E-Mail Marketing

E-Mails: Welches Versandsystem ist das richtige?

Auf der Email-Expo wurden zehn E-Mail-Versandsysteme getestet. Dabei wurden einige Schwächen aufgedeckt.

(c) onlinemarketing.de

Zehn Mutige trauten sich. Zehn Anbieter ließen Anfang Februar auf der Email-Expo in Frankfurt ihr Versandsystem live testen. Live-Shootout wurde das genannt, bei dem die Anbieter den Versand und die Auswertung eines Mailings vorführten.

Im Test wurden die E-Mails an 1.000 Adressen geschickt. Und es wurde klar: Ein professionelles System ist unumgänglich. Es zeigten sich durchaus einige Schwächen. Zum Beispiel bei der Verarbeitung der Rückläufer, der sogenannten Bounces. Torsten Schwarz, Studienleiter vom Beratungsunternehmen Absolit Consulting, erklärt: „Die korrekte Klassifikation von Bounces erfordert meist jahrelange Erfahrung.“ Wer die nicht hat, muss mit Problemen rechnen.

So kann es zum Beispiel dazu kommen, dass Mails von Providern als Spam erkannt werden, wenn kein korrektes Bounce-Management vorhanden ist. Oder: Werden E-Mails irrtümlich als Hardbounce, also als unzustellbar eingestuft, verliert auch der schönste Adressverteiler automatisch an Wert. Das gilt natürlich auch für die fälschliche Einordnung als Softbounce (temporär nicht zustellbar). Denn Softbounces werden nach mehreren Versuchen als unzustellbar bewertet. Und auch das kann zur Folge haben, dass Adressen vernichtet werden, die eigentlich noch aktiv sind. Der Test zeigte, dass zwei Systeme leicht erhöhte Hardbounce-Raten hatten.

Shootout-Email-Expo-2013

Ebenfalls auffällig: Manche Versandsysteme schreiben Rückläufer weiter an, obwohl klar ist, dass die E-Mails den Empfänger nicht mehr erreichen. Das kann dem Ruf des Unternehmens schaden. Denn die meisten Spam-Filter bewerten Mailings danach, wie gepflegt der Adressverteiler ist. Tote Adressen in der Versandliste sind deswegen so nützlich wie Wurstscheiben im CD-Player. Ein Merkmal von Spam-Listen sind nämlich…? Na? Richtig: tote Adressen in der Versandliste.

Wer sich den Test und die Ergebnisse inklusive Screenshots der Mailings einmal anschauen möchte, kann dies auf der Seite live-shootout.de machen. Hier gibt es auch die Möglichkeit, sich für den Verteiler für den nächsten Shoot-out anzumelden.

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