Weihnachtsgeld: 55 Prozent aller Angestellten erhalten den Zuschuss zum Fest

Besonders verbreitet ist die Extrazahlung bei Tarifangestellten. Jedoch gibt es auch hier Abstufungen je nach Gehalt, Familienstand und Co.

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Der Dezember ist zweifelsfrei einer der teuersten Monate des Jahres. Geschenke hier, Deko dort und dann noch ein tolles Weihnachtsessen und Feuerwerk. Selbst wenn man sich versucht von den kommerziellen Aspekten der Festtage nicht mitreißen zu lassen, entstehen in den meisten Fällen trotzdem Ausgaben. Umso schöner ist es natürlich, vom Chef einen Bonus in Form von Weihnachtsgeld zu erhalten. Besonders Tarifangestellte profitieren davon.

Wem steht Weihnachtsgeld zu?

Einen gesetzlichen Anspruch auf Weihnachtsgeld gibt es nicht. Es handelt sich also um eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers, über die jeder Zeit neue Vereinbarungen getroffen werden können. Erhält man in einem Jahr Weihnachtsgeld, so kann es im nächsten schon wieder anders aussehen. Oftmals hängt die Extrazahlung von Umsatz und Erfolg des Unternehmens ab. Anders ist es nur dann, wenn der Erhalt von Weihnachtsgeld im Arbeitsvertrag festgehalten wurde. Auch die Höhe des Betrags kann variieren: Manche Unternehmen haben einen Festbetrag, bei anderen geht es prozentual nach Gehalt.

Generell gilt, dass ein Chef wenn dann allen Mitarbeitern Weihnachtsgeld zahlen muss und sich nicht nur bestimmte herauspicken darf. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. So können Mitarbeiter, die bereits lange im Betrieb sind oder Kinder haben mehr Weihnachtsgeld erhalten, oder jemand mit langen Fehlzeiten eben weniger. Hierbei wird von sachgemäßen Gründen gesprochen. Die folgende Übersicht zeigt je nach Branche, wie viel Prozent der Angestellten Weihnachtsgeld erhalten:

Tarifangestellte erhalten fast immer Weihnachtsgeld

Insgesamt erhalten knapp 55 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland das Extrageld zum Fest. Unterschiede gibt es hierbei vor allem im Vergleich Ost und West. Während in den sogenannten alten Bundesländern 58 Prozent Weihnachtsgeld erhalten, sind es in den neuen nur 39 Prozent. Besonders gut scheinen es jedoch Tarifangestellte getroffen zu haben. Von diesen erhalten insgesamt 86,8 Prozent Weihnachtsgeld, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Der durchschnittliche Betrag liegt bei 2583 Euro.

Am meisten Geld bekommen Bohrstellenarbeiter und Betriebsingenieure auf Förderplattformen mit 5679 Euro. Nur knapp dahinter dürfen sich die Angestellten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks über 5246 Euro zum Fest freuen. Am Wenigsten hingegen erhalten Mitarbeiter in Sicherheitsfirmen (501 Euro), Landwirte (488 Euro) und Zeitarbeiter (316 Euro).

Wie steht ihr zum Thema Weihnachtsgeld als zusätzliche Motivation? Wird es in eurem Betrieb ausgezahlt? Und erhält jeder den gleichen Betrag, oder gibt es Abstufungen nach Gehalt? Findet ihr es gerechtfertigt, dass Eltern und langjährige Mitarbeiter eine höhere Summe erhalten als Andere? Oder ist Weihnachtsgeld für euch generell nur ein weiterer Beitrag zur Kommerzialisierung des Fests? Diskutiert gern mit uns!

Über Michelle Winner

Michelle Winner

Nachdem Michelle Winner Erfahrungen in einer Lokalzeitung und im Eventbereich gesammelt hat, unterstützt sie nun seit 2017 die Redaktion und schreibt für das OnlineMarketing.de Karrieremagazin über Themen rund um den Büroalltag.

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