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Kurz erwähnt: Gemischte Gefühle zum Wiederbeginn der Bundesliga
© Marvin Ronsdorf - Unsplash

Kurz erwähnt: Gemischte Gefühle zum Wiederbeginn der Bundesliga

Niklas Lewanczik | 11.05.20

Am 16. Mai, also schon am kommenden Wochenende, soll die Bundesliga als einzige große Profifußballliga in Europa wieder starten. Eigentlich hätte an diesem Datum der 34. und letzte Spieltag der Saison stattfinden sollen, vielleicht wären Meisterschaft und Abstieg schon besiegelt gewesen, vielleicht hätte es ein Herzschlagfinale gegeben. Alles Spekulation, denn aufgrund der Coronakrise sind erst 25 Spieltage absoviert. Jetzt soll es trotzdem weitergehen, Bund und Länder halten es für „vertretbar“. Aber während sich viele Fußballfans danach sehnen, wieder ihren Sport, wenn nicht live, dann zumindest im TV oder per Stream verfolgen zu können, stellen sich selbst diese in großer Zahl gegen das Vorhaben. Als „blanker Hohn gegenüber dem Rest der Gesellschaft“ wird der Plan von der Fanszene deutscher Vereine bezeichnet. Natürlich würden sich viele Spieler freuen, wieder auf dem Rasen zu sein – aber längst nicht alle. Natürlich würden die meisten Fans sich trotz der Geisterstimmung die Spiele angucken. Natürlich möchten Vereine und Verbände zur Normalität zurückkehren und die Verluste minimieren. Aber wo für die Bundesliga eine Chance besteht – die französische Ligue 1 oder die niederländische Eredivisie sind vorzeitig beendet worden –, lauert auch das Risiko eines immensen Image-Verlusts; und das ist noch das Geringste. Denn welcher Gefahr das Personal und die ganze Branche, wenn nicht sogar noch mehr Menschen damit ausgesetzt werden, ist kaum absehbar. Warnungen gibt es genug. Nachdem das Champions-League-Spiel zwischen Atalanta Bergamo und dem FC Valencia im Februar als massiver Katalysator für die Ausbreitung des Virus gewirkt haben könnte, scheint ein Spielbetrieb, auch ohne Fans, noch immer irrwitzig. Die jüngsten Neu-Infektionen und die Quarantäneverordnung bei Zweitligist Dynamo Dresden werfen aber noch eine Frage auf: Wie sieht der Spielplan aus, wenn nach und nach diverse Mannschaften unter Quarantäne stehen? Denn einer der Dynamo-Profis war fünfmal negativ getestet worden, dann positiv. Infiziert war er vermutlich aber schon vor dem positiven Test.

Am 16. Mai, also schon am kommenden Wochenende, soll die Bundesliga als einzige große Profifußballliga in Europa wieder starten. Eigentlich hätte an diesem Datum der 34. und letzte Spieltag der Saison stattfinden sollen, vielleicht wären Meisterschaft und Abstieg schon besiegelt gewesen, vielleicht hätte es ein Herzschlagfinale gegeben. Alles Spekulation, denn aufgrund der Coronakrise sind erst 25 Spieltage absoviert. Jetzt soll es trotzdem weitergehen, Bund und Länder halten es für „vertretbar“. Aber während sich viele Fußballfans danach sehnen, wieder ihren Sport, wenn nicht live, dann zumindest im TV oder per Stream verfolgen zu können, stellen sich selbst diese in großer Zahl gegen das Vorhaben. Als „blanker Hohn gegenüber dem Rest der Gesellschaft“ wird der Plan von der Fanszene deutscher Vereine bezeichnet. Natürlich würden sich viele Spieler freuen, wieder auf dem Rasen zu sein – aber längst nicht alle. Natürlich würden die meisten Fans sich trotz der Geisterstimmung die Spiele angucken. Natürlich möchten Vereine und Verbände zur Normalität zurückkehren und die Verluste minimieren. Aber wo für die Bundesliga eine Chance besteht – die französische Ligue 1 oder die niederländische Eredivisie sind vorzeitig beendet worden –, lauert auch das Risiko eines immensen Image-Verlusts; und das ist noch das Geringste. Denn welcher Gefahr das Personal und die ganze Branche, wenn nicht sogar noch mehr Menschen damit ausgesetzt werden, ist kaum absehbar. Warnungen gibt es genug. Nachdem das Champions-League-Spiel zwischen Atalanta Bergamo und dem FC Valencia im Februar als massiver Katalysator für die Ausbreitung des Virus gewirkt haben könnte, scheint ein Spielbetrieb, auch ohne Fans, noch immer irrwitzig. Die jüngsten Neu-Infektionen und die Quarantäneverordnung bei Zweitligist Dynamo Dresden werfen aber noch eine Frage auf: Wie sieht der Spielplan aus, wenn nach und nach diverse Mannschaften unter Quarantäne stehen? Denn einer der Dynamo-Profis war fünfmal negativ getestet worden, dann positiv. Infiziert war er vermutlich aber schon vor dem positiven Test.

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