Social Media Marketing

AP wird für Tweet-Deal mit Samsung kritisiert

Die Nachrichtenagentur AP geht einen Werbedeal mit Samsung ein. Bleibt es trotzdem bei einem objektiven Journalismus?

AP-Logo

Vom 8. bis zum 11. Januar läuft in Las Vegas die Fachmesse CES (Consumer Electronics Show). Dazu passt, dass ein größeres Medienunternehmen gerade einen Deal eingefädelt hat, in dessen Zentrum der Mikrobloggingdienst Twitter steht. Wie die Nachrichtenagentur Associated Press mitteilt,  bekommt der Konzern Samsung für den Zeitraum, in dem die Messe läuft, zwei Tweeting-Slots des AP-Accounts pro Tag zur Verfügung gestellt. Der Twitter-Account der AP hat rund 1,53 Millionen Follower.

Über die Kosten der Vereinbarung wurden keine weiteren Angaben gemacht, der Deal soll aber ausschließlich zwischen AP und Samsung abgeschlossen worden sein. Twitter und sein Promoted-Tweets-Service wurde nicht in die Verhandlungen miteinbezogen.

Erste User üben Kritik

Es ist eine Premiere: Noch nie hat die AP Slots in ihrem Twitter-Feed zur Verfügung gestellt. Wie Techcrunch berichtet, beschränkt sich der Deal auf zwei Tweets pro Tag. Die Tweets würden zudem klar als „Sponsored Tweets“ gekennzeichnet. Bearbeitet würden die Tweets ausschließlich von Mitarbeitern außerhalb des AP-Newsrooms.

Nichtsdetotrotz wird der Deal von vielen Usern kritisch gesehen. Erste Reaktionen via Twitter fielen negativ aus. Twitter-Userin Liz Pullen reagierte „enttäuscht“, User „sati“ erklärte: „Das kann nicht euer Ernst sein.“

AP verfolgt aktuell eine Strategie, höhere Anzeigenerlöse über die Kanäle Mobile und Social Media zu erzielen. Für eine Nachrichtenagentur ist das natürlich schwierig, schließlich sollte sie sich weiterhin der journalistischen Neutralität verpfilchtet fühlen.

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Geschichte noch zu einem größeren Shitstorm entwickelt. Zumindest der Anfang dafür ist gemacht.

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