So sieht der perfekte Lebenslauf in unterschiedlichen Ländern aus

Arbeiten in Paris? London? New York? Der gewünschte Lebenslauf variiert je nach Nation. Mit diesen landesspezifischen Tipps lässt du Fettnäpfchen aus.

© Flickr / Beth Scupham, CC BY 2.0

Ein Arbeitsaufenthalt im Ausland hilft nicht nur Sprach- und Kommunikationsskills auszubauen. Du kannst tief in die Kultur des Gastlandes eintauchen, Kontakte knüpfen und deinen Fachbereich von neuen Perspektiven betrachten. Viele folgen der Versuchung, dem deutschen Alltag zu entfliehen und zeitweilig etwas Exotischeres zu sehen. Neben der spannenden Erfahrung kann die Auslandserfahrung natürlich auch deinen Lebenslauf beachtlich aufwerten. Dieser hat, wie so oft, erheblichen Einfluss auf den Erfolg deiner Bewerbung. Nicht in jedem Land herrschen die gleichen Erwartungen an den idealen Lebenslauf, umso wichtiger ist es, genau zu wissen, was die nationalen Unternehmen sehen wollen.

Die Bewerbungs-Experten von Enhancv haben aus diesem Grund eine Übersicht in Form einer Infografik erstellt, die die Ansprüche an den Lebenslauf in verschiedenen Teilen der Erde zusammenfasst. Wir haben uns einige davon genauer angesehen.

Der Standard Lebenslauf nach Nation

Frankreich

Frankreich, Quelle: Enhancv

Frankreich, Quelle: Enhancv

Die Sprache sollte natürlich Französisch sein und die Gesamtlänge eine Länge von zwei Seiten nicht überschreiten. Grundsätzlich empfiehlt es sich weiterhin, ein Foto und persönliche Randinformationen zu nennen.

In puncto Bildung genügt der höchste erreichte (akademische) Abschluss. Arbeitserfahrung kann entweder chronologisch oder funktional gegliedert sein (allgemeine Tipps für den Lebenslauf findest du hier). Details über die vergangene Arbeitserfahrung werden gerne gesehen.

Fremdsprachenkenntnisse sind ein großes Plus im französischen Lebenslauf. Auf keinen Fall vergessen solltest du dein „projet professionnel“. In diesem kurzen Absatz von etwa fünf bis sechs Zeilen gilt es deine Karriereziele zusammenzufassen.

USA

USA, Quelle: Enhancv

USA, Quelle: Enhancv

Anders als in Frankreich finden persönliche Daten wie Alter, Familienstatus oder Nationalität im US-amerikanischen Lebenslauf keinen Platz. Auf diese Art soll Diskriminierung vorgebeugt werden. Um den Fokus alleine auf die Qualifikationen des Bewerbers zu lenken, wird auch kein Foto beigefügt.

Amerikanische Unternehmen mögen es kurz und knackig. Das heißt: tabellarischer Lebenslauf mit wenigen, präzisen Stichpunkten zu jeder Station und einer bevorzugten Länge von maximal einer Seite. Findest du unten noch Platz, solltest du einen kleinen Absatz mit besonderen IT-, Sprach- oder anderen Kenntnissen hinzufügen.

Großbritannien

Großbritannien, Quelle: Enhancv

Großbritannien, Quelle: Enhancv

Wie in den USA wird auch in Großbritannien in der Regel kein Foto im Lebenslauf untergebracht. Dieser darf bis zu zwei Seiten lang, doch sollte präzise formuliert sein. Ähnlich wie im französischen Äquivalent ist überdies ein „personal statement“ nicht unüblich. Hier kannst du dich in wenigen Zeilen vorstellen und deine Ziele beschreiben.

Insgesamt werden Zahlen gerne gesehen. Hast du bei manchen Kursen besonders gut abgeschnitten oder dich durch bezifferbare Leistungen in vorherigen Jobs hervorgetan? Zögere nicht, konkret zu werden.

Japan

Japan, Quelle: Enhancv

Japan, Quelle: Enhancv

Der japanische „Rirekisho“ verlangt nach einem Foto im oberen rechten Eck. Wichtig ist, dass bei den persönlichen Angaben oft die umgekehrte Reihenfolge herrscht. So wird etwa der Nachname vor dem Vornamen genannt. Auch das Datum wird wegen des Kalendersystems „nengo“ anders geschrieben. Familienmitglieder sollten angegeben werden.

Außerdem zu beachten: Im Gegensatz zu Deutschland findet sich der Grund für die Bewerbung im Lebenslauf und nicht im Anschreiben. Weiterhin interessieren sich die potentiellen Arbeitgeber für die Pendelzeit zum Arbeitsplatz.

Letztendlich ist es natürlich nicht nur der Lebenslauf, der entscheidet, ob deine Bewerbung erfolgreich ist. Doch besonders bei großen Unternehmen muss alles oft sehr schnell gehen und Bewerber, deren Unterlagen Fehler aufweisen, werden nicht selten ohne einen weiteren Blick aussortiert. Es gilt, achtsam zu sein und genau zu recherchieren, was gefragt ist.

Die komplette Infografik

Infografik - Resumes around the world by Enhancv

Quellen: AllAboutCareers, University of Kent, Enhancv

Über Finn Johansson

Finn Johansson

Finn Johansson studiert seit 2011 Business Administration, Cultural Sciences und E-Business an der Leuphana Universität Lüneburg und Hong Kong Baptist University. Im Rahmen mehrerer medial ausgerichteter Praktika war er unter anderem für den Online-Reiseveranstalter Easyvoyage SAS mit Sitz in Paris tätig. Hier sammelte er Praxiserfahrung im Content Management und Social Media Marketing, die er in seinem Studium um theoretisches Wissen über weitere Sektoren der Online-Branche bereichern konnte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.