E-Commerce

Amazon ermöglicht Marken Entfernen von Fake-Produkten dank Project Zero

Mit Project Zero launcht Amazon eine Initiative, die gefälschte Produkte auf der Plattform minimieren soll. So können Unternehmen solche nun selbst entfernen.

© Amazon

Amazon geht den Kampf gegen das Listing gefälschter Produkte an. Die Einführung von Project Zero soll dem Namen nach diese Nachahmungen komplett ausschließen. Zumindest wird nun Unternehmen die Option übertragen, Fälschungen ihrer Produkte selbst von der Plattform zu entfernen. Die Möglichkeit bleibt vorerst aber ausgewählten Marken vorbehalten.

Project Zero fördert authentische Ware

Amazon kombiniert seine eigenen Technologien, Machine Learning-Prozesse und das Know-how der Unternehmen auf der Plattform, um die gefälschten Produkte zu entfernen. Das Project Zero besteht aus drei Komponenten.

Zum einen scannt Amazon über Automated Protections täglich über fünf Millionen neue Produkte, um etwaige Fälschungen auszumachen. Dabei werden die von den Originalmarken bereitgestellten Logos oder andere wichtige Daten zum Produkt zum Vergleich herangezogen. Über dieses System werden 100 mal mehr gefälschte Produkte enttarnt als allein durch reaktive Maßnahmen.

Zum anderen gibt es nun ein Self-Service Tool zum Entfernen der Fälschungen. Bisher mussten Marken oder Unternehmen, wenn sie ein gefälschtes Produkt entdeckt hatten, an Amazon berichten und auf die Untersuchung warten. Aber mit Project Zero können die Marken solche Fake Listings direkt selbst entfernen, ohne Amazon erst zu informieren. Die Informationen aus dem Self-Service Tool werden zusätzlich in Amazons Automated Protections eingespeist, um künftige automatisierte Prüfungen zu optimieren.

Schließlich lässt sich bei Amazon über Product Serialization noch die Authentizität einzelner Produkte aufrechterhalten. Marken können einen einzigartigen Code pro Produkt erstellen und diesen ins Listing integrieren. Werden Produkte nun bestellt, kann Amazon anhand dieses Codes verifizieren, ob es sich um einen authentischen Artikel handelt. Ist dies nicht der Fall, kann das Unternehmen eine Auslieferung des gefälschten Produkts an den Käufer verhindern.

Erste Tester zeigen sich überzeugt

Das funktioniert so gut, dass einige Marken, die das Projekt testen, deutlich weniger Probleme mit Fälschungen haben.

When we were offered the opportunity to enroll in Amazon Project Zero, we jumped on it. Every unit we sell through Amazon has a unique, serialized barcode, and our counterfeit problem has nearly disappeared in the United States,

kommentiert Phil Blizzard, CEO und Gründer von Thunderworks. Ken Minn, CEO von Kenu, sieht im Self-Service Tool so etwas wie eine Versicherungspolice. Andere Tester sehen die Effekte der ganzen Initiative positiv. So erklärt Aaron Mueller, Miteigentümer von ChomChom Roller:

Project Zero gives us a great deal of confidence. It has proven to us that Amazon really cares about helping protect our brand and eliminate counterfeits.

Mit Project Zero setzt Amazon seine Arbeit für ein umfassend authentisches Angebot an Produkten fort. Allerdings werden die Effekte für Anbieter erst nach und nach in Erscheinung treten.

Denn bislang ist das Project Zero eine Invite Only-Initiative und auf die USA beschränkt. Nach Angaben von Amazon sollen demnächst aber mehr Marken Zugang erhalten. Diese müssen aber in Amazons Markenregistrierung verzeichnet sein. Mehr Informationen und einen Link zur Warteliste findet ihr hier.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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