SEO - Suchmaschinenoptimierung

Bings Clarity lässt Webmaster Klicks und Mausbewegungen nachvollziehen

Bing bringt mit Clarity ein Open Source Analytics-Tool für die UX, mit dem Nutzerinteraktionen mit der Seite visualisiert und später optimiert werden können.

Bings Clarity, Screenshot YouTube, © Bing

Bing ist global und in Deutschland die zweitgrößte Suchmaschine gemessen am Marktanteil. Diese hat nun ein Open Source Tool  veröffentlicht, mit dessen Hilfe Webmaster die Nutzererfahrungen auf ihren Seiten deutlich optimieren können. Ausschlaggebend ist eine Art Replay Session der tatsächlichen Nutzung der Seite.

Bings Clarity: Mehr Insights zu Änderungepotentialen

Umfragen bei den Nutzern oder A/B-Tests werden oft zurate gezogen, um die UX auf der eigenen Website zu optimieren. Dass das stetig notwendig ist, steht außer Frage. Allerdings haben diese Optionen alle ihre Einschränkungen. Sie spiegeln nicht die tatsächliche Nutzung einer Seite wider, sondern stellen Eventualitäten dar. Diese tatsächliche Nutzung durch den einzelnen User lässt sich nun aber in einer Art Playback verfolgen – dank Bings Open Source Analytics Tool Clarity.

Neben einer Heatmap und Scrollmap ermöglicht dieses Feature eine Wiederholung einzelner User Sessions samt Nachverfolgung der Mausbewegungen, Klicks oder Touch-Momente.

Dies Möglichkeit bietet die Chance mit dem User noch näher mitzufühlen, was ihn bewegt, wenn er auf der Website unterwegs ist. Fallen bestimmte Pain Points auf, kann diese Erkenntnis genutzt werden, um die UX zu verbessern. Im Blogpost zeigt Bing das Beispiel der Website Cook With Manali. Manali realisierte dank Clarity, dass viele User das untere Ende der Seite nicht erreichten. Allerdings befanden sich dort die interessanten Inhalte zu den Rezepten.

Daher wurde in der Folge ein Button, um direkt zum Rezept zu springen eingeführt. Die User Retention und Zufriedenheit wurde durch dieses Zug direkt verbessert.

Auch Malware kann erkannt werden

Mit Clarity lässt sich zudem auch Malware auf Seiten ausfindig machen. Denn mit dem Tool kann erkannt werden, was der Nutzer eigentlich beim Aufrufen der Seite gesehen hat. Gegebenenfalls auch Malware.

Die Ansicht einer Seite aus Userperspektive samt Malware, © Bing

Mit Clarity kann die Ansicht auch für die User angepasst werden, damit diese mehr interagieren.

Das Tool Clarity läuft auf allen HTML Websites, wenn ein kleines JavaScript-Element integriert wird. Fast alle Domaintypen werden unterstützt, weitere sollen folgen.

The JavaScript code listens to browser events and instruments layout changes, network requests and user interactions. That data is then uploaded and stored in the Clarity server running on Microsoft Azure.

Mit einem Microsoft Account können sich Webmaster bei der Clarity Website registrieren. Persönliche Nutzerdaten werden nicht vermittelt, die Playback Sessions werden anonym vermittelt.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

2 Gedanken zu „Bings Clarity lässt Webmaster Klicks und Mausbewegungen nachvollziehen

    1. Niklas LewanczikNiklas Lewanczik Artikelautor

      Hallo Elias,

      der Beitrag von Bing klärt darüber nicht eindeutig auf. Wir haben Microsoft kontaktiert und geben die Antwort hier weiter, sofern sie kommt.
      Bei der Verwendung des Tools sollte Vorsicht geboten sein, sodass eine Opt-out-Funktion für die User oder ein Double Opt-in zur Absicherung helfen könnten. Das könnte das Bild beim Tracking allerdings etwas beeinflussen.
      Die entscheidende Frage ist, inwieweit persönliche Daten getrackt werden, wie sie in der DSGVO definiert sind (Art. 4, Abs. 1: „,personenbezogene Daten‘ alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden ,betroffene Person‘) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind“.
      Hier ließe sich womöglich in beide Richtungen argumentieren. Trotzdem sollte eine rechtch Absicherung immer bedacht werden.

      Beste Grüße

      Antworten

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