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Android Q: Google gibt Nutzern mehr Kontrolle über Privatsphäreeinstellungen

Android Q bietet Nutzern mehr Kontrolle. Neben veränderten Standorteinstellungen gibt es neue „Sharing Shortcuts“ und Unterstützung für faltbare Displays.

© Pawel Czerwiński - Unsplash

Durch die zunehmende Kritik an Tech-Giganten wegen Datenklau und -verkauf setzt Google jetzt im neuen Android – Android Q – ganz auf Privatsphäre. Jeder, der ein Pixel Smartphone hat, kann die Beta-Version testen. Das ist jedoch nur für Nutzer empfehlenswert, die nicht wirklich auf das Smartphone angewiesen sind und ein paar Glitches tolerieren können, da die Betaversion noch nicht einwandfrei läuft.

Privatsphäre als Verkaufsaufargument

Immer mehr Nutzer wünschen sich mehr Kontrolle über ihre Privatsphäreeinstellungen und achten beim Erwerb auf ihre Möglichkeiten. Ein stärkerer Fokus auf Privatsphäre ist demnach ein gutes Kaufargument.

Der Handel mit Nutzerdaten ist ein großes Geschäft. Die Standortdaten der Nutzer werden gesammelt und an Werbetreibende verkauft. Dadurch, dass den Apps der Zugriff auf den Standort verweigert wird, ist dies nicht mehr möglich. Beruhigend für den Nutzer, aber ungünstig für alle, die standortabhängige Werbung vermarkten möchten.

Was ist neu in Android Q?

Der Schwerpunkt von Android Q liegt auf der verbesserten Privatsphäre und Datenschutz. So z.B. bei der Berechtigung von Apps, auf den Standort zuzugreifen. Bisher gab es bei Android „Alles oder Nichts“ bei den Standorteinstellungen. Jetzt können Nutzer, ähnlich wie bei Apples iOS, den Zugriff der Apps auf den Standort auch nur erlauben, solange eine App genutzt wird. Dieser ist es also nicht mehr möglich, den Standort im Hintergrund abzurufen. Öffnet man die Einstellungen in der Betaversion, hat das System bereits Voreinstellungen diesbezüglich getroffen. Den Nutzern ist es jedoch möglich, diese je nach eigener Präferenz zu verändern. Doch nicht für alle Apps können die Nutzer selbst auswählen, wann der Zugriff erlaubt sein soll. Beim hauseigenen Chrome-Browser hat Google es ausgeschlossen, den Zugriff immer zu erlauben.

In Android Q ist es den Nutzern möglich, Apps den Standortzugriff im Hintergrund zu untersagen. ©
Pawel Czerwiński
– Unsplash

Auch der Zugriff von Apps auf Fotos und Videos kann eingeschränkt werden. Zudem wird die „Affinity“ nicht mehr getrackt, heißt, mit welchen Kontakten am meisten interagiert wird. Neue „Sharing Shortcuts“ machen es einfacher, Inhalte direkt an eine Person zu schicken, anstatt über eine App zu gehen. Das spart den Nutzern einen Schritt und macht es einfacher, Inhalte appübergreifend zu teilen. Als erstes Betriebssystem unterstützt Android Q Geräte mit faltbarem Display.

Leider ist das Betriebssystem bisher nur für Pixel Nutzer verfügbar. Die neueste Androidversion soll wohl erst im dritten Quartal 2019 final erscheinen. Alle Nicht-Pixel-Nutzer müssen sich bis dahin mit den vorhandenen Privatsphäreeinstellungen zufriedengeben.

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