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Kurz erwähnt: Heute vor 438 Jahren war – gar nichts
© Waldemar Brandt - Unsplash

Kurz erwähnt: Heute vor 438 Jahren war – gar nichts

Niklas Lewanczik | 06.10.20

Der 6. Oktober 1582 hat nie existiert. Wie kann das sein? Einen Tag muss es vor genau 438 Jahren natürlich gegeben haben. Aber der Vatikan strich unter Papst Gregor XIII. in allen katholisch geprägten Ländern ganze zehn Tage aus dem Kalender. Denn die kalendarische Zeitrechnung war zu dieser Zeit noch nicht einheitlich. Der Wechsel vom Julianischen auf den Gregorianischen Kalender – den wir noch heute nutzen – erforderte eine Anpassung. So folgte auf den 4. Oktober 1582 der 15. Oktober. Der Grund für die Ungleichheit der Kalender: Nach dem Julianischen Kalender war ein Jahr rund elf Minuten länger als ein Sonnenjahr. Bei einigen hundert Jahren ergaben sich zehn Tage, die das Jahr nach diesem alten Kalender im 16. Jahrhundert länger war als beim Gregorianischen Kalender. Länder wie Griechenland (1923) oder Russland (1918) stellten ihre Zeitrechnung erst spät auf den Gregorianischen Kalender um – und „verloren“ damit 13 Tage. Auch der Gregorianische Kalender stimmt nicht genau mit einem Sonnenjahr überein. Aber bei diesem kommt erst nach über 3.000 Jahren ein Tag hinzu. Die Wissenssendung Galileo erklärt das Phänomen kurz und bündig in der Mediathek.

Der 6. Oktober 1582 hat nie existiert. Wie kann das sein? Einen Tag muss es vor genau 438 Jahren natürlich gegeben haben. Aber der Vatikan strich unter Papst Gregor XIII. in allen katholisch geprägten Ländern ganze zehn Tage aus dem Kalender. Denn die kalendarische Zeitrechnung war zu dieser Zeit noch nicht einheitlich. Der Wechsel vom Julianischen auf den Gregorianischen Kalender – den wir noch heute nutzen – erforderte eine Anpassung. So folgte auf den 4. Oktober 1582 der 15. Oktober. Der Grund für die Ungleichheit der Kalender: Nach dem Julianischen Kalender war ein Jahr rund elf Minuten länger als ein Sonnenjahr. Bei einigen hundert Jahren ergaben sich zehn Tage, die das Jahr nach diesem alten Kalender im 16. Jahrhundert länger war als beim Gregorianischen Kalender. Länder wie Griechenland (1923) oder Russland (1918) stellten ihre Zeitrechnung erst spät auf den Gregorianischen Kalender um – und „verloren“ damit 13 Tage. Auch der Gregorianische Kalender stimmt nicht genau mit einem Sonnenjahr überein. Aber bei diesem kommt erst nach über 3.000 Jahren ein Tag hinzu. Die Wissenssendung Galileo erklärt das Phänomen kurz und bündig in der Mediathek.