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Bots verursachen 61 Prozent des weltweiten Internet-Traffics

Über die Hälfte der Seitenzugriffe im Internet werden von Bots verursacht. Die Implikationen auf die Webanalyse und IT-Sicherheit sind groß.

Traffic Autobahn

Foto: Olaf Schneider / pixelio.de

Zugegeben, die Überschrift des Artikels klingt erschreckend. Bot Traffic macht einen Großteil des insgesamt anfallenden Traffics im Internet aus und nimmt weiter zu. Obwohl sie erkannt werden können und es möglich ist, ihr Surfverhalten aus den Messungen auszuschließen, richten sie großen Schaden an.

Studie: Das Ausmaß des Bot Traffics

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Fakten. In einer Studie mit etwa 20.000 Internetseiten ihrer Kunden hat die Firma Incapsula, die sich auch mit IT-Sicherheit beschäftigt, festgestellt, dass 61,5 Prozent des anfallen Traffics durch Bots verursacht werden. Positiv: Immerhin entfällt davon gut die Hälfte auf gutartige Bots, z.B. Suchmaschinen, Tendenz steigend.

Auf der anderen Seite stehen, wenn auch mit stark abnehmendem Trend, etwa 10 Prozent des gesamten Traffics, die durch Scraper, Hacking Tools und Spammer verursacht werden.

Problematik: Die Schäden der Bots

Doch wieso eigentlich Gedanken machen? Wie schon eingangs erwähnt, ist es durchaus möglich, Bots zu erkennen und ihren Traffic aus dem Datensatz einfach rauszuwerfen. Probleme ergeben sich jedoch, wenn man sich die Bots genauer anguckt. Die Studie unterteilt diese in vier Typen:

  • Scraper
    • Content-Diebstahl und Emailadressen-Crawling
    • Ziel: Reise- und News-Seiten sowie Online-Shops und Foren
  • Hacking
    • Daten-Diebstahl und schädliche Software
    • Ziel: CMS-basierte Seiten
  • Spammer
    • Posten von Kommentaren, Backlinks und bösartigen Seiten
    • Ziel: Blogs und Foren
  • Impersonator
    • DDoS-Attacken und Bandbreiten-Belegung
    • Ziel: Nicht definiert

Damit sind Bots nicht etwa ein Problem, das vornehmlich in Datensätzen auftaucht und diese verfälscht, sondern in erster Linie Programme, die echten, direkten wirtschaftlichen Schaden anrichten!

Lösungsansätze: Mit Bots richtig umgehen

Wie also geht man am besten mit Bots um? Eine Frage, die sich so einfach nicht beantworten lässt.

Spammer im eigenen Blog lassen sich zum Beispiel (vorausgesetzt, man verwendet WordPress als CMS) mit dem PlugIn Cookies for Comments oder durch die Einbindung eines Captcha abwehren. Um den Diebstahl von Emailadressendurch Bot Traffic abzuwehren, sieht man häufig, dass Emailadressen in ein anderes Format gebracht (z.B. [at] statt @) oder als Bild eingebunden werden.

Wer dagegen mit Hackern oder DDoS-Attacken kämpft, der wird sich professioneller Schützen müssen – so können DDoS-Attacken zum Beispiel noch vor Erreichen des eigentlichen Ziels in der Cloud abgefangen werden.

Die Studie in der Komplettübersicht

Quelle: Incapsula.com

Und wie geht ihr mit Bots um? Seid ihr schon Ziel eines DDoS-Angriffs gewesen? Oder kämpft ihr „nur“ mit Spammern?

Über Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe

Fokusthemen auf OnlineMarketing.de: CRM, (Web) Analytics & E-Mail Marketing. Studium: B. A. in Business Administration, M. Sc. in E-Commerce. Mitglied der Digital Analytics Association Germany. Schnittstelle zwischen Marketing & IT mit einem Herz für Analytics. Derzeit tätig im Digital Push Marketing bei OTTO (GmbH & Co KG). Vorher im Solution Consulting der netnomics GmbH.

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