Content Marketing

Content Pitches: So kriegst du deine Publisher rum

Autoren und Blogger sind ein begehrtes Ziel von Content Pitches – aber nicht leicht zu locken. Wir zeigen, wie du sie dennoch überzeugst.

So leicht lassen sich Autoren und
ihr Content nicht gewinnen.
Foto: © Sergey Nivens - Fotolia.com

User Generated Content hat deutlich an Wert gewonnen. Gerade private Fashion-Blogger oder auch Hobbybastler und junge Mütter liefern Inhalte, die Leser begeistern – und damit den passenden Traffic für Webseitenbetreiber. Daher sind private Autoren als Publisher bei Werbern und Agenturen mindestens so heiß begehrt wie Journalisten – und das Ziel diverser „Content Placement Pitches“. Kelsey Libert hat in einer Umfrage unter mehr als 500 Autoren untersucht, welche Hebel umgelegt werden müssen, damit Publisher zu Content-Lieferanten werden.

Der erste Eindruck zählt

Mehr als 26.000 Anfragen pro Jahr erhält ein Autor durchschnittlich. Damit ist es nicht übertrieben, wenn Kelsey Libert von einem „Sturm“ spricht, der sich in den Mailboxen von Autoren zusammenbraut: „On the cusp of the content marketing explosion, a storm has been brewing in the inbox of every unresponsive writer“. Dabei landen die meisten Pitchversuche im Müll: Ein beträchtlicher Teil der Autoren gab in der Umfrage an, selten bis niemals Geschichten auf Grundlage gezielter Anfragen zu entwickeln. Wer statt einer E-Mail zum Hörer greift, um die Blogger zu erreichen, liegt dennoch falsch: Mit 81 Prozent sind E-Mails nach wie vor die Nummer eins unter den Kanälen, über die Autoren primär gepitcht werden wollen. Angerufen werden möchten nur fünf Prozent der Teilnehmer, die vom Fractl-Team befragt wurden.

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Grafik: Fractl

Der erste Eindruck beim Werben um die Gunst eines Publishers ist angesichts der Mailflut daher immer noch wichtig. Klassisches No Go sind Tipp- und Grammatikfehler in den Pitch-Mails, die über ein Drittel der Befragten – unabhängig von der Qualität des Content Pitches – dazu bewegen, die Anfrage zu löschen. Außerdem ist es wichtig, mit Bloggern, deren täglich Brot es ist, sich digital zu vernetzen, bereits vor einem Pitch in Kontakt zu kommen. Anonyme Massen-Pitches per Gießkanne locken keinen Schreiber: Über 60 Prozent der Autoren ist das Networking mit potenziellen Auftraggebern vor dem Content Pitch wichtig.

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Grafik: Fractl

Kein Drama, auf den Punkt und knackig: So stellen sich Publisher Pitch-Anfragen vor

Die Pitch-Anfragen per Mail müssen die Aufmerksamkeit des Autoren schnell gewinnen – aber übertriebenes „Marketing-Sprech“ liest keiner der gepitchten Blogger gerne. Insbesondere „revolutionäre“, „unglaubliche“, „lebensverändernde“ und andere Wörter aus dem Werbe-Vokabular reizen eher den Löschbutton als die Lust zum Schreiben, stellten Kelsey Libert und ihr Team von Fractl fest:

Other doozies that will get you sent to the trash centered mostly around marketing speak, with words such as: revolutionary, incredible, life changing, Dear Blogger, ALL CAPS, pitch, press release, stunning, believe and dramatic.

Wer einen Schreiber für sein Content-Marketing gewinnen möchte, sollte selbst schnell auf den Punkt kommen: Die meisten Autoren wünschen sich eine knackige Beschreibung des Content-Pitches von maximal 100 bis 200 Wörtern. Gleiches gilt für die Überschrift der E-Mail, die idealerweise sofort ersichtlich macht, ob das jeweilige Thema in das Interessengebiet des Autors passt oder nicht. Wer darüber hinaus ein Early Bird ist, hat noch größere Erfolgschancen: Knapp 70 Prozent der Befragten bevorzugen einen Pitch am Morgen.

Das sagen Experten zum Thema Content-Pitches

Content-Pitch-Autoren-Feedback

Quelle: Fractl

 

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