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E-Commerce: Preise sind gut, Vertrauen ist besser

Laut einer Studie ist den Verbrauchern die Sicherheit während des Online-Einkaufs wesentlich wichtiger als günstige Preise oder Angebote.

Gütesiegel schaffen Vertrauen

Gütesiegel schaffen Vertrauen

Laut einer aktuellen Studie der Initiative D21 und weiteren Partnern ist den Verbrauchern beim Einkaufen über das Internet, die Sicherheit ihrer Daten wesentlich wichtiger, als ein günstiger Preis. Zwar haben rund 43% der Onlineshopper diesbezüglich noch keine negativen Erfahrungen gemacht, dennoch ist die Angst vor Datenmissbrauch allgegenwärtig und schreckt immer noch viele Konsumenten vom Kauf in einem Onlineshop ab. Laut der Studie „(N)onliner Atlas 2012“, verlassen sich 80% der Verbraucher auf Kundenbewertungen oder Rezensionen und zwei Drittel der Befragten legen einen gesteigerten Wert darauf, dass der Webshop eines der bekannten Gütesiegel aufweisen kann.

Onlinehändler können das Vertrauen ihrer Kunden also am ehesten halten und neue Kunden gewinnen, indem sie sich um ein Gütesiegel bemühen. Zu den bekanntesten und renommiertesten Anbietern von Gütesiegeln zählen Trusted Shops, EHI, internet privacy standards (ips) sowie das [email protected] Siegel vom TÜV-Süd.

Robert A. Wieland, Geschäftsführer der TNS Infratest GmbH und Vizepräsident der Initiative D21, teilt diese Meinung und sagt:

Die Studie zeigt, dass die Initiative D21 mit der Empfehlung von Internet-Gütesiegeln den richtigen Weg eingeschlagen hat. Gütesiegel stärken das Vertrauen beim routinierten Online-Käufer und ermutigen gleichzeitig auch diejenigen Verbraucher, die bislang keine oder wenig Erfahrung mit Onlineshopping haben.

Die Umfrage macht deutlich, dass es den Konsumenten nicht vorrangig auf günstige Preise oder tolle Angebote ankommt, sondern vielmehr der sichere Umgang von sensiblen Daten, Transparenz und Rechte im Vordergrund stehen. Für das Gütesiegel spricht sich auch der Hauptgeschäftsführer des bvh, Christoph Wenk-Fischer, aus und teilte diesbezüglich mit:

Stetig kaufen mehr Verbraucher im Internet. Das spricht für die Branche. Dennoch ist es für die Online- und Versandhändler ein besonders wichtiges Anliegen, Neueinsteigern, aber auch regelmäßigen Nutzern mehr Sicherheit im Umgang mit dem Onlineshopping zu bieten.

Die hier angegebenen Prozentzahlen und Ergebnisse stammen aus einer Sonderstudie im Rahmen des (N)onliner Atlas 2012. TNS Infratest hat hierfür 1,067 Internetuser zu ihrer jeweiligen Einstellung, Erfahrung und Einschätzung, in Bezug auf das Thema Online-Shopping und Gütesiegel, befragt.

Ein Gedanke zu „E-Commerce: Preise sind gut, Vertrauen ist besser

  1. Peter Kahlhorn

    Wieder mal eine Umfrage, die m.E. nur dazu gemacht wurde, Gütesiegel auf einen Thron zu heben.
    Dazu noch eine Umfrage bei lächerlichen 1000 Leuten, die sicher nicht repräsentativ sind.

    In 10 Jahren im Internet habe ich fast keinen getroffen, dem diese Gütesiegel etwas sagen. Der TÜV ist noch am ehesten bekannt, weil jeder eine Plakette spazieren fährt, der Rest sagt den meisten Internetnutzer aber nichts.

    Eine Webseite, die von Hause aus kein Vertrauen erweckt, ist durch ein Gütesiegel nicht zu retten. Andererseits gibt es auch Websites mit Gütesiegel, die sich einen Dreck um Rechte des Verbrauchers scheren.
    Genau aus dem Grund sind Abofallen-Betreiber auch so erfolgreich. Die Seiten sehen sehr oft sehr vertrauenerweckend aus. Die Besucher rennen ohne Gütesiegel ins Verderben.

    Es gibt Meinungen, dass man sich unbedingt ein SSL-Icon in den Shop kleben soll, damit die Leute sehen, dass die Datenübertragung sicher ist. Was SSL ist, weiß aber auch keiner.

    Die Verbraucheraufklärung ist für die Katz, weil kein Normalsterblicher die Widerrufsbelehrung versteht. Die Button-Lösung für Online-Shops normiert bestensfalls die Checkout-Seiten, trägt aber sonst eher zur Verunsicherung als zur Aufklärung bei.

    Bringt den Leuten erst mal bei, was ein Impressum ist und was dort drin zu stehen hat. Das kennen nämlich auch die wenigsten. Wenn das mal in den Köpfen ist, könnte vielleicht mal eine verständliche Widerrufsbelehrung folgen und eine unmissvertändliche Gesetzeslage schaffen. Danach können wir irgendwann mal über Gütesiegel reden.

    Soweit wird es aber nicht kommen, weil die Gesetze von Leuten gemacht werden, für die das Internet eine unbekannte Größe ist.

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