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Neue Features für DuckDuckGo User dank Karten-Partnerschaft mit Apple

Die Zusammenarbeit soll duck.com zu einer ernstzunehmenden Alternative bei der Navigation machen – ganz ohne Tracking.

© DuckDuckGo

Die Suchmaschine DuckDuckGo hat eine Partnerschaft mit Apple geschlossen, um ihre Kartierung aufzuwerten. Nutzer kommen nun in den Genuss von Features, die bislang vor allem Google und Bing vorbehalten waren. Dieser Schritt ist für DuckDuckGo enorm wichtig, um Marktanteile auszubauen.

Ausgereiftere Kartentechnologie für duck.com in Zusammenarbeit mit Apple

Dank Apples MapKit JS erwarten User ab jetzt genauere Adresssuchen, erweiterte visuelle Features, detaillierte Satellitenansichten sowie kontinuierliche Updates für die Karten. Das Framework kommt auf Desktop ebenso wie mobil zum Einsatz.

Wie bei Konkurrent Google ist die Technologie sowohl in den Suchergebnissen eingebettet (rechter Bildrand) als auch in der Karten-Sektion verfügbar. Nutzer können gezielt nach Adressen, allgemeinen Orten, lokalen Unternehmen, Unternehmenstypen oder Orten in der Nähe suchen.

SERP für „Hamburg Restaurants“, Screenshot duck.com

Für die Darstellung und Bewertung von lokalen Unternehmen wird weiterhin auf Yelp zurückgegriffen. Die Navigation übernimmt auf Apple-Geräten das hauseigene Maps. Andere User haben als Standard Bing aktiviert, können sich aber auch via Google, HERE oder OpenStreetMap leiten lassen.

Kartenansicht für „Hamburg Restaurants“, Screenshot duck.com

Schutz der Privatsphäre als gemeinsamer Nenner

DuckDuckGo nennt Apples MapKit eine „wertvolle Kombination aus Kartierung und Privatsphäre“. Im offiziellen Blogpost hebt der Tracking-Gegner nochmals die Anonymität der Nutzer hervor:

We do not send any personally identifiable information such as IP address to Apple or other third parties. For local searches, where your approximate location information is sent by your browser to us, we discard it immediately after use. You are still anonymous when you perform map and address-related searches on DuckDuckGo.

Apple bestätigte TechCrunch gegenüber, dass der Konzern keine persönlichen Daten über Maps generieren möchte. Weder die Strecke noch der Zeitpunkt sei von Interesse. Damit bietet Apple einen Gegenpol zu Google, der auch mit der Mission von DuckDuckGo in Einklang zu bringen ist, keine Nutzerdaten zu speichern.

DuckDuckGo ist mit der Integration des Kits einer der Vorreiter außerhalb des Apple-Kosmos. Der Konzern hatte seine Kartentechnologie erst vor einem halben Jahr für andere Dienste geöffnet. Apple kann starke Partner gebrauchen, hatte es doch in der Vergangenheit nicht unbedingt mit seinem Kartendienst geglänzt. DuckDuckGo wiederum benötigt dringend ein zeitgemäßes Maps-Feature, wenn es konkurrenzfähig werden möchte. Die Partnerschaft ist also eine Win-win-Situation.

Suchanfragen steigen, duck.com verweilt aber im Schatten der Riesen

Erst vor wenigen Tagen hat DuckDuckGo verkündet, im vergangenen Jahr über 9 Milliarden Suchanfragen bedient zu haben. Bezogen auf die 25 Milliarden seit Gründung 2008 klingt das nach viel, vor allem das Wachstum von über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist beachtlich.

Allerdings bleibt dies mit Blick auf Google immer noch ein Tropfen auf den heißen Stein. Google war an dem Punkt bereits vor 15 Jahren, mittlerweile dürfte der Gigant 25 Milliarden Suchanfragen in wenigen Tagen schaffen. Die letzte offiziell bestätigte Zahl liegt bei insgesamt 2 Billionen für 2016.

Der Anteil Googles auf dem Suchmaschinenmarkt wird seit Jahren mit etwa 90 Prozent beziffert. Während Bing momentan bei 2,5 Prozent steht, muss DuckDuckGo noch einige Meilensteine erreichen, um überhaupt bei den Statistiken aufgeführt zu werden.

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

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