Mobile Marketing

Apples Animojis machen Mimik zum Marketing

Mit Apples neuem iPhone X hast du die Möglichkeit, Animojis einzusetzen. Diese können deine Gesichtsausdrücke spiegeln. Für Marketer ein interessantes Feature.

Animoji von Apple, Screenshot YouTube, © Apple

Emojis haben die digitale Welt im Sturm erobert. Auch das Marketing hat davon profitieren können. Doch mit dem neuen iPhone X kommen die Animojis daher. Sie verwandeln deine Mimik in animierte Emojis für Nachrichten. Und womöglich kommen sie auch dem Marketing zugute, das sich der Augmented Reality annähert.

Das iPhone X: Animojis als auffälliges Feature

Die Vorstellung des langerwarteten iPhone X hat viele Besonderheiten des neuen Mobiltelefons – was eigentlich fast untertrieben ist – dargelegt. Besonders auffällig ist dabei auch, dass es keinen Home Button mehr gibt und du nun dein Gesicht als Face ID, also als Passwort verwenden kannst. Das zeigt das Promo-Video von Apple.

Dafür zeichnet die TrueDepth Kamera verantwortlich. Und diese ist es auch, die die neue Funktion der Animojis ermöglicht. Apple erklärt dazu:

Die TrueDepth Kamera analysiert über 50 verschiedene Muskel­bewegungen, um deine Gesichtsausdrücke zu spiegeln – mit 12 Animojis. So kannst du endlich ein Panda sein. Oder ein Hase. Oder ein Roboter.

Das folgende kurze Video beweist, wie das dann aussehen kann, bei den Gesichtsausdrücken einer Userin und dem animierten Pendant in Form einer Katze.

 

Hierbei zeigen sich Ansätze der Augmented Reality, die ihr im obigen Video noch genauer anschauen könnt. Dabei spielt der A11 Bionic Chip hier auch eine gewichtige Rolle. Wie die Regungen bei den verschiedenen Emojis aussehen, könnt ihr hier sehen.

Allerdings kann man in der Kommunikation mit den Animojis nicht nur seine eigene Mimik an jemanden senden. Denn die Animojis können auch deine Stimme übertragen.

Animoji Chat, © Apple

Darüber hinaus lassen sich über die App Clips dank der TrueDepth Kamera auch animierte 360 Grad-Landschaften für Videos und Co. verwenden.

Animierte Landschaften dank der TrueDepth Kamera; gerade bei Selfies überzeugend, © Apple

Die Augmented Reality hält Einzug in Mobile Marketing

Mit der Snapchat Lens oder dem Instagram Face Filter gibt es für die User bereits einige Optionen, das eigene Gesicht ganz speziell zur Geltung zu bringen. Doch die Animojis bieten dabei eine erste aufregende Transformation zu einem animierten Avatar. Anders als bei den Bitmojis werden dabei nicht deine äußeren Merkmale statisch festgelegt, sondern eben deine Bewegungen durch den Avatar performiert.

Mit den Animojis lassen sich nun Textnachrichten senden und gerade für personalisiertes Marketing dürfte diese Option vielversprechend sein. Ad Weeks Christopher Heine vermutet, dass besonders jüngere User mit diesen spielerischen Features überzeugt werden können, sei es bei Opt-In-Nachrichten oder einfach bei der Präsentation der eigenen Marke. Jedoch, es ist unklar, in welchem Maße sich die neuen Animationen auf verschiedenen Plattformen teilen lassen werden.

Dennoch dürften die Animojis die Marketingmöglichkeiten erweitern.

Zudem bieten sie einen Blick in die Zukunft, wo Augmented Reality bei der Werbung eine größere Rolle spielen wird. Davon geht auch Roman Taranov, CEO von RGK Mobile aus. Gegenüber Ad Week erklärte er:

Augmented reality mobile content will go beyond gaming, as we have seen before and offers new ways to visualize content and personalize mobile experiences, expanding to industries such as retail, sports and entertainment […] Advertising will follow suit, taking on new formats and offering an immersive user experience.

Welchen Einfluss die animierten Emojis auf das Marketing haben werden, ob sie sich durchsetzen und in welche Richtung sich diese Form der kommunikativen Augmented Reality entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Allerdings mit Spannung, denn dieses Feature wirkt durchaus anziehend für die User.

Nach der Vorstellung Apples dürften künftig auch andere Unternehmen mit ähnlichen Funktionen aufwarten und somit die Marketingwelt weiter bereichern; oder gar um eine parallele erweitern. Augmented Reality bedeutet in diesem Sinne auch eine erweiterte Marketinglandschaft, mehr Möglichkeiten, mehr Anknüpfungspunkte.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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