Marketing Strategie

CEO raus: Geht Yahoo weiter bergab?

Der einstige Hoffnungsträger und Yahoo-Chef Scott Thompson muss den Internet-Konzern jetzt verlassen.

Sehen vielen schon das Ende Yahoos?

Der ewige Streit zwischen Daniel Loeb (Großinvestor Third Point) und Scott Thompson nimmt nun ein Ende. Die FTD berichtet: Thompson muss gehen. Loeb war auf der Suche nach Fehler fündig geworden. Der Lebenslauf des Yahoo-CEO wurde verschönert, der dort verzeichnete Bachelor-Abschluss in Computerwissenschaften wurde nie abgelegt. Thompson ist nur ausgebildeter Buchhalter. Seitens Yahoo heißt es, dass Thompson an Krebs erkrankt ist und auch deshalb von seinem Posten abgetreten ist.

In den vergangenen Monaten gab es kaum noch positive Presse über den ehemaligen Internet-Riesen. Erst vor vier Monaten kam Scott Thompson ins Amt. Zuvor war seine Vorgängerin Carol Bartz gefeuert worden. Sie konnte den enormen Umsatzverlust nicht stoppen. Die Spitze des Internet-Konzerns war bis zum Amtsantritt Thompsons lange unbesetzt. Die Anklage Yahoos wegen Patentverletzung gegen Facebook Mitte März scheint zukünftig keine großen Erfolge zu versprechen. Dazu kommt der ewige Streit zwischen Yahoo und dem größten Investor Third Point, der mit der Benennung drei neuer Verwaltungsratmitglieder Ende März kurzerhand beendet werden sollte. Vergeblich.

Zu alle dem ist Yahoo im Markt weit abgeschlagen. Die Konkurrenten Facebook und Google gewinnen immer mehr das einstige Yahoo-Geschäft für sich: Lukrative Werbung im Internet.  Doch die Unruhen in den eigenen Reihen werden Yahoo nicht aus der Krise führen, es bleibt fraglich, wie lange sich das Unternehmen noch halten kann?

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