Interviews

d3con Experteninterview: Andreas Kötter, InviteMedia

Andreas Kötter ist Head of Invite Media DACH, der zu Google gehörenden Demand Side Platform und entsprechend Experte für RTB.

Andreas Kötter

Der Countdown zur d3con Konferenz am 30.03. in Hamburg läuft. Diese Woche Freitag ist es schon so weit. Für diejenigen, die es nicht erwarten können, haben wir hier einige der Speaker zu Wort kommen lassen um uns schon mal einen kleinen Vorgeschmack darauf zu geben, was es auf der d3con zu lernen gibt.

Heute freuen wir uns, Andreas Kötter zum Interview begrüßen zu dürfen, Leiter der zu Google gehörenden DSP Invite Media und Panelteilnehmer bei der d3con.

Andreas, du bist seit Ende 2011 Head of Invite Media DACH. Ihr betreibt eine Demand Side Platform, die Mitte 2010 von Google übernommen wurde. Eure Webseite verspricht „Die erste universelle Einkaufsplattform für Display Media“ zu sein, das klingt vielversprechend. Ihr seid allerdings noch immer sehr restriktiv, überhaupt Kunden anzunehmen und habt nur eine ziemlich überschaubare Anzahl größerer Agenturen angedockt. Wohin wird sich Invite im Lauf des Jahres entwickeln? Wird es die Marke überhaupt noch geben oder wird nur die Technologie in Google integriert und unter der Haube des Adwords-Buchungsinterfaces verschwinden?

Hallo Thomas, InviteMedia’s BidManager ist eine Technologie, die speziell für die Einkaufsgesellschaften großer Agenturgruppen (“Trading Desks”), Agenturen und große Direktkunden entwickelt wurde, die Ihre Display-Einkäufe selbst in die Hand nehmen möchten. Wir sind gerade dabei, unser Team zu verstärken, um unser Geschäft in Deutschland weiter auszubauen. Google wird weiterhin AdWords als Frontend für das Google Display Netzwerk anbieten, während der Invite BidManager ein Teil unseres Technolgie-Angebots rund um die Doubleclick-Plattform bleibt.

Googles Vorstoß in den Display-Markt der letzten Jahre macht ja vielen in der Branche Angst. Die Display-Wertschöpfungskette habt ihr mittlerweile von Invite Media über DoubleClick AdExchange bis hin zu Admeld ziemlich komplett abgedeckt. Ist Google auf dem Weg zum Display-Monopol?

Wir bei Google glauben sehr stark an offene, transparente Systeme. Einer der wichtigsten Punkte für jeden DSP und damit auch für Invite ist es, eine offene neutrale Platform zu sein, die es unseren Kunden erlaubt, Ihre Display-Ausgaben über verschiedene Exchanges und SSPs (Nicht nur Doubleclick AdX und AdMeld) zu steuern. Der Werbetreibende/die Agentur ist darüber hinaus nicht an DFA als AdServer gebunden, sondern kann mit einer Vielzahl von zertifizierten AdServern arbeiten. Kunden können sich an jedem Punkt der Wertschöpfungskette für das Produkt entscheiden, das ihren Bedürfnissen am besten entspricht. Trotzdem erreichen uns zahlreiche Anfragen von Agenturen, die gerade das einfache und nahtlose Zusammenspiel unserer Produkte sehr schätzen. Neal Mohan beschreibt unsere Vision in einem interessanten Interview von Digiday.

Bei der d3con Konferenz wirst du passenderweise am „DSP Demand Side Platforms Panel“ teilnehmen. Was wirst du dazu spannendes beitragen?

Ich freue mich darauf, den derzeitigen Fortschritt von Real-Time-Bidding und Demand Side Platforms auch aus deutscher Perspektive zu diskutieren.

Vielen Dank, viel Erfolg und bis bald bei der d3con, Andreas!

Wer Lust auf das Thema bekommen hat und noch nicht angemeldet ist, kann das hier noch schnell nachholen:

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