SEO - Suchmaschinenoptimierung

Digg aus dem Google – Index verbannt

Wen trifft die Schuld? War es ein technischer Fehler, das Panda Update oder etwa ein gezielter Angriff auf den Digg Reader?

Wie TechCrunch gestern berichtete, ist die Social Bookmark – Plattform Digg.com aus dem Suchindex von Google verschwunden, wenn auch nur für knapp einen Tag. Innerhalb kürzester Zeit verbreiteten sich unzählige Theorien über den Grund der Verbannung.

Als eine mögliche Ursache galt unter anderem das Panda Update #25 von letzter Woche: Digg ist praktisch wie eine einzelne Webpage aufgebaut und funktioniert mit vielen Weiterleitungen durch 302-Codes. Zudem bestehen die Inhalte fast ausschließlich aus Duplikaten oder sind zu nahe an den Originalquellen. So könnte die Seite durch die Suchalgorithmen Googles als qualitativ minderwertig markiert und vom Suchindex ausgeschlossen werden. Auch ein String in der robots.txt des Dienstes wurde beschuldigt, der Crawler am Zugriff auf die Seite hindert.

Jake Levine, der General Manager von Digg, meinte, die zehntausenden von der letzten Version vererbten Links könnten die Ursache sein. Zum Einfluss des Verschwindens aus dem Google – Index sagte er:

Die gute Nachricht ist, dass die Auswirkungen relativ gering sind. Der Großteil unseres Traffics (ca. 90%) erhalten wir auf direktem Wege

– also ohne Weiterleitungen von Suchmaschinen oder anderen Websites. Eine interessante Verschwörungstheorie spricht von einer Abstrafung Diggs nach der Ankündigung, mit dem Digg Reader den sterbenden Google Reader zu klonen. Matt Cutts entkräftigte diese Annahme auf Ycombinator:

Mit dem Reader hat das nichts zu tun. Beim Kampf gegen einen Spammer haben wir mit unseren Bereinigungsmaßnahmen versehentlich die Root-Seite getroffen.

Laut Cutts will Google daran arbeiten, dass solche Fehler in Zukunft nicht mehr vorkommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.