Erfolg in die Wiege gelegt? So waren die 5 reichsten Self Made-Milliardäre als Kinder

Die Kindheit als Indikator für Erfolg im späteren Leben? Diese fünf Self-Made Milliardäre haben außer ihrem Vermögen nicht viel gemeinsam.

Schon seit seiner Kindheit ist der Microsoftgründer Computern verfallen. © Bill Gates

Auch wenn sie die reichsten Männer der Welt sind, bedeutet das nicht, dass sie als Kinder den gleichen Voraussetzungen ausgesetzt waren. Während der eine schon immer ein Nerd war, war der andere ein schrulliger Außenseiter und wieder ein anderer war ein ganz normales Kind. Die fünf Milliardäre sind völlig unterschiedlich aufgewachsen und doch erfolgreich geworden. Gibt es einen gemeinsamen Nenner?

Unterschiedliche Grundvoraussetzungen  – ähnliche Karriere

Sie stammen größtenteils aus ganz normalen Familien und haben sich selbst an die Spitze gekämpft. Wie waren die erfolgreichsten Männer der Welt als Kinder und was hat sie angetrieben?

#1 Bill Gates – das Wunderkind

Bill Gates war das zweitgeborene von drei Kindern eines Anwaltes und einer Lehrerin. Die wohlhabende Familie lebte in Seattle, wo Gates in den Sechzigern als einer der wenigen Priviligierten schon Zugang zu frühen Computern hatte. Dies war maßgeblich für seinen Werdegang: Seinen ersten Job nahm er in einem Alter von 16 Jahren beim heute nicht mehr existierenden Unternehmen TRW auf, unter dem eine computergestützte Stromversorgung des Pazifischen Nordwesten Verbreitung fand.

Gates erinnert sich, dass die besten Programmierer des Landes bei TRW arbeiteten, die ihm ständig sagten, wie schlecht seine Coding-Skills waren. Während des Jahres, das er dort verbrachte, verbesserten sich seine Programmierfähigkeiten unter der Aufsicht seiner Kollegen um Welten.

Heute ist der Microsoftgründer mit einigen Unterbrechungen seit Jahren Anführer der Forbesliste mit einem Gesamtvermögen von derzeit 86 Milliarden US-Dollar. Gates ist weiterhin dafür bekannt, Großteile seines Vermögens für karitative Zwecke zu spenden und unterstützt mit der Bill & Melinda Gates Foundation Forschungs- und Entwicklungsgprojekte weltweit.

#2 Jeff Bezos – der exzentrische Sonderling

Bezos wuchs mit seiner Mutter und seinem Adoptivvater, dem Exilkubaner Mike Bezos, auf. Die Sommermonate arbeitete er regelmäßig auf der Farm seiner Großeltern, war Klassenbester in der High School und erhielt das National Merit Stipendium. Nach häufigen Umzügen in der Kindheit, studierte er an der Princeton University Elektrotechnik und Informatik und erlangte den Bachelor mit Bestnoten.

Einer seiner ehemaligen Kommillitonen erinnert sich auf Quora an die Studienzeit und schreibt, dass der Studiengang knapp 20 Männer umfasste, die allesamt  exzentrische Sonderlinge waren. Heute belegt Jeff Bezos mit einem Gesamtvermögen von etwa 73 Milliarden US-Dollar den 3. Platz der reichsten Männer der Welt. (Forbes; Stand 09/2017)

#3  Amancio Ortega – der Junge aus armen Verhältnissen

Namentlich dürfte Amancio Ortega den wenigsten bekannt sein. Doch belegt der Spanier mit einem Vermögen von mehr als 71 Milliarden US-Dollar den 4. Platz auf der Forbesliste (Stand 09/2017).

Der Zaragründer wuchs unter ärmlichen Verhältnissen im Nachkriegs-Spanien auf. Sein Ehrgeiz wurde mit 14 Jahren erweckt, als seiner Mutter ein weiterer Kredit verwehrt wurde und sie infolge dessen nicht mehr für Lebensmittel aufkommen konnte. Dieser Rückschlag ist dafür verantwortlich, dass aus einem Jungen aus armer Familie eine der wichtigsten spanischen Persönlichkeiten wurde, die ein börsennotiertes globales Unternehmen aufbauen konnte.

Obwohl er einer der reichsten Self-Made Milliardäre weltweit und der reichste Europäer ist, lebt er extrem zurückgezogen mit seiner Frau im nordspanischen A Coruña. Von Ortega gibt es so wenige Fotos, dass ein öffentlicher Auftritt zur Vorbereitung des Börsengangs seines Unternehmens für Schlagzeilen in der spanischen Finanzpresse sorgte. Interviews mit ihm sucht man derweil vergeblich.

#4 Mark Zuckerberg – der Nerdige

Mark Zuckerberg ist derzeit mit einem Gesamtvermögen von 56 Milliarden US-Dollar auf Platz fünf der reichsten Menschen der Welt. (Forbes; Stand 09/2017)

Zucks Eltern haben bei der Erziehung großen Wert auf die Selbstständigkeit ihres Sprößlings gelegt und das Unternehmertum gefördert. Ihnen war es stets wichtig, ihr Kind vor finanziellen Problemen zu schützen, ihn zu ermutigen seine eigenen Interessen zu finden, Stolz ausdrücken und Grenzen setzen zu können.

Zuckerberg war schon von jeher nerdig. Anfang der 2000er Jahre schrieb er ein Programm, das mit Artificial Intelligence den Musikgeschmack der User voraussagen konnte. Eigentlich wollte er nicht aufs College, entschied sich dann aber doch nach Harvard zu gehen. Eine gute Entscheidung, denn dort begann er mit Facebook und lernte seine zukünftige Ehefrau Priscilla Chan kennen – einen regulären Abschluss allerdings machte er dort bis dieses Jahr nicht.

#5 Larry Ellison – frech und eigenwillig

Mit einem Vermögen von über 52 Milliarden schafft es der Gründer des Software Imperiums Oracle auf den siebten Platz der Forbesliste der reichsten Menschen der Welt. (Stand 09/2017)

Seine Mutter war erst 19, als sie den heute 73-jährigen Gründer Oracles bekam. Aufgrund ihres jungen Alters und dem Umstand, dass sie unverheiratet war, gab sie ihren Sohn nach wenigen Monaten zu Verwandten. So wuchs Ellison bei seiner Großtante und seinem Großonkel in Chicago auf und war ein freches, eigenwilliges Kind, das sich als Teenager häufig mit seinem Stiefvater und seinen Lehrern anlegte. 1962 begann er Mathematik zu studieren. Nachdem seine Stiefmutter vier Jahre später verstarb, fiel er durch seine Abschlussexamen und verließ die Uni ohne Abschluss.

Danach hatte er viele Jobs, bis er Station bei einigen Tech-Unternehmen machte und Oracle 1977 mit einem Startkapital von 2.000 US-Dollar gründete. Mitte der 1980er Jahre gehörte Oracle zu den erfolgreichsten Startups des Silicon Valley.

Zielstrebigkeit

Die reichsten Self-Made Milliardäre eint ihr Vermögen, nicht aber ihr Werdegang. Ein gemeinsamer Nenner in der Kindheit oder Jugend ist nicht festzustellen, außer dass alle von ihnen mit Zielstrebigkeit gesegnet sind. Einige von ihnen haben Vorzeigelebensläufe, während andere mit Bildungsinstitutionen nie viel am Hut hatten und auch als Teenager nicht einfach waren. Die Männer zeigen, dass es nicht auf die Abstammung ankommt, sondern allein auf den eigenen Willen. Und dieser ist durchweg stark.

Quelle: Inc.com

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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