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Mobile Marketing
Nutzung von E-Commerce Apps während Lockdown weltweit um 25 Prozent gestiegen
© AppsFlyer

Nutzung von E-Commerce Apps während Lockdown weltweit um 25 Prozent gestiegen

Niklas Lewanczik | 16.09.20

Der aktuelle Bericht zum "State of Shopping App Marketing" von AppsFlyer offenbart, dass die Nachfrage nach E-Commerce Apps in diesem Jahr deutlich gestiegen ist - ebenso wie der User Spend.

Nicht nur die wichtigsten Trends zu Einkaufsmustern und zum Einkaufsverhalten auf der ganzen Welt werden in AppsFlyers neuem Report „The State of Shopping App Marketing für das Jahr 2020“ vorgestellt. Auch eine Übersicht über das starke Wachstum von E-Commerce Apps und die hohen Ausgaben der User liefert der Bericht, wobei konkrete Grafiken große Potentiale und verpasste Chancen für Retailer illustrieren. Darüber hinaus prognostiziert der Report ein starkes Weihnachtsgeschäft für den E-Commerce.

25 Prozent mehr installierte E-Commerce Apps: Riesige Chancen für Marken

Die Coronapandemie hat dafür gesorgt, dass die In-App-Shopping-Aktivitäten der User immer weiter steigen. Die Zahl der installierten E-Commerce Apps ist um 25 Prozent gestiegen, wie aus dem neuen Bericht von AppsFlyer hervorgeht. Menschen sind auf der Suche nach Optionen, um ohne Infektionsrisiko und möglichst reibungslos einkaufen zu können. Für Marketer eröffnet das Möglichkeiten, um potentielle Käufer auf ihrer digitalen Journey anzusprechen; beispielsweise mit einer App. Diese Apps sollten auch das persönliche Einkaufserlebnis im stationären Geschäft imitieren können, da immer mehr Menschen digital shoppen, geben die Macher der Studie an.

Die Chancen für Brands und Marketers sind gewaltig: Wir befinden uns schon länger in der Transformation des Handels hin zum Mobile Commerce, mit dem weltweiten Lockdown hat diese Entwicklung zusätzlich an Fahrt aufgenommen,

erklärt Ben Jeger, Managing Director, Central Europe bei AppsFlyer.

Ben Jeger, AppsFlyer
Ben Jeger, AppsFlyer, © frische FISCHE

Wenn man bedenkt, dass zahlreiche Nutzer in den letzten Monaten erstmals digital eingekauft haben und Apps ihrer Lieblingsmarken installiert haben, wird deutlich, welch Potenzial im App Business für das Weihnachtsgeschäft steckt, zumal angesichts des Infektionsgeschehens der Bedarf nach Alternativen zu stationären Geschäften auch im Herbst groß sein wird.

Die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland und EMEA im Überblick

Der Report liefert ausführliche Analysen von Datentrends aus verschiedenen Märkten, die für Marketer bei ihren strategischen Entscheidungen von Interesse sein können. Dabei lassen sich auch Entwicklungen in Europa und konkret in Deutschland ablesen. Über 700 Apps und mehr als acht Milliarden Retargeting Conversions standen für die Erkenntnisse als Daten zur Verfügung.

So stieg die Nachfrage nach E-Commerce-Applikationen im EMEA-Raum während des Covid-19-Lockdowns sprunghaft: Zwischen Februar und Mai 2020 wurde ein Anstieg der nichtorganischen Installs um 56 Prozent verzeichnet.

Anstieg der nicht-organischen Installs im Frühjahr 2020 im EMEA-Raum
Anstieg der nicht-organischen Installs im Frühjahr 2020 im EMEA-Raum (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © AppsFlyer

Außerdem konnte zwischen März und April 2020 allein ein 35-prozentiger Zuwachs an Installationen für E-Commerce Apps gemessen werden. Die vermehrte Nutzung von Apps für den Online-Einkauf spiegelt sich auch in den Ausgaben wider. Immerhin konnten Verbraucher auf Ressourcen zurückgreifen, die womöglich für Urlaube oder kulturelle Events eingeplant waren, die 2020 nicht stattfinden konnten. So stieg der ARPU (Average Revenue per User) von Retail Apps von November 2019 bis April 2020 in Europa um 36 Prozent.

Investitionen in Apps treiben Conversions von Retail-Marken an

Die Daten von AppsFlyer zeigen einen um 30 Prozent höheren Anteil kaufender User bei Apps von Retail-Marken mit stationären Ladengeschäften im Vergleich zu reinen E-Commerce-Anbietern. Demnach konnten traditionelle Marken, die in Apps und In-App-Marketing investieren, ihren Online-Handel bewusst stärken.

Mehr kaufende User bei Marken mit Offline Stores
Mehr kaufende User bei Marken mit Offline Stores (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © AppsFlyer

Insgesamt verzeichnen aber diverse Retail Apps steigende durchschnittliche Käufe pro User. Die Verbraucher gewöhnen sich mehr und mehr ans Online Shopping, sodass auch die E-Commerce Apps ihre Effektivität für Marken beweisen können.

Der Spitzenwert für durchschnittliche Anzahl der Käufe pro User betrug für Deutschland im März dieses Jahres 3,23. Letztlich war der durchschnittliche Wert in Retail Apps in allen Lockdown-Monaten (März bis Mai) höher als im Shopping-Monat November 2019, wo er 3,17 betrug. Dieser starke Trend zum Online-Kauf wird vor allem im Vergleich zum Sommer des Vorjahres besonders deutlich, im Juli 2019 etwa lag der Wert im EMEA-Raum nur bei knapp über zwei Käufen pro User. Interessant ist für Marketer, die sich die diese positiven Entwicklungen zunutzen machen möchten, dass User von Android- oder iOS-Geräten unterschiedlich zu handeln scheinen. Immerhin ist der ARPU (Average Revenue per User) bei iOS 57 Prozent höher als bei Android, wie der Bericht zeigt. Für den Shopping-Herbst und insbesondere das Weihnachtsgeschäft erwarten die Experten von AppsFlyer neue Top-Werte für Retailer und App-Anbieter.

Da die In-App-Shopping-Aktivitäten während der Covid-19-Pandemie im zweiten Quartal sprunghaft angestiegen sind und sogar den Rush im vierten Quartal 2019 übertroffen haben, können wir davon ausgehen, dass die Shopping-Saison im Herbst 2020 Rekorde brechen wird,

kommentiert Ben Jeger. Shopping App Marketer sollten sich darauf vorbereiten und schon jetzt potentielle Kunden in ihre Apps locken. Denn die Akquisekosten für App User dürften nur steigen, je näher wir dem Weihnachstgeschäft kommen. Außerdem wird im Bericht vorgeschlagen, bei der Bewerbung des eigenen Angebots kreativ zu werden. Möglichst viele Ad Creatives können Vorteile liefern, genauso verhält es sich mit positiv konnotierten Aktionen wie eine prozentualen Spende der Retailer an NGOs. Schließlich weist AppsFlyer darauf hin, dass die Anbieter von E-Commerce Apps vor allem auch auf die richtigen Metriken setzen sollten, um den Erfolg der Kampagnen oder der Apps selbst zu bemessen. Die relevantesten Werte bleiben wohl auch im Herbst und Winter 2020 App Engagement und der User Spend.

Der gesamte Report „State of Shopping App Marketing, Ausgabe 2020“ ist bei AppsFlyer auf der Website verfügbar.

Methodik

„The State of Shopping App Marketing, Ausgabe 2020“ von AppsFlyer ist ein anonymes Aggregat aus proprietären globalen Daten von 2,3 Milliarden nicht-organischen App-Installationen von über 1.800 Apps, 14 Milliarden Retargeting Conversions und 390 Milliarden Sessions. Davon entfielen 1,2 Milliarden nicht-organische Installationen in 700 Apps, 8,1 Milliarden Retargeting Conversions und 34 Milliarden Sessions auf den EMEA-Markt.

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