Entspannter Zen-Gärtner oder unordentlicher Hamster: Was dein Schreibtisch über dich aussagt

Schreibtisch, Schreibtisch im Büro, was sagst du über meine Kollegen so? Was dein Schreibtisch und die Ordnung, die du darauf hältst über dich und deine Mitarbeiter verrät.

© Flickr / sarah, CC BY 2.0

Achtung, du wirst beobachtet! Oder sollten wir besser sagen: dein Schreibtisch? Nach Meinung von ungefähr 57 Prozent deiner Kollegen sagt der nämlich einiges über deine Persönlichkeit aus, so eine Umfrage, die auf The Undercover Recruiter zitiert wird. Demnach wirst du nicht nur nach deinen Aussagen und deiner Arbeitsweise beurteilt, sondern auch danach, wie du deinen Arbeitsplatz organisierst.

Dein Schreibtisch sagt dir, wer du bist

Die Einteilung erfolgt dabei – typisch für Psychologietests dieser Art – in sechs Kategorien. In welcher erkennst du dich wieder?

#1 Der Minimalist

Der Minimalist macht es sich gar nicht erst gemütlich. Deswegen findest du hier oft auch nicht mehr als den PC. Auf der Arbeit sieht er sich heimlich nach anderen Jobs um und in Meetings behält er seine Ideen lieber für sich. Der Minimalist ist damit nur auf der Durchreise und für seine Kollegen manchmal unscheinbar wie ein Geist. Einige Minimalisten sind außerdem dafür bekannt, Deadlines „gerade so“ bis gar nicht einzuhalten.

#2 Der Hamster

Deutlich mehr Loyalität zeigt hingegen der Hamster. Sein Arbeitsplatz ist gefüllt mit – allem. Notizen aus Meetings, von denen andere schon längst vergessen haben, dass sie stattfanden. Statistiken aus Projekten, an denen er nicht einmal beteiligt ist. Der Hamster hat seine Pfoten überall im Spiel und zeigt dies auch auf seinem Schreibtisch. Auch wenn er viel Einsatz zeigt – die Gefahr, sich im wahrsten Sinne des Wortes zu verzetteln, ist bei ihm ungleich höher als bei seinen Kollegen.

#3 Der Dokumentar

Der Dokumentar lebt im hier und jetzt – manchmal. Er erinnert sich an alles und das bedeutet leider auch, dass er sich an jeden kleinen Fehltritt von dir erinnern wird. Der Schreibtisch des Dokumentars ist dabei gepflastert mit persönlichen Arbeitserinnerungen.

#4 Der Techie

Beim Techie gleicht der Arbeitsplatz eher einer Kommandozentrale aus Star Trek. Hier findet sich jede Technik, die ihm die Arbeit erleichtern und die Produktivität steigern soll. Viel Erfolg hat das nicht unbedingt. Denn während auf dem einen Bildschirm der Cursor des Word-Dokuments blinkt, schaut sich der Techie auf dem anderen Bildschirm lieber Trailer aus dem neuesten Rollenspiel an. Oder ist damit beschäftigt, ausgefallene Technik wieder zum Laufen zu bringen.

#5 Der Kränkelnde

Kollegen, die viel kränkeln, fallen durch einen geordneten Schreibtisch auf, an dem alles auf seinem Platz ist. Neben Stift und Monitor sind dies aber auch Desinfektionssprays, Taschentücher und Schmerztabletten. Der Kränkelnde kuriert sich öfter aus als andere – was auf der einen Seite natürlich gut ist, auf der anderen aber auch eine hohe Rate an Krankheitstagen nach sich zieht. Kleiner Tipp: Nicht in der Nähe des Kränkelnden husten. Er steckt sich garantiert auch dann mit deiner „Erkältung“ an, wenn du dich nur verschluckt hast.

#6 Der Zen-Master

Der Zen-Master hat alles im Griff. Zumindest hat er das Gefühl und ist die personalisierte Entspannung. Handcreme, Pflanzen und inspirierende Poster machen aus dem Arbeitsbereich des Zen Masters eine Wohlfühloase. Klingt produktivitätsfördernd. Ist es vielleicht auch. Allerdings ist der Zen-Master oft so entspannt, dass er Deadlines verpasst, während er meditiert.

Und jetzt einmal im Ernst

Zugegeben, die Einteilung von Kollegen in Schreibtisch-Typen ist etwas humoristisch – und sicher auch nicht zu 100 Prozent verlässlich. Auch werden diejenigen ignoriert, deren Schreibtisch sich je nach Stimmungslage wandelt. Genau wie unsere Stimmung und unsere Persönlichkeit ist auch das Bild unseres Schreibtisches selten fixiert. Dennoch liegt auch in dieser Einteilung ein Körnchen Wahrheit. Davon sind immerhin über die Hälfte aller amerikanischen Büroangestellten überzeugt. 90 Prozent sind sogar absolut sicher, dass zu viel Wirrwarr und Dekoelemente auf ihrem Schreibtisch einen negativen Einfluss auf ihre Arbeit haben. 77 Prozent fühlen sich bei einem unordentlichen Schreibtisch in ihrer Produktivität gehemmt.

Tatsächlich scheint der Grat zwischen Individualisierung des Schreibtisches und einem „zu viel von allem“ schmal zu sein. Den Schreibtisch persönlich zu gestalten ist wichtig und erhöht beispielsweise die Bereitschaft zu Überstunden. Gleicht der Arbeitsplatz jedoch dem heimischen Wohnzimmer, kann sich keine Arbeitsproduktivität einstellen.

Noch mehr Informationen zum Thema findest du auf der folgenden Infografik.

What your Desk Says About You by Marketo

Wie ist deine Meinung zur „Schreibtisch-Psychologie“? Blödsinn oder harte Fakten? Verrate es uns in den Kommentaren.

Quelle: The Undercover Recruiter

Über Linda Ewaldt

Linda Ewaldt

Linda Ewaldt hat in Hamburg Germanistik und Psychologie studiert und danach Redaktionsluft in kleinen Startups und großen Unternehmen geschnuppert. Seither ist sie freiberuflich tätig und ihre Spezialgebiete sind Karriere und Gesundheit. Am liebsten schreibt sie für OnlineMarketing.de Artikel, die beides miteinander verbinden.

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