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Karriere Tipps
Krankmeldung wird ab nächstem Jahr automatisch an Arbeitgeber:in übermittelt

Krankmeldung wird ab nächstem Jahr automatisch an Arbeitgeber:in übermittelt

Selina Beck | 21.11.22

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf Papier gehört bald der Vergangenheit an. Ab 2023 wird die Krankmeldung digitalisiert.

Schnupfen, Husten und sich dann angeschlagen zu den Ärzt:innen schleppen für die Krankmeldung für die Arbeitsstelle – das ist für viele Berufstätige eine nervige Angelegenheit. Nächstes Jahr soll die Krankmeldung vereinfacht und digitalisiert werden.

So wird die Krankmeldung ab 2023 ablaufen

Seit diesem Jahr werden bereits die Daten des gelben Scheins elektronisch und automatisch an die Krankenkassen übermittelt. Ab Januar 2023 wird dann auch die elektronische Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) an die Arbeitgeber:innen zum Normalfall. Dadurch soll die Digitalisierung vorangetrieben und der bürokratische Aufwand vermindert werden.

Auch für die Arbeitnehmer:innen ist dies eine große Entlastung, da niemand mehr krank zu seiner Arbeitsstelle fahren muss oder die Krankmeldung postalisch an die Firma verschicken muss. Doch auch Arbeitgeber:innen profitieren von der Neuerung, denn sie bekommen die AU dadurch pünktlich.

Alle Krankenkassen und Firmen sind zur Neuerung verpflichtet

Die Teilnahme an der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ist für alle Krankenkassen und Arbeitgeber:innen Pflicht. Zunächst wollen die Krankenkassen jedoch – zusätzlich zur elektronischen Übermittlung – noch die klassische AU an die Erkrankten aushändigen. Falls bei der Übermittlung anfangs Probleme bestehen, haben Angestellte so einen Beweis ihrer Krankmeldung.

Außerdem werden die Daten natürlich nur stark verschlüsselt versendet. Krankenhäuser sind ebenfalls in den Prozess eingebunden.

Ein regelmäßiger oder genereller Abruf der Krankmeldungsdaten durch Arbeitgeber:innen ist nicht erlaubt. Die AU-Bescheinigungen können nur individuell für die:den jeweilige:n Arbeitnehmer:in angefordert werden.

Eine Befragung der Krankenkasse AOK zeigt, dass Mitarbeiter:innen in sozial geführten Unternehmen seltener krank und zufriedener sind. Mehr Infos dazu findest du in unserem Artikel zum Thema. Weniger Krankheitstage gibt es zudem bei Arbeitnehmer:innen, die auch im Home Office arbeiten.


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