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Effiziente Amazon-Werbung: Wie du Gesponserte Produkte geschickt einsetzt

Gesponserte Produkte sind Produktanzeigen auf dem Amazon-Marktplatz. Damit erzielen Amazon-Händler Konversionsraten von bis zu 26%. Warum ist das so?

© Flickr / David Goehring, CC BY 2.0

Wenn du Amazon als Vertriebskanal nutzen willst, müssen deine Produkte sichtbar sein. Gesponserte Produkte sind ein Weg, hohe Konversionen zu erzielen und Absatz sowie Umsatz zu steigern.

Wie das erfolgreich funktioniert, zeigen Amazon-Händler selbst.

Die Potenziale von gesponserten Produkten

Gesponserte Produkte sind ein Zusatz-Service für Amazon-Händler. Es sind Produktanzeigen, die neben den Amazon-Suchergebnissen erscheinen. Diese Werbeform ist laut dem Versandriesen attraktiv, weil..

  • du damit kaufbereites Publikum ansprichst,
  • du schnelle Verkaufserfolge erzielst,
  • Konversionsraten im zweistelligen Bereich möglich sind,
  • du damit deinen Unternehmensumsatz zweistellig steigern …
  • und dein Geschäft international skalieren kannst.

Gesponserte Produkte eignen sich für die unterschiedlichsten Ziele:

  • Im Me-Too-Bereich erfolgreich verkaufen
  • Neue Produkte einführen
  • Aktions-Verkäufe
  • Lagerräumungen
  • schnelle Internationalisierung des Geschäftes

Wie funktionieren gesponserte Produkte?

Anzeigen auf das Keyword "Smartphone Apple", Screenshot Amazon.de

Anzeigen auf das Keyword „Smartphone Apple“ innerhalb der Suchergebnisse, Screenshot Amazon.de

Adwords auf Amazon – das Grundprinzip

Wie bei Adwords steht ein auktionsbasiertes PPC-Modell dahinter. Es sind Produktanzeigen von Amazon-Händlern, die neben den Anzeigen in den Amazon Suchergebnissen stehen. Entweder auf der ersten Seite der Suchergebnisse, auf der Produkt-Detailseite oder als mobile Anzeigen. Der Werbetreibende bezahlt den Klick auf die Anzeige, nicht die Impression.

Voraussetzung, um gesponserte Produkte einzusetzen, ist ein Verkäuferkonto im Seller Central bei Amazon.

Die Struktur einer Kampagne ähnelt dem System von Google Adwords. Auch hier gibt es

  • die Kampagnen-Ebene, auf der du die Produkt-Gruppe festlegst,
  • die Anzeigen-Gruppen, für die du zusammengehörende Produkte definierst und Keywords bestimmst, und
  • die Anzeigen selbst, wobei du aus dem Amazon-Portfolio Produkte wählst, die als Anzeige erscheinen.

Pro Kampagne legst du ein Tagesbudget fest und bestimmst für Anzeigengruppen und Anzeigen Höchstgebote für den Klick-Preis.

Ein übersichtliches Controlling-Dashboard zeigt dir die Leistungen jeder Kampagne, jeder Anzeigengruppe, jeder Produkt-Anzeige und jedes Keywords. Du bekommst Informationen über Impressionen, Klicks, Konversionen, Umsätze und Werbekosten für einen bestimmten Zeitraum, den du festlegst.

Damit kontrollierst und steuerst du deine Kampagnen, optimierst Anzeigengruppen und Keywords bzw. Produkt-Schaltungen.

Was macht diese Werbeform so attraktiv für Händler?

Traumhafte ROIs und Konversionsraten

Gesponserte Produkte lohnen sich für uns, denn pro Euro Werbeeinsatz erzielen wir durchschnittlich 27 Euro zusätzlichen Umsatz.
– Diemar Ring, MemoryKing, Berlin

Grundsätzlich sind Amazon-Besucher kaufbereiter als User von Suchmaschinen oder sozialen Netzwerken. Es ist wie das Verhältnis von Besuchern eines Einkaufszentrums zu Passanten einer Fußgängerzone.

Diemar Ring, Inhaber und Geschäftsführer der Firma Memoryking aus Berlin, hat diese Erfolgs-Story zu berichten:

  • 20% mehr Umsatz pro Jahr
  • 26% Konversionsrate bei den Anzeigen
  • 1 Euro Ad-Spending bringt 27 € Umsatz

Das entspricht einer Werbekostenquote von unter 4%. Manche Händler erzielen sogar noch mehr. Sie machen mit einem Euro Anzeigen-Schaltung bis zu 76 € Umsatz. (1,5% Werbekosten-Quote; = Werbekosten/Umsatz)

Die Kombination aus kaufbereitem Publikum und optimaler Anzeigenplatzierung sorgt für derartige Traum-Zahlen.

Hier ein paar O-Töne aus den USA zur Attraktivität des Amazon-Programms.

  • „Damit mache ich meine Marke bekannt“
  • „Damit lanciere ich neue Produkte“
  • „Damit kommen meine Produkte nach vorne“
  • „Die Hälfte meiner Sales auf Amazon kann ich gesponserten Produkten zuordnen“
  • „Mit 25 $, die ich auf Ads verwende, erziele ich 700 $ Umsatz“
  • „Du kannst das alles perfekt steuern und optimieren.“
  • „Ist für uns eine Schlüsselstrategie für neue Marken auf Amazon.“
Amazon Gesponserte Produkte auf einer Produktseite, Screenshot Amazon.de

Amazon Gesponserte Produkte auf einer Produktseite, Screenshot Amazon.de

Gesponserte Produkte – wann einsetzen?

Wenn du dir die O-Töne aus dem Video ansiehst, sind diese Anzeigen in fast allen Situationen sinnvoll.

  • bei umkämpften Me-Too Produkten
  • bei Produkt-Einführungen
  • bei Sonderaktionen, Sonderposten oder Lagerräumungen
  • bei saisonalen Verkaufsthemen
  • beim ersten Schritt ins internationale Geschäft

Wer im Me-Too Bereich auf Platz 1 steht, hat die Nase vorn. Neue Produkte machst du bekannt, wenn du Sie in die Nähe bekannter und vielbesuchter Produkte platzierst.

Dass Amazon-Kunden Schäppchen nicht verachten, weißt du. Nutze diese Befindlichkeiten für schnelle Lagerräumungen.

Gesponserte Produkte eignen sich für Valentinstag, Ostern und Muttertag, oder für Schulanfang, Halloween, Black Friday oder Weihnachten.

Amazon bietet diese Werbeform in Deutschland, Frankreich, England, Italien und Spanien an. Willst du dein Geschäftsmodell skalieren und internationalisieren, kannst du mit gesponserten Produkten einen ersten robusten Schritt unternehmen.

Welche Voraussetzungen brauchst du, um gute Zahlen zu schreiben?

Ganz einfach,

  • beharrlich optimieren und
  • eigene Produkte auf Amazon lancieren.
  • Achte außerdem auf die Margen deiner Produkte.

Wenn du dir ein Konto im Detail betrachtet, wirst du feststellen, dass nicht jede Anzeige gleich erfolgreich ist.

Vor dem Erfolg kommt die harte, systematische und beharrliche Optimierungsarbeit. Kampagnen, Anzeigengruppen und Keywords zu testen und modifizieren sind deine Hauptaufgaben als Kampagnen-Manager.

Das übersichtliche Kampagnen-Dashboard hilft dir dabei. Du hast damit alle Zahlen im Blick und kannst gezielt Top-Anzeigen pushen und Verlierer aussortieren.

Memoryking arbeitet auf Amazon beispielsweise mit ihrer Eigenmarke DeyCon. Das ist vorteilhaft, denn bei eigenen Produkten kontrollierst du den Content. Insbesondere Produkt-Titel kannst du individuell texten und mit den für dich relevanten Keywords ausstatten.

Damit hast du einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Händlern, die sich an bestehende Amazon-Produkte dranhängen.

Vergiss auch nicht, dass du nur mit margenstarken Produkten antreten solltest, wenn du nicht gerade dein Lager räumen willst.

Ein guter ROI bei den Anzeigen-Schaltungen ist notwendig

Eine Werbekostenquote von unter 4%  vom Umsatz ist sicher überragend. Die brauchst  du aber auch.

Denn gesponserte Produkte befreien dich nicht von der Pflicht, an Amazon den Obulus einer Verkaufsprovision zu leisten. Da bist du, was die Amazon-Gesamtkosten angeht, schnell bei Kostenquoten von bis zu 24%, in Abhängigkeit von der Produkt-Kategorie und dem ihr zugeordneten Provisionssatz.

Trotzdem: Wenn du auf Amazon als Vertriebsschiene setzt und darüber Wachstum und Rendite erzielen willst, kommst du um gesponserte Produkte nicht herum.

Wie sind euere Erfahrungen mit Verkäufen auf Amazon? Schreibt mir gerne einen Kommentar und teilt diesen Artikel mit eueren Freunden und Bekannten.

Quellen: Amazon-Werbeprogramm, Amazon Seller Education

Über Andreas Wieland

Andreas Wieland

Andreas J. Wieland ist Dipl.-Kaufmann und war 20 Jahre als Geschäftsführer eines Juweliers tätig. Mit dem Aufbau eines Online-Shops für Uhren infizierte er sich mit dem Online-Marketing-Bazillus. Als freiberuflicher Consultant berät er Juweliere und Dienstleister und unterstützt die Redaktion mit Beiträgen zu Online Marketing Themen.

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