Technologie

7 Dinge, die du jetzt über Location-based Services wissen solltest

Location-based Services bieten viel Potential, doch Unternehmen wissen nicht, wie sie es nutzen können. Diese sieben Punkte gilt es dabei zu beachten.

© Flickr / Gesa Henselmans, CC BY 2.0

Der Beacon-Hype ist abgeflaut. Google Nearby hat kurz aufgeflackert und irgendwie weiß keiner so richtig, ob das Thema nun erstmal wieder einschläft oder erst am Anfang steht. Gelbe Seiten hat in Zusammenarbeit mit Statista eine Nutzerstudie über Location-based Services durchgeführt. Hier einige essentielle Erkenntnisse aus dieser Studie.

1. Location-based Services ist kein Early-Adopter-Thema mehr.

Eine breite Schicht an Demografien hat in der Vergangenheit Location-based Services genutzt oder plant diese in der Zukunft zu nutzen. Es sind nicht mehr nur junge Menschen, die Location-based Services nutzen. Viel entscheidender als die Demografie der Nutzergruppe sind die unterschiedlichen Nutzungsszenarien.

2. Auf Reisen der größte Mehrwert.

Nicht überraschend. Dennoch hat die Studie noch einmal belegt, dass der größte Mehrwert von den Nutzern auf Reisen gesehen wird. Alles rund um Navigation und Information ist für den Nutzer spannend. Warum ist das so wichtig? Wir müssen uns vor Augen halten, dass Nutzer nicht nur Schnäppchenjäger sind. Manchmal sind Informationen viel wertvoller als Coupons oder besondere Angebote.

3. Beacons sind (noch) nicht erforderlich.

Ein Großteil der Nutzungsszenarien bei den Location-based Services lässt sich wunderbar mit „traditionellen“ Ortungsverfahren, wie Funkzelle, GPS oder WLAN abbilden. Wir müssen unsere Städte nicht mit Beacons versehen bevor Location-based Services abheben. Es reicht oft, wenn wir einen Geo Fence um einen Point of Interest legen.

4. Mehrwert bringt die Permissions.

Zwei Faktoren sind entscheidend dafür, dass die Nutzer ihren Standort freigeben. An erster Stelle ist der Mehrwert zu nennen. Und weil die Nutzer den Mehrwert in einer lokalisierten Anwendung sehen, sind sie bereit ihre Daten freizugeben. Viele sehen es zum Beispiel als Mehrwert informiert zu werden, sobald sie zu ihrem nächsten Termin losfahren müssen. Dafür sind sie bereit, sehr persönliche Daten freizugeben, z. B. exakt wo genau sie sind und was als nächstes in ihrem Kalender steht.

5. Marken sind im Vorteil.

Niemand hat Zeit oder Lust die AGBs durchzulesen. Deshalb setzen die Nutzer viel mehr auf die Marke und darauf, dass sie dieser Marke langjährig vertrauen. Das ist einer der Gründe, warum viele der neuen Location-based Start-ups Probleme haben, während Google und Facebook schon ganz erfolgreich unterwegs sind.

6. Die Unternehmen wollen investieren.

Es ist keinesfalls so, dass Unternehmen nicht investieren wollen. Sie verstehen die Bedeutung von Location-based Services zunehmend und sind bereit in den nächsten Jahren zu investieren. Es fehlt ihnen jedoch oft an dem Überblick, was sie hiermit konkret tun können.

7. Die Nutzer sind weiter als die Unternehmen.

Der Gedanke, dass Nutzer von den Unternehmen im Bereich Location-based Services angeleitet, dafür begeistert oder gar herangeführt werden müssen, ist ein Mythos. Wenn ein Case sie begeistert, sind sie dabei und geben bereitwillig ihre Lokalinformation preis.

Fazit

Was soll der Marketer jetzt damit anfangen? Er soll anfangen. Der Kontext wird im Marketing immer noch zu wenig beachtet. Der lokale Kontext ist unglaublich wertvoll und wichtig. Auf diesen kommt es an und gilt es zu nutzen.

Über Stephan Theiß und Dr. Jürgen Seitz

gelbeseiten.de/

Stephan Theiß ist Geschäftsführer der Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft und verantwortlich, die Markenbekanntheit und Digitalisierung, insbesondere im Bereich Mobile, weiter auszubauen. Vorher leitete er mehrere Jahre das Produktmanagement der 1&1 Internet AG und baute dort das Geschäftsfeld Mobile auf.
Prof. Dr. Jürgen Seitz ist Professor für Marketing, Medien und die Digitale Wirtschaft an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Davor war er für United Internet, Microsoft und WEB.DE tätig. Er forscht im Bereich Digital Marketing und engagiert sich für Start-ups.

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