Marketing Strategie

Bring your own device: Was Mitarbeiter glücklich macht

Kostenloser Kaffee reicht schon lange nicht mehr: Deloitte und Google untersuchten in einer Studie, was IT-Mitarbeiter glücklich macht.

Instinktknipser / pixelio.de)

Ist es täglich frischer kostenloser Kaffee? Ein Kicker im Meetingraum? Oder einfach mehr Geld? Was macht Mitarbeiter im IT-Bereich wirklich glücklich? Deloitte und Google wollten dieser Frage auf den Grund gehen und haben eine gemeinsame Studie raus gebracht zum Thema „The Connected Workplace: War for talent in the digital economy“. Dabei hat sich eines mit Abstand als „Geheimwaffe“ zur hohen Mitarbeiterzufriedenheit entpuppt: eine vernünftige IT-Infrastruktur am Arbeitsplatz („workplace IT“).

Geld ist nicht alles: Mitarbeiter schätzen Austausch im Team 

Unter 526 IT-Angestellten wurde eine Online-Umfrage durchgeführt. Zusätzlich fanden Gespräche mit CIOs und Senior IT-Managern renommierter Firmen aus Australien und Neuseeland (z.B. Air New Zealand, Woolworth, Fairfax) statt. Dabei zeigte sich vor allem eines: „perks and pay“, also Benefits und Gehalt, stehen gar nicht so hoch im Kurs als Motivations-Förderer. Die besten Zufriedenheits-Noten bekamen Firmen mit den folgenden Optionen für Mitarbeiter:

  • „Bring your own device“: Mitarbeiter bekommen die Erlaubnis, ihr eigenes Equipment zur Arbeit zu bringen
  • Mitarbeiter dürfen in sozialen Netzwerken online sein
  • Homeoffice: Mitarbeiter dürfen regelmäßig von Zuhause aus arbeiten
  • Collaborative Software: Neben Chats und internen Wikis sind es vor allem Projektmanagement Tools wie Atlassian’s Jira, das in vielen IT-Firmen zum Einsatz kommt und hilft, die unterschiedlichen Teams zentral miteinander zu vernetzen, Tasks zu strukturieren und Dateien auszutauschen („Social Sharing“).

Arbeitest du noch oder lebst du schon? Oder beides?

„Menschen wollen so arbeiten, wie sie leben“, sagt Claire Hatton, Industry Director bei Google Australien, zu den Ergebnissen der Studie. Flexibilität, gemeinsamer Erfahrungsaustausch im Team über alle Kanäle hinweg sind wichtige Faktoren, um Mitarbeiter zu motivieren.

Insbesondere die technische Ausstattung am Arbeitsplatz ist ein echter Frustfaktor für viele der Befragten: 46 Prozent finden ihr Homeoffice User freundlicher, 38 Prozent schätzen die schnellere Internetverbindung Zuhause und noch einmal 38 Prozent halten ihr privates Office für mehr „up-to-date“. Ob allerdings eine flächendeckende Home Office Erlaubnis – auch wenn viele Mitarbeiter sich das wünschen – so sinnvoll ist und unmittelbar zur Steigerung der Produktivität beiträgt, halte ich für fraglich. Firmen wie Yahoo! und jetzt auch HP haben ihre Mitarbeiter offiziell zurück an den Firmen-Schreibtisch geholt und das Arbeiten „aus der Cloud“ beziehungsweise vom heimischen Büro gestrichen. Die goldene Mitte zwischen regelmäßigen Homeoffice-Tagen und Präsenz im Büro macht es.

Aus meiner Erfahrung in zwei Technologie-Unternehmen weiß ich, wie wichtig der schnelle Austausch mit Kollegen ist, gerade wenn man in Projekten Kunden-Feedback einholt und auf Techniker angewiesen ist. Lange E-Mails, Chats oder andauernde Telefonate kosten meist zu viel Zeit. Koordinierte Abstimmungsrunden mit direktem „Face-to-Face“ Kontakt sind oft zielführender – und sparen Zeit und Nerven. Man kann zum Beispiel ein kurzes tägliches Daily Meeting mit der Technik durchführen, in dem jeder von den wichtigsten Kundenanfragen berichtet und die Support-Mitarbeiter direkt mit Fragen löchern kann. Das stärkt einerseits den Teamgeist (Collaboration), verhindert andererseits unnötige Mails und „ins Büro platzen“ während des Tages  und sorgt damit für ein besseres Miteinander.

Wie macht ihr euer Team happy?

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