Social Media Marketing

Costa Coffee: Vorbildliche Facebook-Strategie

Es geht doch: Manche Unternehmen haben bereits begriffen, wie man Social Networks richtig einsetzt. Ein Beispiel.

Bei Costa geht's voran

Das sind Zahlen, von denen viele Unternehmen nur träumen können: Die britische Café-Kette Costa Coffee hat nach eigenen Angaben im ersten Quartal des Jahres die Zahl ihrer Facebook-Fans mehr als verdoppelt. Waren es zu Beginn des Jahres noch knapp 240 000, so waren es Ende März bereits rund 500 000 Follower. Der Grund dafür liegt u. a. in einer durchdachten Content-Strategie.

Wie econsultancy.com berichtet, ist im gleichen Zeitraum die Anzahl der Page Views pro Tag im Schnitt von rund 1500 auf 10 000 gestiegen. Um die Bekanntheit von Costas Facebook-Seite zu steigern, hatten die Verantwortlichen die PR-Agentur Paratus Communications beauftragt.

Und die scheint ihr Handwerk zu verstehen. Paratus-Digital-Chef Adam Vincenzini erklärte, die Seite sei zuvor nur rund sechsmal im Monat mit einem Update verssehen worden. Nachdem Paratus den Auftrag übernommen hatte, gab es im Schnitt drei neue Posts pro Tag. Der Fokus lag dabei auf visuellem Content, der auf der Gefühlsebene die User erreichen sollte.

Vincenzini sagte außerdem, dass es darum ging, Content zu erstellen, der die User zum Lachen bringen und gleichzeitig zum Teilen animieren sollte. Nachdem Costa bei einer Umfrage zum beliebtesten Coffee-Shop im Vereinigten Königreich gewählt worden war, hatte Paratus zudem eine Facebook-Applikation gestartet. Der Inhalt: Während des Monats März wurden die User nach ihren anderen Lieblingsdingen gefragt – ihren Lieblingsfarben, ihren Lieblingsgerüchen etc.

Es klingt so simpel und zeigt doch so viel Erfolg: 40 000 User nutzten die App, 68 000-mal wurde sie insgesamt verwendet. Dabei spielten auch die Sponsored-Stories-Ads von Facebook eine Rolle.

Passende Content-Strategie

Mithilfe der App wurden reichlich Likes gesammelt. Doch um die User langfristig bei sich zu behalten, muss eine gut geplante Content-Strategie her. Und auch hier scheint Paratus gut vorbereitet gewesen zu sein.

Wie Vincenzini ausführte, gebe es einen Content-Plan für jede Woche. Gleichzeitig gebe es ein Monitoring, das jeden User-Post analysiere. Zwar könne man nicht auf jeden einzelnen User-Kommenar eingehen; aber man könne eine Gesamtstimmung der Nutzer ausmachen und dann darauf reagieren.

Übrigens: Der Wechsel zur Facebook-Timeline habe sich für die Seite ausgezahlt. Damit könne nämlich der visuelle Aspekt des Contents noch gesteigert werden.

Es klingt so einfach und ist doch mit sehr viel Aufwand verbunden. Dennoch: Wollen Unternehmen in den Social Networks Präsenz zeigen, so ist Engagement vonnöten. Dass am Ende ein Erfolg stehen kann, zeigt das oben genannte Beispiel.

So. Und jetzt geh ich einen Kaffee trinken.

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