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Kurz erwähnt: Internationaler Urheberrechtsschutz
© Cristina Gottardi - Unsplash

Kurz erwähnt: Internationaler Urheberrechtsschutz

Niklas Lewanczik | 09.09.20

Am 9. September 1886 unterzeichneten zehn Staaten (darunter auch Deutschland beziehungsweise das Deutsche Kaiserreich) die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst. Diese Übereinkunft erwies sich als maßgeblicher Schritt für die Kulturszene, da erstmals ein staatenübergreifender Urheberrechtsschutz beispielsweise für Autoren eingeführt wurde. Der große französische Schriftsteller Victor Hugo war eine Inspiration für die Ausarbeitung des Vertrags. Vor Inkrafttreten der Übereinkunft am 5. Dezember 1887 konnten Werke, die in einem Land unter einem Urheberrechtsschutz standen, in einem anderen Land frei verbreitet werden. Die Übereinkunft sah auch vor, dass der Schutz für Werke eines Urhebers mindestens 50 Jahre nach seinem Tod (post mortem auctoris) gewährleistet wird. In der EU wurde diese Dauer auf 70 Jahre ausgeweitet. Ein bekanntes Beispielwerk, das erst 70 Jahre nach dem Tod des Autors wieder veröffentlicht wurde, ist die kommentierte und kritische Fassung von Adolf Hitlers Mein Kampf. In Deutschland gilt heute das Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte, für das die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst jedoch eine wichtige Rolle spielte.

Am 9. September 1886 unterzeichneten zehn Staaten (darunter auch Deutschland beziehungsweise das Deutsche Kaiserreich) die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst. Diese Übereinkunft erwies sich als maßgeblicher Schritt für die Kulturszene, da erstmals ein staatenübergreifender Urheberrechtsschutz beispielsweise für Autoren eingeführt wurde. Der große französische Schriftsteller Victor Hugo war eine Inspiration für die Ausarbeitung des Vertrags. Vor Inkrafttreten der Übereinkunft am 5. Dezember 1887 konnten Werke, die in einem Land unter einem Urheberrechtsschutz standen, in einem anderen Land frei verbreitet werden. Die Übereinkunft sah auch vor, dass der Schutz für Werke eines Urhebers mindestens 50 Jahre nach seinem Tod (post mortem auctoris) gewährleistet wird. In der EU wurde diese Dauer auf 70 Jahre ausgeweitet. Ein bekanntes Beispielwerk, das erst 70 Jahre nach dem Tod des Autors wieder veröffentlicht wurde, ist die kommentierte und kritische Fassung von Adolf Hitlers Mein Kampf. In Deutschland gilt heute das Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte, für das die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst jedoch eine wichtige Rolle spielte.

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