E-Commerce

AliExpress in Europa: Große Marken weiterhin skeptisch

Die Alibaba Group hat ambitionierte Ziele für den europäischen Markt. Die dazugehörige Plattform AliExpress konnte bisher allerdings keine großen Marken für sich gewinnen.

AliExpress soll die neuste E-Commerce-Plattform in Europa werden. Große Marken sind noch skeptisch. Auf dem Bild sieht man einen Laptop und einen Mann, der davor sitzt und eine Kreditkarte in der Hand hat.

© Rupixen.com - Unsplash

Der chinesische Internet-Konzern Alibaba versucht weiterhin, mit der Tochterfirma AliExpress auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. Nachdem bereits kleinere Händler die Plattform nutzen, versucht das Unternehmen, nun auch große Marken in Europa von sich zu überzeugen. Bisher mit wenig Erfolg. Insider verrieten, dass große Konzerne wie Mango, Benetton und die spanische Mode-Gruppe Tendam AliExpress eine Absage erteilten. Das berichtete die Wirtschaftswoche.

Amazon bietet europäischen Marken bessere Konditionen

AliExpress überzeuge die angesprochenen Marken nicht, weil Amazon ihnen noch bessere Konditionen biete, verriet ein Insider weiter. Zusätzlich befinde sich der Marktplatz noch im Aufbau. Einen Vertrieb großer Marken über AliExpress würde es daher in naher Zukunft nicht geben, erklärten die Informanten. Das Mutterunternehmen, die Alibaba Group, ist das größte E-Commerce-Unternehmen in China. Der Konzern hat auch für Europa ambitionierte Ziele: Bis 2036 soll die Kundenzahl verdoppelt werden. Ganze zwei Milliarden Menschen müssten dafür die Plattform nutzen. Um das zu erreichen, muss der Markt in Europa drastisch wachsen.

AliExpress gibt es bereits in vielen europäischen Ländern

Die Plattform bietet den Nutzern bisher nur Ware von chinesischen Händlern an. Der Internet-Riese möchte daher auch europäische Marken überzeugen, ihre Ware über AliExpress zu vertreiben. Zwar gibt es AliExpress bereits in vielen Ländern in Europa, in der breiten Masse angekommen ist die Plattform allerdings noch nicht. Die Tageszeitung die Welt berichtet, dass die Alibaba Group vor allen Dingen Deutschland als Absatzmarkt im Visier hat. Der Konzern plane, das Mode-Unternehmen Zalando zu übernehmen, das hierzulande Amazons größter Konkurrent ist. Alibaba möchte in den kommenden fünf Jahren mehr als 13 Milliarden Euro in die weltweite Expansion investieren.

Der Internet-Riese ist dabei allerdings nicht das erste chinesische Unternehmen, das auf den europäischen Markt drängt. Der Digital-Konzern Tencent, zu dem die App WeChat gehört, plant 2020 mehr als zehn Milliarden US-Dollar in Europa zu investieren. Ob sich beide Unternehmen auf dem westlichen Absatzmarkt durchsetzten können, bleibt abzuwarten.

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