Affiliate Marketing

Affiliate-Marketing – Top oder Flop?

Schaut man auf die Entwicklung E-Commerce zu Affiliate könnte das Ergebnis noch besser sein. Anbieter Zanox jubiliert dennoch.

Eigentlich könnten die Rahmenbedingungen für einen rasanten Anstieg im Bereich Affiliate Marketing nicht besser sein. Der E-Commerce-Bereich boomt und der zusätzliche Verkaufskanal über internetfähige Mobilgeräte pusht die Zahlen zusätzlich in die Höhe. Trotzdem ist das Wachstum im Affiliate-Bereich auf den ersten Blick zwar nicht schlecht, auf den zweiten jedoch eher überschaubar. So betreiben laut ibusiness.de gerade einmal 3 Prozent der insgesamt rund 370 000 deutschen Onlineshops Affiliatemarketing – und das auch noch mit sinkendem Anteil. So werden 2012 nach Schätzungen des OVK und BVH von den durchschnittlichen 10 Prozent des Onlinewerbe-Etats gerade einmal 2,2 in Affiliate Marketing investiert. In den Jahren zuvor waren es immerhin noch gut 2,6 Prozent.

Das Affiliate-Netzwerk Zanox findet dennoch Grund zum Jubeln: „2011 ist sehr positiv verlaufen.“sagte Vorstandschef Philipp Justus jüngst dem Handelsblatt. So konnte die Springer-Tochter für 2011 einen Umsatzanstieg von 19,5 Prozent auf 439 Millionen Euro verzeichnen. So seinen in Deutschland über die Nutzung des Zanox-Netzwerks allein 2,7 Millionen Mode-Artikel und 200 000 Mobilfunk-Verträge verkauft worden. Dazu hat unter anderem hat auch der boomende Bereich der Tablet-PCs und Smartphones beigetragen. So bezeichnet Justus das iPad als einen „Motor für den mobilen Handel“, der nicht unerheblich zur Umsatzsteigerung über mobile Endgeräte von ganzen 313 Prozent beigetragen habe. Was hier so gigantisch klingt, wird jedoch durch die Tatsache relativiert, dass trotzdem nur zwei Millionen Transaktionen von weltweit 90 Millionen des Zanox-Netzwerkes über den Mobil-Bereich abgewickelt wurden.

Auch hier muss die Zahl also wieder in Relation zu den Gesamtzahlen gesetzt werden. Womit wir wieder bei der Frage sind, warum der Affiliate-Markt insgesamt doch eher zu stocken scheint. Ein Grund könnte unter anderem sein, dass sich viele kleinere Shops nicht an die riesigen Plattformen herantrauen, da sie sich mit dem unüberschaubaren Netzwerk aus Publishern nicht auskennen. Wobei es den großen Playern hier meist gar nicht anders geht. Gibt es doch rund 605.000 Affiliate-Anbieter, die wiederum hunderte Publisher unter sich vereinen. Wie unübersichtlich dieses Geschäft tatsächlich ist, zeigen auch die immer wiederkehrenden Affiliate-Betrug-Skandale. Schaut man sich im Netz ein wenig um, wird schon seit etwa 2006 immer wieder mehr oder minder schockiert auf die Möglichkeit des cookie-spreadings hingewiesen. Hinter diesem Begriff verbirgt sich nichts anderes, als dass unseriöse Publisher auf unlauteren Wegen die Browser ihrer Nutzer mit endlos vielen Cookies aufladen, die dann bei einem eventuell später stattfindenden Onlinekauf als Provisionsnachweis ausgelesen werden – wohlgemerkt, ohne dass das vom Werbenden gelieferte Werbematerial ausgeliefert sprich angezeigt wurde. Eine üble Abzocke der Werbetreibenden also, die man nach wie vor auch durch Zertifizierungen und den viel zitierten „Code of Conduct“ nicht in den Griff bekommt.

Trotz allem ist die Idee des Affiliate-Marketings sehr clever und auch wenn das Wachstum stärker sein könnte und die schwarzen Schafe den Ruf vermiesen, werden die Big Player sicher weiterhin ihren Platz am Markt finden.

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