Social Media Marketing

5 Wege, wie Facebook dein Nutzerverhalten trackt

Facebook hat im Anschluss an die Befragung vor dem Kongress einen erweiterten Antwortkatalog vorgelegt. Die Inhalte sind nicht neu, aber eine gute Erinnerung an das umfassende Tracking von Facebook.

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Zwei Monate sind vergangen, seit Marc Zuckerberg vor dem Kongress Rede und Antwort stehen musste. Die damalige Befragung hat das Netz gespalten. Einige sahen endlich die Zensur von Facebook gekommen, andere waren erschüttert ob der Unwissenheit der Fragesteller.

Antwortkatalog im Anschluss an die Befragung

Fakt ist, dass Zuckerberg nicht alle Fragen direkt beantworten konnte und einen umfangreichen Antwortkatalog versprach. Dieser liegt nun seit ein paar Tagen vor und ist 500 Seiten dick. Die Antworten überraschen nicht wirklich, stellen sie nur noch einmal dar, wo und wie Facebook seine Nutzer trackt und auswertet.

#1 Facebook Pixel

Jeder, der schon einmal Werbung auf Facebook geschaltet hat, kennt ihn: den Facebook Pixel, auch als Tag bekannt. Wer noch keine Werbung geschaltet hat, hat aber mit Sicherheit schon einmal von ihm gehört. Der Pixel ermöglicht Facebook zu verfolgen, was ein Nutzer tut, nachdem er auf eine Werbeanzeige geklickt hat. Für Werbetreibende ist dies sehr interessant, da sie so die Wirksamkeit ihrer Werbung bewerten können. Der Nutzer merkt im ersten Schritt gar nicht, was mit ihm passiert. Durch den Pixel wird sein Verhalten aber nachvollziehbar und im nächsten Schritt auch vorhersagbar.

Zur Verteidigung von Facebook sei gesagt, dass viele Unternehmen solche Pixel nutzen.

#2 Facebook analysiert deine Mausbewegungen

Das Unternehmen analysiert dein Verhalten, während du auf der Plattform surfst. Dabei werden verschiedene Dinge geprüft. Facebook untersucht beispielsweise, ob du aktiv auf Facebook bist oder es nur im Hintergrund laufen hast. Wenn du es aktiv nutzt, werden unter anderem deine Mausbewegungen analysiert. Aus diesen kann das Unternehmen schließen, ob du ein Mensch oder ein Bot bist.

#3 Facebook kennt deine Käufe

Facebook kennt deine Kaufgewohnheiten, auch wenn du ausgeloggt und nicht über eine Facebook Anzeige auf die Kaufseite gekommen bist. Dasselbe gilt für Spiele, die du in deinem Browser spielst. Dieser Punkt ist zumindest ungewöhnlich, wenn auch nicht wirklich überraschend. Es ist ja kein Zufall, dass du immer Werbung von den Produkten bekommst, die du dir vorher irgendwo online angesehen hast.

#4 Facebook hat Zugriff auf dein Adressbuch und deine Anrufe

Keine Sorge, diese Aussage gilt nicht pauschal (jedenfalls soweit bekannt). Sie trifft nur auf Personen zu, die eines ihrer Geräte mit Facebook synchronisiert haben. So erhält Facebook Zugriff auf das Adressbuch. Natürlich nur, um dir noch mehr Freunde vorzuschlagen. Mit diesem Zugriff hat Facebook zumindest bei Android-Nutzern aber gleichzeitig auch Zugang zum Anrufverzeichnis.

#5 Facebook kennt dein Gerät und dein Netzwerk

Wenn du Facebook nutzt, analysiert das Unternehmen, welches Gerät du dafür verwendest. Sie speichern das Gerät, dein Betriebssystem, deinen Standort, deinen Akku-Status, die Namen der Apps, Plugins und Services die du installiert hast und deine Wifi-Stärke. Über dein Netzwerk können sie auch andere angeschlossene Geräte erkennen und Informationen über sie sammeln.

Immerhin hat Facebook im gleichen Zuge schriftlich erklärt, dass weder Mikrofon noch Kamera des benutzten Gerätes unerlaubt von der Plattform verwendet werden.

Über Stephan Hütter

Stephan Hütter

Stephan Hütter ist ein Kind des Ruhrgebiets. Als gelernter Sportökonom schreibt er viel über Sport. Dabei hat es ihm vor allem das Sportsponsoring und dessen Einbindung in den Sales Funnel angetan. Seit seiner Selbstständigkeit beschäftigt er sich zudem mit dem Thema digitaler Lifestyle und den damit verbundenen neuen Karrieremöglichkeiten. Seit 2018 schreibt er für OnlineMarketing.de

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