Social Media Marketing

Autoplay-Videowerbung im Messenger: Facebook testet die Nerven der User

Die Monetarisierung des Messengers schreitet voran. Ab Montag werden User um Autoplay-Ads in ihrer Inbox nicht herumkommen. Wird die App ruiniert?

© Thought Catalog - Unsplash

Seit letztem Jahr nährt Facebook sich auch mit Werbung im Messenger. Ab Montag, dem 25. Juni sollen jetzt Video-Ads eingeführt werden. Der Clou: Es werden Videos mit Autoplay-Funktion. Um die Finanzierung des Unternehmens zu gewährleisten, setzt Facebook immer mehr auf Werbung. Doch die Autoplay-Videos werden die Nerven der User des Messengers extrem strapazieren. Denn diese neue Einführung ist vor allem eins: nervig.

Messenger wird monetarisiert: Autoplay-Videos in der Inbox

Die Werbemöglichkeiten werden weniger, gehen aber nicht aus. Bisher sind statische Ads in der Inbox für Nutzer seit knapp einem Jahr ein gewohnter Anblick. Doch ab Montag wird dann das nächste Level der Werbung ausgerollt. So wird dann auch Videowerbung zwischen den verschiedenen Chats zu sehen sein. Da Video-Ads natürlich teurer sind, ist diese Einführung für Facebook eine neue wertvolle Geldquelle. Das Prekäre an der Sache: Die Videos haben eine Autoplay-Funktion. So starten die Werbevideos automatisch, sobald der Nutzer durch seine Nachrichten scrollt. Eine Opt-out-Funktion ist nicht möglich, aber User werden wohl in der Lage sein, ihre Targeting-Präferenzen zu beeinflussen.

Gegenüber Recode betonte der Chef des Messenger Ad-Geschäfts Stefanos Loukakos, dass die User-Experience das oberste Gebot bleibe. Innerhalb der Testphasen sei schließlich keine Veränderung im Nutzerverhalten zu beobachten gewesen. Auch die gesendete Nachrichtenanzahl wurde laut Loukakos nicht beeinflusst. Facebook verkündete gegenüber Quartz weiterhin, dass die Einführung von Werbevideos schrittweise und bedächtig eingeführt werde.

Die Annahme von Loukakos, dass das Userverhalten unverändert bleiben werde, ist höchst fraglich. Denn die statische Werbung ist nichts, über das Nutzer sich freuen. Und die automatisch startenden Videos werden wohl keine Bereicherung sein, sondern die App langsamer machen. Aber vor allem werden die Nerven der User strapaziert.

Über Maja Hansen

Maja Hansen

Maja studiert an der Universität Hamburg Germanistik und schreibt seit 2017 für das OnlineMarketing.de Karriere Magazin. Sie behandelt Themen rund um den Büroalltag.

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