Display Advertising

d3con: Brodowski frustriert über Brüssel

Als erster Redner nach der Mittagspause betrat Thomas Brodowski, Bereichsleiter UIM Media Management, beim Advertiser Track die Bühne.

Brodowski vertrat Matthias Ehrlich, der wegen eines Sportunfalls nicht anwesend sein konnte. Sein Thema: „Logistik und Qualität: Wie gestaltet sich der Wettbewerbsvorteil für digitale Medien?“

Brodowski hatte kurzfristig das Thema von Ehrlich übernommen. Zu Beginn beklagte Brodowski die Entscheidungen, die gerade in Brüssel getroffen wurden. Dort ging es zwar um Zukunftsthemen der digitalen Industrie, doch Entscheidungen, die der hiesigen Industrie weiterhelfen könnten, wurden laut Brodowski kaum getroffen.

Brodowski beklagte, dass es künftig Datenverarbeitungen nur noch nach Einwilligung gebe. Dies sei aber wenig zielführend. Auch gegenüber der eigenen Branche äußerte Brodowski Kritik. Man habe zu lange ignoriert, dass die hiesigen Datenschutzbestimmungen anders aussehen als anderswo (z. B. in den USA).

Thomas Brodowski betonte zudem, dass Real Time Advertising sicher ein wichtiger Faktor im Onlinemarketing sei. Es müsse aber intelligent in das Lead Management eingebaut werden.

Real Time Advertising sei definitiv auf dem deutschen Markt angekommen. Auch für die UIM sei die Weiterentwicklung des Real Time Advertising und des Lead Managements ein zentrales Thema.

Real Time Advertising rangiere in den USA aber noch auf einem anderen, höheren Level. Das liegt laut Brodowski auch an den datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die in den USA noch anders gelagert sind als hierzulande.

Insgesamt war Brodowskis Vortrag eher eine ernüchternde Einschätzung der Lage. Man darf gespannt sein, inwieweit sich die politischen Entscheidungen aus Brüssel weiter auf den deutschen Markt auswirken.

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