Interviews

d3con Experteninterview: Robert Lang, Criteo

Wir sprachen mit Robert Lang von Criteo über die Entwicklung des Data Driven Display Advertising Marktes.

Robert Lang, Criteo

Der Countdown zur d3con Konferenz am 20.02. in Hamburg läuft. In den nächsten Wochen werden wir einige der Speaker, Panel-Teilnehmer und Moderatoren hier auf OnlineMarketing.de zu Wort kommen lassen und euch schon einmal einen Vorgeschmack geben, was euch auf der d3con so erwarten wird. Für alle Anderen sind die Experteninterviews natürlich auch lesenswert.

Heute freuen wir uns, Robert Lang zum Interview begrüßen zu dürfen, Managing Director der Fast Growing Markets (Scandinavia, Latin America, Eastern EU, MEast + Africa) bei Criteo und Panel-Teilnehmer auf der d3con.

Herr Lang, Sie sind einer der Vorreiter des Data Driven Display Advertising, was sind hier für Sie die nächsten Entwicklungsschritte? Wo geht es für Criteo zukünftig hin?

Criteo ist seit jeher bestrebt, der richtigen Person die richtige Werbeanzeige zur richtigen Zeit zu zeigen. Das bleibt auch künftig unsere oberste Maxime, wenngleich unser Business zunehmend komplexer wird. Es stehen immer mehr Datenströme zur Verfügung, die es grundsätzlich ermöglichen, die Effizienz einer Kampagne für den Werbekunden zu erhöhen. Ich denke hier an Faktoren wie Saisonalität, Wettereinflüsse, Informationen aus der Lagerhaltung von Werbekunden und dergleichen. Allein durch diese Datenströme hat man allerdings noch nichts gewonnen, denn zwei weitere Faktoren sind wichtig. Erstens: Die Datenströme müssen in Echtzeit zur Verfügung stehen und auch in Echtzeit verarbeitet werden können. Und zweitens gilt es jederzeit erkennen zu können, welcher Datenstrom wann für welchen Kunden relevant ist. Denn am Ende möchte niemand für Daten zahlen, die teurer sind als der Effekt auf das Ergebnis.

Wie hoch ist der aktuelle Anteil des reinen Re-Targeting und wie viel läuft über andere Targeting Modelle?

Für uns ist die Relevanz von Werbemitteln für die Nutzer wichtiger als die Frage nach den technologischen Komponenten, die dahinter stecken. Wir wollen die Absicht der User so gut wie möglich erkennen und daraufhin auch die in diesem Moment interessanteste Anzeige ausspielen. Natürlich liefern uns die Nutzungsdaten der Users auf der Webseite eines Kunden dabei Informationen, die sehr viel über ihre Absicht aussagen. Doch das ist bei Suchanfragen oder ähnlichen Modellen nicht anders. Das Geheimnis ist, diese Daten entsprechend auszuwerten und auf dieser Basis Produktempfehlungen zu generieren, die den Interessen der Nutzers entsprechen. Das ist auch in unserem ureigenen Interesse: Denn nur wenn Nutzer schließlich mit einem unserer Werbemittel interagieren, verdienen wir auch Geld.

Sie nehmen am „Third Party Daten heute. Wie schaffen Werbetreibende und Agenturen mit Hilfe von Drittanbieter-Targetingdaten Mehrwerte für ihre Kampagnen?“ teil. Was können die Besucher der d3con von diesem Thema erwarten?

Um das Thema Daten wird seit einiger Zeit viel Aufsehen gemacht, wobei ich den Eindruck habe, dass sich noch sehr viel auf einem relativ globalen Level abspielt. Bevor man Daten, seien es eigene oder Third-Party-Data, erfolgreich für Kampagnen einsetzen kann, sollten eine Menge Hausaufgaben erledigt werden. Der Aufwand an Kapital und Ressourcen ist dabei nicht zu unterschätzen. Wir gehen hier in kleinen Schritten vor und behalten stets auch die Details im Auge. Das geschieht durch viel harte Auslese, intensive Beschäftigung mit AB-Tests und vielem mehr. Nicht zuletzt deshalb arbeitet auch über ein Drittel unserer weltweit 800 Mitarbeiter im Bereich Forschung & Entwicklung.

Vielen Dank für das ausführliche Interview.


Wer Lust auf das Thema bekommen hat und noch nicht angemeldet ist, kann das hier nachholen:

Die Konferenz zum Thema, am 20.02.2012 in Hamburg:

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