Wenn der Job Bauchschmerzen verursacht, ändere den Blickwinkel

Unglücklich im Job? Diese Tipps helfen dir, ihn besser zu ertragen.

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„Einfach nur raus hier!“ Wer für sich den falschen Job gefunden hat, dem kommt dieser Satz schmerzlich bekannt vor. Doch, sind wir ehrlich: nicht immer ist es so einfach. Natürlich kann es die erste Wahl sein, seinen Arbeitgeber zu wechseln, wenn die Unzufriedenheit wächst. Doch gerade wem Ebbe auf dem Konto droht, wem noch der Mumm fehlt, wer Verpflichtungen, laufende Hypotheken und Kredite hat, kann sich dieser Möglichkeit nicht so einfach bedienen. Ganz davon abgesehen, dass der Arbeitsmarkt für so Manchen erdrückend eng geschnürt ist. Das bedeutet aber nicht, dass du deinem Schicksal und den Bauchschmerzen am Morgen, auf dem Weg zur Arbeit, hilflos ausgeliefert bist. Mit ein bisschen Bewegung, ein bisschen Drehen und Wenden, verändert sich dein Blickwinkel und du findest Bedeutung in deinem Job.

Lebe nicht, um zu arbeiten

Ja, Arbeit sollte Spaß bringen. Tut sie dies aber gerade nicht, gibt es noch eine Menge andere Dinge im Leben, die Freude bereiten können. Freunde, Familie, Hobbies – all das gibt dem Leben einen schönen Sinn. Und wo wir gerade dabei sind: Sinn ist es, den du auch in der Arbeit die du nicht leiden kannst finden solltest. Dazu reicht es schon, wenn du dir die Frage stellst, wozu du eigentlich jeden Tag ins Büro gehst. Möchtest du dir und deiner Familie mit dem Geld einen schönen Urlaub gönnen? Brauchen die Kinder wieder neue Kleidung oder ist die letzte Tierarztrechnung für deinen treuen Hund etwas höher ausgefallen, als gedacht? All das sind Dinge, für die es sich zu arbeiten lohnt. Und wenn aus „weil ich arbeiten muss“ ein „weil ich auf etwas hinarbeite“ wird, dann wiegt die Last auf den Schultern auch in einem Job den du hasst nicht gleich mehrere Tonnen.

Spiele mit persönlichen Stärken

Bietet der Job dir keine Möglichkeiten um glücklich zu werden, dann biete dem Job eine Möglichkeit, dich glücklich zu machen. Wie das geht? Ganz einfach: Statt zu erwarten, dass dein Job etwas aus dir herausholt – zum Beispiel berufliche Weiterentwicklung – nutze deine vorhandenen, persönlichen Stärken und setze sie ein, um deinem verhassten Job eine Bedeutung zu geben. Nehmen wir zum Beispiel an, du bist besonders hilfsbereit. Biete deinem Kollegen an, für ihn Aufgaben zu übernehmen, ihm mit Ratschlägen für seinen Schrebergarten bereit zu stehen oder einfach nur ein offenes Ohr zu haben, wenn es auch ihm einmal wieder reicht. Damit setzt du deine Stärken ein, bist du selbst und dein Job bekommt automatisch mehr Bedeutung für dich.

Es ist noch immer gut gegangen

Köln ist nicht nur eine große Medienmetropole, hier arbeiten auch Menschen mit viel Lebenserfahrung. Vielleicht hast auch du einmal etwas von dem Kölschen Grundgesetz gehört, dessen §3 besagt: „Et hät noch immer jot jejange!“

Das ist jetzt kein klassischer Aufruf, immer alles positiv zu sehen. Wer sich in einer misslichen Lage befindet, soll natürlich seine Kräfte bündeln, um sich aus ihr zu befreien. Ist das aber gerade nicht möglich, und muss die Sache ausgesessen werden, kann es dir helfen einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Gab es hier eine ähnliche Situation, die ausweglos und frustrierend schien? Aus ihr hast du dich befreit, bist vorangekommen und, wer weiß, vielleicht sogar aufgestiegen wie Phoenix aus der Asche. Was ist, wie es ist, muss nicht so bleiben. Und bis es besser wird, helfen dir die oben genannten Wege, Bedeutung in deinem Job zu finden.

Quelle. Mashable.com

Über Linda Ewaldt

Linda Ewaldt

Linda Ewaldt hat in Hamburg Germanistik und Psychologie studiert und danach Redaktionsluft in kleinen Startups und großen Unternehmen geschnuppert. Seither ist sie freiberuflich tätig und ihre Spezialgebiete sind Karriere und Gesundheit. Am liebsten schreibt sie für OnlineMarketing.de Artikel, die beides miteinander verbinden.

2 Gedanken zu „Wenn der Job Bauchschmerzen verursacht, ändere den Blickwinkel

  1. Bernhard

    Sehr gute Vorschläge! Ich denke, dass Beste ist, sich aus einem sagen wir mal nicht gewolltem, oder gehasstem Arbeitsverhältnis zu lösen, seine Hobbies zu analysieren, und damit so nebenbei, Step by Step, ein 2. Einkommen zu erwirtschaften, und wenn das dann reicht, kündigen! Hab ich so gemacht, und jetzt bin ich selber der Boss, und meine Arbeit macht mir Spass!

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