Social Media Marketing

#AFBMC: 30 Instagram Hacks von 3 Experten für deinen Erfolg auf der Plattform

Auf der AFBMC haben drei Instagram-Experten 30 mitunter konträre Hacks für das Netzwerk preisgegeben, von denen sicher auch du profitierst.

3 Experten, 30 Tipps: unter diesem Motto kamen Torben Einicke, Geschäftsführer von F9, Stephan Eyl von Fanpage Karma und Peter Mestel, Head of Social Media bei User Centered Strategy GmbH, zusammen auf die Bühne auf der All Facebook Marketing Conference. Jeder konnte 10 Tipps aus eigenen Erfahrungswerten präsentieren, die sich teilweise zu widersprechen schienen, insgesamt aber ein solides Paket an Instagram-Hacks boten.

Torben Einicke, Geschäftsführer von F9: Die technischen Aspekte

Los ging es mit Torben Einicke. Seine Tipps bezogen sich vor allem um technische Aspekte von Instagram.

  1. Farbige Hintergründe: Um farbige Hintergründe zu erstellen, kann man einfach durch die Auswahl des Stift-Werkzeugs eine Farbe wählen und dann den Bildschirm gedrückt halten. Der Hintergrund erscheint jetzt in der gewünschten Farbe.
  2. Mehr Farben: Bei der Auswahl der Farben kann man die gewünschte Farbe gedrückt halten und eine ganze Farbpalette sehen und auswählen.
  3. 3D-Schriften: Um den Effekt einer 3D-Schrift zu erzielen, einfach 2 Mal den selben Text in unterschiedlichen Farben leicht versetzt übereinander legen.
  4. Mehr Reichweite: Es lassen sich bis zu 10 Hashtags in einer Story einbauen. Diese können auch so klein gezogen werden, dass man sie kaum oder gar nicht sieht. Dadurch erreicht man eine weit größere Reichweite.
  5. Instagram Live: Während eines Live-Videos kann man eine weitere Person zum Live-Stream einladen. Dadurch verdoppelt sich die Reichweite und der Inhalt scheint durch den Split-Screen interessanter.
  6. App: Hype Type: Mit dieser App lässt sich sehr leicht eine animierte Schrift erstellen. Außerdem kann man den eigenen Stories einen Soundtrack hinterlegen und Video und Text zurechtschneiden und bearbeiten.
  7. App: Cut Stories: Mit dieser nützlichen App lassen sich längere Videos bequem in 15-sekündige Stories schneiden, die man dann hintereinander als zusammenhängende Stories veröffentlichen kann.
  8. App: Snapchat: Snapchat lässt sich leicht mit Instagram verbinden und bietet viele weitere Filter und Gimmicks, die sich dadurch dann auch auf Instagram posten lassen.
  9. Analytics: Um die Zahlen der eigenen Stories und Postings genau analysieren zu können, empfehlen sich Business-Apps wie Snaplytics, Iconosquare oder Fanpage Karma. Durch die genaue Analyse lässt sich leicht erkennen, zu welcher Uhrzeit welcher Post am besten ankommt, um die größtmögliche Reichweite zu erzielen.
  10. Hardware: Die richtige Hardware lässt Instagram-Stories in neuem Licht erscheinen. Mit einem Gimble bekommt man immer eine ruhige Hand, mit der App Boomerang lassen sich tolle Effekte erzielen und natürlich gibt es noch viele weitere Spielereien, die es sich auszuprobieren lohnt.

Stephan Eyl, Fanpage Karma: Die analytischen Aspekte

Stephan Eyl von Fanpage Karma näherte sich dem Thema Instagram aus der analytischen Ecke. Als erstes machte er deutlich, dass Firmen keine Angst vor Instagram haben sollten. Die Interaktionen auf Instagram sind durchschnittlich eigentlich immer höher angesiedelt als die auf Facebook. So ist der Mittelwert der Interaktionen um ein Vielfaches höher als auf Facebook.

Salopp erklärte er, dass die beste Zeit, um einen Beitrag zu veröffentlichen um 19 Uhr sei. Das ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, denn es kommt immer auf die jeweilige Zielgruppe an. Es lohne sich sehr zu schauen, wann die Zielgruppe online sei (Schüler zum Beispiel am meisten zwischen 14 und 16 Uhr, Sportler eher in den Morgenstunden). Den Beitrag zur richtigen Zeit zu posten sei immens wichtig. Morgens haben amerikanische Bots am wenigsten zu tun. Es seien immer auch Bots unterwegs, die Instagram nach häufigen Hashtags absuchten und diese dann pushen würden. So habe ein Test-Beitrag von ihm morgens eine Minute nach Veröffentlichung schon 16 Likes gehabt, obwohl es noch nicht einmal angeschaut wurde.

Er erklärte weiterhin, wie man Instagram-User auf sich aufmerksam macht. Es gibt drei Möglichkeiten: bezahlte Kampagnen (Ads, Influencer), organische Reichweite (Kommentare, Beiträge, Likes) und natürlich Hashtags. Die Hashtags sind in drei Kategorien einzuteilen:

Massenhashtags: #fitness #horse #food

Nischenhashtags: #pushups #horseaddicts #nosugar

Community-Hashtags: #awesome #love #Friday

Massenhashtags sind für Bots, Nischenhashtags sind Hot und Community-Hashtags Schrott. Wieso sollte man deshalb von den 30 zur Verfügung stehenden Hashtags überhaupt welche für die Schrott-Hashtags verwenden?

Eine Liste an völlig nutzlosen Hashtags. © Max Blömer, OnlineMarketing.de

Die Top 10 Themen auf Instagram (damit verbunden haben diese die größte Community) sind folgende:

Die zehn beliebtesten Themen auf der visuellen Plattform. © Max Blömer, OnlineMarketing.de

Man solle nicht wahllos irgendwelche Hashtags benutzen, denn der sogenannte Shadowban sei real! (Siehe für eine Gegendarstellung die weiter unten kommenden Tipps von Peter Mestel). Der Shadowban richtet sich aber immer nur auf einen Beitrag, nicht auf ein Profil. Ob man gebannt wurde, lässt sich relativ leicht herausfinden: in jedem Beitrag mindestens einen Nischenhashtag nutzen und diesen Hashtag nach dem Posten dann auf Instagram suchen. Wenn der eigene Beitrag bei der Suche auftaucht, hat man alles richtig gemacht.

Doch wie vermeidet man den Shadowban?

  • Keine Bots nutzen
  • Nicht noch mehr Hashtags in den ersten Kommentar setzen (lieber wenige ausgewählte)
  • Weniger als 30 Hashtags nutzen
  • Nicht nur bedeutungslosen Massenhashtags benutzen
  • Die Tags variieren und nicht immer die selben nutzen
  • Massen- und Nischenhashtags sinnvoll kombinieren (in Deutschland bietet sich an die populären Massenhashtags ins deutsche zu übersetzen. Deutschland ist noch relativ nischig)
  • Nur Hashtags nutzen, die zum Thema passen

Peter Mestel, User Centered Strategy: Die psychologischen Aspekte

Von der psychologischen Seite kam als drittes Peter Mestel von der User Centered Strategy GmbH ins Spiel. Er stellte steile Thesen auf:

  1. Stop using Instagram: Instagram solle nicht mehr so genutzt werden wie im Jahr 2010. Instagram sei zu behandeln wie ein Messenger. Der User möchte darüber ins Gespräch kommen, die Bilder seien ein Kommunikationsmittel.
  2. Stop making Content: Content wird von den Usern gemacht, das brauchen Unternehmen nicht auch noch kopieren. Besser seien Co-Creation-Strategien, also letztendlich User den Content für sich machen zu lassen.
  3. Stop taking Pictures: Wie schon erwähnt, Bilder sind auf Instagram keine Fotografien mehr, sondern ein Kommunikationskanal, der dem Dialog dienen soll.
  4. Stop making Videos: Lange Videos (mit „lang“ sind Videos gemeint, die länger als ein paar Sekunden gehen) seien nicht sinnvoll. Der beliebteste und größte Videocontent sei Giphy. Kurze, knackige Videos, die ein bestimmtes Gefühl vermitteln.
  5. Stop sending Newsletters: Warum nicht einfach Instagram als Newsletter benutzen? Statt einen großen Mailverteiler aufzubauen, könne man auch versuchen, einen Newsletter als Instagram-Storie zu versenden.
  6. Stop counting: Zahlen sehen vielleicht gut aus, das war es aber auch schon. Egal wie viele Follower eine Firma habe, wenn die Follower nicht wertvoll sind, bringe das auch nichts. Das sind Metriken die keinen Einfluss aufs Geschäft haben.
  7. Stop cheating: Die Zeit, die man darauf verwendet, wie man den Instagram-Algorithmus austricksen kann, solle man lieber dafür nutzen, sinnvolle Beiträge zu posten. Der Algorithmus ist eh schlauer und ändert sich alle paar Wochen.
  8. Stop fighting Windmills: Es gibt keinen Shadowban (siehe oben bei den Tipps von Stephan Eyl)! Das, was als Shadowban bezeichnet wird, nennt sich Algorithmus. Ein Account mit schlechtem Inhalt hat nunmal eine schlechte Sichtbarkeit.
  9. Stop using Hashtags: Jeder Hashtag ist eine Community. Communities gibt es so lange wie es das Internet gibt. Deshalb lohnt es sich darüber nachzudenken, was der Community gefällt. Das beste Tool für gute Hashtags ist der eigene Kopf. Das Hirn sei sehr gut darin, Muster zu erkennen. Wenn man also nach einem Hashtag, das man eventuell benutzen möchte, selber sucht, erkennt man unter allen Beiträgen ein gewisses Muster (vielleicht haben die Posts zu dem Hashtag zum Beispiel alle eher die Farbe rot). Die passenden Hashtags, die zum eigenen Content passt, sollte man dann verwenden. Und bloß nicht mehr als 10.
  10. Macht einfach guten Content und „Never Stop“

Der Vortrag stand, wie anfangs erwähnt, unter dem Motto: 3 Experten, 3 Meinungen. So war es dann auch, denn die drei Meinungen gingen doch teilweise auseinander. Letztendlich konnte man aber doch sinnvolle und spannende Insights mitnehmen, die auf jeden Fall Inspiration lieferten und Stoff zum Nachdenken boten.

Über Max Blömer

Max Blömer

Studierte Medien- und Eventmanagement. Nach Ausflügen in die Veranstaltungs- und Verlagsbranche, ist er schließlich im Online Marketing angekommen. Seit Mitte 2017 ist er als Online Marketing Manager bei OnlineMarketing.de aktiv.

3 Gedanken zu „#AFBMC: 30 Instagram Hacks von 3 Experten für deinen Erfolg auf der Plattform

  1. Claudia

    Da sind tolle Tipps dabei. Danke für die gute Aufbereitung!
    @Max: Die ersten drei Tipps von Torben Einicke beziehen sich auf Instagram Stories, oder?

    Liebe Grüße
    Claudia

    Antworten
      1. Claudia

        Bei den weiteren Tipps habe ich es gesehen, allerdings fehlte mir die Info für die ersten drei Tipps. Da konnte ich es nur vermuten und wollte lieber sichergehen.

        Danke für die schnelle Antwort Tina! :)

        Liebe Grüße
        Claudia

        Antworten

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