Display Advertising

Display Fails: 6 erschreckende Beispiele für schlechte Bannerwerbung

Dass Banner bei Usern nicht auf der Beliebtheitsskala ganz oben stehen, ist nichts Neues. Wir haben sechs Beispiele für nervige Display Ads für euch zusammengetragen.

© Flickr / felixtsao, CC BY 2.0

Bannerwerbung erhitzt die Gemüter wie kein anderer Bereich im Marketing. Für die einen sind Display Banner ein nerviges Übel im Internet, für die anderen bilden sie den Lebensunterhalt. Insgesamt ist die Thematik ziemlich verworren und im Grunde haben beide Ansichten ihre Daseinsberechtigung – es kommt dabei eben auf den Betrachtungswinkel an. Die Beliebtheit von Bannern ist auf Userseite praktisch nicht existent und das haben Werbetreibende unter anderem Formaten zu verdanken, die zum Weglaufen animieren. Wir haben einige erschreckende Display Fails für euch ausgegraben, die wir in 2016 bitte nicht mehr sehen wollen.

Miele und die Statik

Der Display Banner von Miele kann Einiges: andere Banner überdecken und sich dominant über die Seite legen, ohne sich jedoch entfernen zu lassen. Auch beim Scrollen bleibt er statisch an Ort und Stelle und verdeckt sogar den Text. Einzige Abhilfe: Refresh und hoffen, dass er wegbleibt.

weltde

Gesehen und gesehen werden

Ohne viele Worte: Wir haben es hier mit einem ähnlichen Problem zu tun wie bei Miele. Der Banner drängt sich hier in den Vordergrund und verhindert einen freien Blick auf den eigentlichen Text. Auch hier sucht man vergebens nach dem „X“ zum Schließen. Ah doch, da oben im Browser…

wiwo

Banner ahoi

Die Mopo schießt in Sachen Bannerwerbung den Vogel ab. Die Banner, vier an der Zahl, nehmen soviel Raum auf der Webseite ein, dass der Artikel vollkommen untergeht. Und weil vier unübersehbare Banner zur Monetarisierung offenbar nicht ausreichen, ist der Artikel mit einer Paywall versehen. Na dann.

Mopo-Artikel

Erst quizzen, dann Wissen

Neben diversen Bannern hat GIGA sich noch etwas ganz Findiges überlegt: Nachdem der User ein paar Zeilen lesen konnte, legt sich ein Layer über den Text, der ein Quiz beinhaltet. Erst, wenn der User beantwortet, welche Automarke er fährt, wird der Content wieder sichtbar. Natürlich könnte er das Quiz auch überspringen, aber der betreffende Call-to-Action ist nun nicht gerade auffällig. Genervte Leser halten sich dann lieber an die Botschaft des überliegenden Display Banners „Do productive things“ und schließen den Tab. Die Absprungrate wäre hier interessant.

giga-quiz

Digital Trends

Die Kollegen von Digital Trends warten mit einer Anzeige auf, die sich über die komplette Seite legt. Natürlich ist da ein dominantes „X“ zum Skippen, das Problem ist aber, dass die Werbung erstmal handlungsunfähig macht und den Leser aus dem Text reißt. Unschön.

digital-trends

Spox

Auch der Banner von Adidas legt sich bei Spox über die gesamte Seite. Das Problem ist hier allerdings, dass der Button zum Schließen der Anzeige nicht nur sehr klein ist, sondern darüber hinaus auch nicht richtig lädt und daher kaum klickbar ist. Auch hier wäre die Absprungrate von großem Interesse.

spox

Und weil der Schließen-Button in der Größe nicht zu erkennen ist, hier noch ein Closeup:

spox-close

Display und Video – mehr geht nicht

Ein ähnliches Format wie bei Digital Trends ist auch bei Internetworld zu finden, nur dass sich hier Banner und Video in einem verstecken. Bevor der User auf der Seite irgendetwas machen kann, muss er die Anzeige, die sich wieder über die gesamte Seite legt, entfernen. Für Besucher, die nur schnell an Informationen gelangen wollen, ein wirklich nerviges Werbeformat.

internetworld

 Fazit

Werbetreibende sollten sich unbedingt mehr einfallen lassen, um Displaywerbung ein höheres Ansehen auf Userseite zu verpassen und den Einsatz von Adblockern zu verringern. In der jüngsten Vergangenheit sind großartige neue Formate auf den Markt geschwemmt, die sich besser auf der Website einfügen und durch ihren Aufbau Aufmerksamkeit zu erzeugen, ohne sich dabei unangenehm in den Vordergrund zu drängen.

Kennt ihr weitere Display Advertising Fails, die so nerven, dass ihr die Seite verlassen musstet? 

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

3 Gedanken zu „Display Fails: 6 erschreckende Beispiele für schlechte Bannerwerbung

  1. MV

    Der „Fail“ liegt eindeutig bei der Redaktion, da möchte ich mich meiner Vorrednerin/meinem Vorredner anschließen. Ich wage es zu bezweifeln, dass sich Frau Bauer eingehend mit der Thematik Display-Vermarktung beschäftigt hat. Stattdessen wir hier einfach nur ein Sammelsurium fehlerhafter Display-Ads präsentiert. Das Ganze wird obendrein auch noch schlecht beschrieben. Es werden keine Hintergrundinformationen geliefert, ob hier z.B. die Kreation die Platzierung des Werbebanners nicht korrekt vorgenommen hat oder ob der Publisher dies zu verantworten hat. Auch die Herausforderungen der Display-Vermarktung in 2015, wie z.B. die recht plötzliche Umstellung von Flash zu HTML5 werden nicht beleuchtet.

    Redaktionell mangelhaft! Liebe Frau Bauer, ein schlauer Mann hat mal gesagt: „Complaining is not a strategy.“ Das gilt unabhängig von Branche, Umfeld und Wirkungskreis! Von einer Seite wie onlinemarketing.de würde ich mir ein wenig mehr Anspruch und Gehalt wünschen.

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  2. MK

    Ich würde mal eher sagen redaktioneller Fail! Die gezeigten Banner zum Teil fehlerhafte Auslieferungen. Das ist eher ein technisches Problem beim Publisher, als vom Werbetreibenden gewollt. Aber einfach mal „haten“ und in die Bannerdiskussion einsteigen ist ja einfacher, als sich mal sachlich mit dem Thema zu beschäftigen.

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  3. Thorsten Linke

    Grausam fand ich es als mir auf meiner eigenen privaten Homepage eine dicker „News“-Banner oben drüber gepackt wurde. Es geschah ohne Ankündigung und war nicht abzuschalten. Mit Tricksen in den Stylesheets konnte ich ihn auf Größe 0 bringen, so dass man ihn nun nicht mehr sieht. Aber langsamer ist die Seite trotzdem. Beschwerden verhallten mit Hinweis darauf, dass man da an einzelnen Seiten nichts würde ändern können.

    Überhaupt ist es eine absolute Unverschämtheit (und nach meiner Ansicht eine Urheberrechtsverletzung), dass einfach mein Quelltext verändert und eine Zeile
    dort automatisch eingefügt wird, die ich als Seitenbetreiber nicht zu verantworten
    habe.

    Die Seite war vorher als rein privates Vergnügen vollkommen werbefrei.

    Die Seite wird von meinem Provider arcor/Vodafone gehostet. Offenbar gibt es dort eine Zusammenarbeit mit der Firma Plista. Private Webseiten dort sind keine Top-Level-Domains,
    sondern folgen der Form „home.arcor.de/nutzername“. Wenn man recherchiert, findet
    man bestimmt noch einige, wo der Banner sichtbar ist. Auch wenn die Anzahl der Seiten
    kontinuierlich abnehmen dürfte. (Schauen Sie zur Not in den Quelltext und Sie finden am Ende des Headers eine Zeile von „plista“. – Diese kann man als Seitenbetreiber nicht eliminieren.)

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