für Publisher und DoubleClick Ad Exchange zusammengeführt.

Allerdings ist der Ads Manager nicht nur eine Sell-Side Platform, sondern so umfassend, dass Einkünfte generiert und optimiert werden können, unabhängig von der Art des Verkaufs. Das erklärt Jonathan Bellack, Director im Product Management in einem eigens erstellten Post zur neuen Marke. Da der Ads Manager als übergeordnete Plattform fungiert, wird auch Ad Exchange ausgesetzt. Demnach werden etwa AdX Buyers zu Authorized Buyers. Im Ad Manager lässt sich dann beispielsweise kuratieren, wer Zugang zum Inventar hat.

Darüber hinaus kann per Ad Manager die Auslieferung, Messung und Optimierung von Ads auf allen Kanälen, YouTube, Live Video und verschiedenen Screens, gesteuert werden. Auch AMP und Apps gehören dazu. Zusätzlich versichert Bellack, dass 30 Kontrollmechanismen dafür sorgen, dass die Werbeanzeigen einem seriösen Standard mit Markenwerten entsprechen. Dafür wurde etwa Ads.txt aus IABs Tech-Labor integriert.

Letztlich setzt Google mit seiner Umstrukturierung im Werbesystem ebenso auf mehr Transparenz. Dazu gehören neue Einstellungen bei den Werbeanzeigen sowie deutliche Antworten auf die Frage der Nutzer: Warum sehe ich die Werbung?

Googles Why this Ad?, © Google

Im Laufe des kommenden Monats sollen die neuen Marken, allen voran Google Ads, für die Nutzer zu sehen sein. Am 10. Juli sollen dann noch mehr Insights zu den Neuerungen geteilt werden. Wir sind gespannt, wie sich das Online Marketing ohne AdWords macht. Der Einfluss Googles und seines Systems wird aber unter der Marke Google Ads nicht an Bedeutung verlieren. Eher im Gegenteil.

Ein Gedanke zu „Das Ende von AdWords & DoubleClick: Rebranding macht Werbesystem zu Google Ads

  1. Bernhard Prange - Online Marketing bei der Webmasterei Prange

    In meinen Augen macht das Rebranding totalen Sinn! Kunden und Agenturen bekommen so einen besseren Zugriff auf alle Google-Produkte. Das Merging einiger gescheiterter Experiemente, wie AdWords Express ist da nur sinnvoll.

    Zudem: Bei „AdWords“ fragten die Leute immer, was das sei. Bei „Google Ads“ muss man einfach nur englisch verstehen können da der Markenname dann selbstbeschreibend ist. (Auch wenn man nicht aus der Branche kommt).

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