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Die neue Ära des Branding – vom Helden zum Mentor

Die Zeiten der Markenverehrung sind vorbei: Die Kunden brauchen heutzutage einen Mentor, keinen Helden mehr.

(c) julien tromeur / fotolia.de

Die Zeiten, in der die Marken einen Helden-Status für sich beansprucht haben, sind vorbei – zumindest sollten sie es sein. Denn die Rolle des Unantastbaren und des Allmächtigen gefällt den Kunden nicht mehr. Im Gegenteil: Die Kunden brauchen etwas zum Anfassen, einen Mentor, jemanden mit dem sie sich identifizieren können. Durch die schier unendlichen Möglichkeiten von Online-Marketern sind die Kunden mit der Zeit anspruchsvoller geworden. Es reicht bei Weitem nicht zu sagen: „Kauft mich, ich bin das Beste.“ Du musst bei der Vermarktung kreativ und nahbar sein – dank Social Media, Tracking und Targeting sind die Voraussetzungen mehr als gegeben.

Kunden als Teil der Marke

Jeder Versuch, den Kunden plump von deiner Marke zu überzeugen, ihnen vorzuschreiben, was sie zu tun haben oder auch nicht, wird als Arroganz aufgenommen. Das ist der größte Fehler, den du machen kannst. Du musst viel mehr als Mentor agieren. Als ein Freund, der dem Kunden hilft, seine Ziele zu erreichen und Wünsche erfüllt. Vermittel ihnen einfach ein gutes Gefühl, indem du dich mit ihnen gleichstellst. Das Zauberwort: Interaktion. Gib den Kunden die Möglichkeit, ein Teil deiner Marke zu sein. Biete den Kunden zum Beispiel über Facebook an, an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Im Rahmen eines Fotowettbewerbes prangt der Gewinner für einen gewissen Zeitraum als Titelbild auf der entsprechenden Marken-Seite.

Dadurch vermittelst du das Gefühl, dass nicht die Marke, sondern der Kunde selbst der Held ist. Somit bist du quasi ein Teil seines Lebens – das schafft eine treue Kundschaft. In den USA verfolgt „Toms Shoes“ dieses Prinzip. Innerhalb des Projektes „One for One“ gibt der Kunde mit jedem gekauften Paar Schuhe ebenfalls ein Paar Schuhe an ein bedürftiges Kind weiter. Somit ist der Kunde ein Wohltäter. Auch das Deodorant-Unternehmen AXE zeigt sich kundennah. Anstatt durchtrainierte Männer mit Prachtkörpern in ihren TV- und Online-Werbungen auftauchen zu lassen, haben „Durchschnitts-Typen“ stets die Hauptrolle. Männer, die sich nicht durch einen besonders guten Job oder Intellekt auszeichnen, bekommen bei AXE die Rolle eines Womanizers.

Personalisierung

Allgemein solltest du die Marke in den Vordergrund stellen, nicht das Unternehmen. Dadurch wirkst du authentischer. Und ganz wichtig: Stelle einen persönlichen Bezug zu deinen Kunden her. Nenne sie beim Namen, interessiere dich für sie und gehe auf sie ein. Es gibt nichts Schlimmeres, als deine Empfänger während einer E-Mail-Kampagne lediglich mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ anzusprechen. Vermittel ihnen sofort das Gefühl: du bist der Held und ich möchte dein Helfer und Mentor sein.

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In unserem Video „“Werden Sie Täter und ballern Sie alle um“ gibt Dietmar Dahmen, CCO ecx.io, Unternehmen wertvolle Tipps, um ihre Kunden heutzutage richtig anzusprechen:

Quelle: Adweek

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