Prokrastination: Wie du deiner Faulheit ein Schnippchen schlägst

Du schiebst da etwas wichtiges schon lange vor dir her? Diese acht Tipps helfen dir, Dinge endlich zu erledigen.

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„Morgen, morgen, nur nicht heute.“ Wem dieser Satz nur allzu vertraut vorkommt oder wer seine Zeit lieber auf Facebook und Youtube verbringt, anstatt diese eine, wichtige Aufgabe endlich zu Ende zu bringen, der sollte jetzt weiterlesen. Wir geben dir 8 Tipps gegen die schlimmsten Formen von Aufschieberitis – auch unter dem Begriff Prokrastination bekannt – an die Hand.

Diagnosestellung: Leidest du an Prokrastination?

Oft wird vor einer Selbstdiagnose mit Hilfe des Internets gewarnt, an dieser Stelle können wir diese Methode aber problemlos anwenden. Die folgenden Anzeichen zeigen dir, ob du an der lästigen Aufschieberitis leidest, die dich Tag für Tag deiner Produktivität beraubt.

  • Tasks auf deiner To-Do List haben bereits Staub angesetzt – auch dann, wenn sie eigentlich wichtig sind und die Deadline in bedrohliche Nähe rutscht.
  • Du wartest auf „den richtigen Zeitpunkt“, oder „die richtige Stimmung“. Beides stellt sich erfahrungsgemäß eher selten ein.
  • Ablenkungen durch weniger wichtigere Aufgaben kommen dir sehr gelegen. E-Mails checken und Briefpost öffnen, statt endlich diesen einen Artikel schreiben, den du schon vor einer Woche fertig haben wolltest? Check.
  • Sobald du mit der einen Aufgabe  beginnen willst, vor der du dich schon so lange drückst, ereilt dich Durst, Hunger, Müdigkeit oder Druck auf der Blase. Und schon wieder hast du nicht angefangen.

Du hast dich bei einem oder mehreren dieser Punkte ertappt gefühlt? Dann bist du wahrscheinlich schon ein Profi im prokrastinieren. Aber keine Sorge; mit den folgenden Tricks gelingt es dir, den Teufelskreis aus Aufschieben und schlechtem Gewissen zu durchbrechen.

Diese 8 Methoden helfen gegen Prokrastination

Hast du erkannt, dass du – wie fast alle Menschen – zu denen gehörst, die unter Aufschieberitis leiden, dann ist das schon der erste Schritt in die richtige Richtung. Der nächste ist es, die für dich passende Lösung für dieses Problem zu finden. Nachfolgend findest du acht Tipps, die dir helfen, Dinge schneller und besser zu erledigen – ganz ohne Prokrastination. Denn sie machen die ungeliebte Aufgabe angenehmer für dich und nehmen dir den Druck. Ein häufiger Grund für Aufschieberitis.

Verzeihe dir selbst

Der schlimmste Fehler, den du machen kannst, ist fünf Minuten mit Prokrastination zu verbringen – und dann weitere fünf Minuten damit, sich darüber zu ärgern, dass du es getan hast. Besser ist es, nachsichtiger mit sich selbst zu sein. Studien an der Universität Carleton fanden heraus, dass dies sogar die Gefahr, bei einer ähnlichen Aufgabe in Zukunft zu prokrastinieren, deutlich reduziert.

Pflege dich

Häufiges Prokrastinieren kann auch ein Zeichen dafür sein, dass dein Geist einfach eine Pause braucht. Sorge für mehr Freizeitausgleich und finde Spaß und Erholung in Hobbies, um deine Produktivität im Job in Zukunft wieder zu steigern.

Plane deinen Tag

Eine gute Planung ist immer auch mit einer Zielsetzung verbunden. Gestalte diese so, dass du viele kleine Etappenziele erreichen kannst, die dich deinem einen, großen Ziel näher bringen. Das menschliche Gehirn ist nicht darauf ausgelegt, Langzeitziele zu erkennen, sodass wir uns von großen Aufgaben oft entmutigt fühlen. Etwas in kleine Etappen einzuteilen hilft dabei, diese Angst abzubauen. Ein Beispiel aus der Praxis: Ist es dein Ziel, einen neuen Blog zu errichten, dann plane Schritt-für-Schritt die einzelnen Artikel, die du zum Start verfügbar haben möchtest. Halte dich solange an den „Babysteps“-Plan, bis du dein großes Ziel erreicht hast.

Beobachte dich selbst

Schreibe nach einem Tag drei Dinge auf, die du gut gemacht hast und drei Dinge, an denen du in Zukunft noch arbeiten kannst. Dann notiere dir auch die eine Aktion oder Tätigkeit, die dich deinem großen Ziel näher gebracht hat. Diese Art von Selbstreflektion hilft dir dabei, an dir zu arbeiten und dein Arbeitsverhalten zu optimieren.

Befreie dich vom „Überdenken“

Häufig prokrastinieren wir und schieben auf, weil wir uns selbst im Weg stehen. Der Grund dafür ist Angst oder Unbehagen bei einer Aufgabe, wie zum Beispiel die Sorge zu scheitern. Eine „just do it!“-Mentalität hilft weiter. Wer nicht zu viel nachdenkt, sondern „einfach macht“, wird grundsätzlich erfolgreicher sein.

Lerne „Nein“ zu sagen

Wenn wir eine Aufgabe nicht mögen, lassen wir uns nur allzu gerne ablenken. Zum Beispiel von Kollegen, die uns um kleine Gefallen bitten. Hier gilt es zu lernen, höflich „Nein“ zu sagen, um das eigene Ziel nicht erneut aus den Augen zu verlieren.

Finde deinen eigenen Antrieb

Oft können wir das, was uns unserem Ziel näher bringt, auf nur eine einzige Sache oder Aufgabe herunterrechnen. Schaffst du das, wird dies deinen Antrieb steigern, etwas fertig zu bringen. Sinnstiftung nennt sich diese Methode, die uns produktiver werden lässt.

Fang einfach an

Prokrastinieren und Aufschieben sind zwei Phänomene, die häufig nur am Anfang einer Aufgabe stehen. Bist du erst einmal im Fluss, setzt etwas anderes ein: der unbedingte Wille, endlich fertig zu werden. Niemand mag unfertiges. Und so ist Anfangen oft das Schwerste – etwas zu beenden hingegen fällt viel leichter.

Hast du dich auch schon oft dabei ertappt, wie du eine wichtige Erledigung einfach immer wieder verschiebst? Was sind deine Lösungsansätze gegen dieses Problem? Verrate uns deine Tricks in den Kommentaren.

Quelle: The Next Web

Über Linda Ewaldt

Linda Ewaldt

Linda Ewaldt hat in Hamburg Germanistik und Psychologie studiert und danach Redaktionsluft in kleinen Startups und großen Unternehmen geschnuppert. Seither ist sie freiberuflich tätig und ihre Spezialgebiete sind Karriere und Gesundheit. Am liebsten schreibt sie für OnlineMarketing.de Artikel, die beides miteinander verbinden.

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