Social Media Marketing

100 Millionen Artikel Erfahrung: Wie Content richtig durchstartet

Die wohl bisher größte Auswertung im Content und Social Media Marketing: 100 Millionen Artikel zeigen, wie ihr mit eurem Content erfolgreich seid.

© fergregory - Fotolia.com

Die Auswertung schlechthin: 100 Millionen mal Content

Mit rund 100 Millionen ausgewerteten Artikeln liefert eine aktuelle Studie zum Teil neue Erkenntnisse darüber, wie Content sein muss, damit er viral durchstartet, zum Teil werden aber auch alte Kenntnisse bestätigt oder widerlegt. Dass eine derart umfassende Auswertung erst jetzt kommt, ist dabei schon fast verwunderlich.

Seit es Social Media Marketing gibt und dieses zusätzlich durch den Begriff des Content Marketing befeuert wurde, haben sich schon viele Artikel mit der einen, alles entscheidenden Frage beschäftigt: Wie schaffe ich es als Marketer, dass mein Content so richtig abgeht? Bereits umfassend hat OnlineMarketing.de dazu über die Wichtigkeit der richtigen Länge von Tweets, Facebook Posts, Blogartikeln und anderen Content Formen berichtet. Doch nicht nur die zählt. Glaubt man einer Studie von Ripenn, über die OnlineMarketing.de ebenfalls ausführlich berichtete, kommt es auch auf die richtige Wortwahl in Überschriften an – je individueller, Hilfe versprechender und konkreter, desto besser! Doch welche Erkenntnisse liefert die neue Studie?

Fragen und Antworten: Worauf es bei der Content-Erstellung ankommt

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie, was Content viral macht – die Inhalte sich besser in sozialen Netzwerken verbreiten -, sind folgend zusammengefasst.

1. Länge läuft – je länger, besto besser.

Die erste wichtige Erkenntnis ist ganz einfach: Je länger und umfangreicher ein Post ist, desto häufiger wird er tendenziell auch geteilt – in allen wichtigen sozialen Netzwerken. Klar, dass es hier aber auch immer die Qualität stimmen muss.

Quelle: HuffingtonPost

Quelle: HuffingtonPost

2. Bilder für Shares

Auch das Statement bei der Frage nach der Wichtigkeit der Integration von Bildern ist ganz klar: Die analysierten Artikel erlangten mehr als doppelt so viele Shares auf Facebook, wenn sie mindestens eins, am besten aber auch mehrere Bilder enthielten. Die Erkenntnis gilt analog übrigens auch für Twitter.

Quelle: HuffingtonPost

Quelle: HuffingtonPost

3. Menschen unterhalten – mit Emotionen!

Die wohl wichtigste Erkenntnis der Studie ist der Einfluss des Erfolgs von Emotionen auf die Viralität von Content: Welche Emotionen muss Content beim Leser auslösen, damit er diesen gerne teilt? Eine tolle Übersicht dazu liefert diese Grafik:Content Emotions

4. Listen & Infografiken gehen immer

Wer sich schon mal die Frage gestellt hat, warum eigentlich so viele Blogs, Nachrichtenportale und andere Content-Plattformen so sehr auf Listen und Infografiken setzen, der bekommt hier eine ganz einfache Antwort: Nichts anderes teilen Nutzer öfter als Content in Form von Listen und Infografiken (dazu interessant: Einige Inspirationen, wie man Content cool aufbereiten kann).

Quelle: HuffingtonPost

Quelle: HuffingtonPost

5. Die Zahl, die immer geht: 10

Wer noch nach der richtigen Anzahl für seine Punkte auf den Listen sucht, dem wird ebenfalls geholfen: Listen, die genau zehn Punkte haben, werden von Nutzern mit Abstand am liebsten geteilt. Klar, dass damit auch eine Korrelation mit der Länge des Posts (siehe Punkt 1) einhergeht.

6. Authentische Inhalte bevorzugt

Ebenfalls enorm wichtig für die Viralität von Content ist die Authentizität: Nicht umsonst setzen so viele Website mittlerweile darauf, nicht nur den Autoren zu nennen, sondern gleich auch noch ein Bild und die Biografie mitzuliefern. Glaubt man der Studie, wirkt sich das signifikant positiv auf die Anzahl der Shares aus.

7. Leute ansprechen, die wichtig sind – und gerne teilen

Ein ganz einfacher Trick für mehr soziales Engagement für einen bestimmten Artikel ist das gezielte Seeding: Wer selbst nicht über tausende Fans oder Follower verfügt, hat aber vielleicht einen dabei, der genau das tut – einfach mal um einen Retweet oder einen Share bitten, schadet da sicherlich nicht.

8. Wiederholungen – verpönt, aber erfolgreich

Ebenfalls fast schon trivial, ja sogar von einigen geradezu verpönt, aber dennoch höchst effektiv, ist das wiederholte Posten von Content: Montag der erste, Mittwoch der zweite, Freitag der dritte und in der nächsten Woche vielleicht auch noch mal zwei, drei Tweets oder Postings auf Facebook zu ein und demselben Content, können wahre Wunder auf die Zahl der Shares wirken… Der Einfluss auf die Laune der Nutzer, fragt der Kritiker zu Recht – leider nicht bekannt.

9. Das Wochenende vermeiden

Auch wer noch die Frage nach dem idealen Wochentag unbeantwortet sieht, erhält in der Studie eine Antwort: Fast immer, gerade bei den vor allem privat genutzt Netzwerken, ist der Dienstag der beste Tag der Woche für Shares und das Wochenende gilt es bitte zu vermeiden.

10. Den ständigen Wandel begreifen

Ganz am Ende noch eine wichtige Anmerkung zur Studie: Kaum ein Business wandelt sich derzeit vermutlich so schnell wie der Bereich Digital. Was heute top ist, kann schon in einer Woche wieder flop sein. Ebenfalls wichtig ist die starke Abhängigkeit der Zahlen von diversen internen Faktoren – welchen Mehrwert bietet mein Unternehmen, wie generiere ich meine Umsätze, wer sind meine Follower und Fans und sind das überhaupt auch meine Kunden?

Quelle: BuzzSumo via Huffington Post

Wie sieht euer Rezept für guten Content aus? Was, wie und wo verbreitet ihr am liebsten? Und wie steht es mit dem Teilen?

Über Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe

Fokusthemen auf OnlineMarketing.de: CRM, (Web) Analytics & E-Mail Marketing. Studium: B. A. in Business Administration, M. Sc. in E-Commerce. Mitglied der Digital Analytics Association Germany. Schnittstelle zwischen Marketing & IT mit einem Herz für Analytics. Derzeit tätig im Digital Push Marketing bei OTTO (GmbH & Co KG). Vorher im Solution Consulting der netnomics GmbH.

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