Livestreaming und interaktives Broadcasting: Wie Unternehmen jetzt handlungs- und arbeitsfähig bleiben

Die globale Coronakrise bedeutet ein radikales Umdenken in der Arbeitswelt. Home Office und Kontaktverbote zwingen Unternehmen, verstärkt auf technische Lösungen zu setzen. So gelingt die Kommunikation mit Livestreams und Co.

Mann mit Smartphone im Video Chat in einem leeren Flur.

© Kentaro Toma - Unsplash

Die Coronapandemie hat bereits in einem sehr kurzen Zeitraum massiv die Art und Weise, wie wir arbeiten, ‚meeten‘ und kommunizieren, verändert. Auch vom Home Office aus müssen Mitarbeiter informiert und Kunden sowie Geschäftspartner bedient werden. Tools und Software wie Slack, Skype, Microsoft Teams, Webex oder Teamviewer als digitale Alternativen zum persönlichen Kontakt sind gefragt wie nie. Möchten Unternehmen ein größeres Publikum erreichen, stoßen diese Systeme jedoch oft an ihre Leistungsgrenzen – insbesondere, wenn es um Krisenkommunikation geht. Denn eine professionelle Inszenierung bedarf mehrerer Kamerasysteme, Charts, Animationen, Filme, Namenseinblendungen und mitunter sogar mehrerer Audio-Sprachen parallel.

Wenn Livestreaming auf Videoconferencing trifft

Wie aber erreichen Unternehmen auf einen Schlag eine große Anzahl von Menschen? Die Antwort: Indem sie zu interaktiven Sendeanstalten werden. Unternehmen müssen ihre Inhalte über alle Kanäle des digitalen Broadcastings spielen, monodirektional ihre Informationen und Botschaften vermitteln und zusätzlich in den Dialog beziehungsweise in die Interaktion mit ihrer Zielgruppe einsteigen. Livestreaming schafft Reichweite, sowohl in den Reihen der eigenen Mitarbeiter als auch bei externen Zielgruppen wie Kunden, Journalisten oder potenziellen Mitarbeitern. Dabei bleibt es den Unternehmen selbst überlassen, ob das Streaming – je nach Anlass – über eigene, geschützte Server erfolgt oder über gängige Social-Media-Kanäle wie LinkedIn, Twitter, Facebook oder YouTube. Interaktive Elemente wie Chat oder Voting, wie sie aus dem Bereich des Videoconferencings bekannt sind, ergänzen das Streaming.

Interaktiver Content, ortsunabhängig und mehrsprachig inszeniert

Wenngleich Streaming den persönlichen, zwischenmenschlichen Kontakt nicht komplett ersetzen kann, liegen die Vorteile dieser Technologie für Unternehmen doch auf der Hand: Die Hauptakteure lassen sich mit mehreren Kameras einfangen und in Szene setzen. Zudem vermitteln Videoeinspieler Informationen auf unterhaltsame Art und Weise. Dabei ist es wichtig, dass immer ein erfahrener Regisseur die Mischung aus Live-Bild, Einspieler, Charts und Texteinblendungen übernimmt, der den Zuschauern das Gefühl vermittelt, direkt dabei zu sein. Live-Schaltungen an andere Standorte oder Umfrage-Tools und Chats sorgen weiterhin für einen starken interaktiven Charakter. Ebenfalls relevant ist das Thema Mehrsprachigkeit: Diese wird durch die Einblendung von Subtexten oder den Einsatz von Simultanübersetzern erreicht, deren Sprachversionen die Empfänger jeweils anwählen. Unternehmen adressieren so ihre Zielgruppe mit aktuellen Informationen und emotional aufbereiteten Botschaften – unabhängig davon, wo sich der einzelne Teilnehmer gerade befindet.

Infografik zu Lösungen für Unternehmen in der Coronakrise

Zielgruppen über alle Kanäle und an jedem Ort erreichen, © Get the Point

Von jährlicher Pressekonferenz bis zur täglichen Ansprache

Mit interaktivem Broadcasting sind Unternehmen innerhalb von nur zwei Stunden sendefähig und das zu vergleichsweise geringen Kosten. Ob für jährliche Pressekonferenzen von großen Konzernen wie die Deutsche Lufthansa oder bei international gestreamten Townhall Meetings von mittelständischen Unternehmen wie Viega: Diese spezielle Form des Livestreamings kann bei ganz unterschiedlichen Unternehmenstypen und Szenarien zum Einsatz kommen. So informiert die Bürgermeisterin der niederrheinischen Kreisstadt Wesel ihre Bürgerinnen und Bürger mit Hilfe eines kurzen Livestreamings via YouTube über die Krise und behördliche Maßnahmen – direkt, persönlich, sympathisch.

Lufthansa, digitale Konferenz

Die Ansicht für alle Online-Teilnehmer. Live-Bilder und genutzte Medien – von Slides über Animationen bis hin zu Filmeinspielern – immer im Blick, Quelle: slidesync

Selbstbestimmt und handlungsfähig agieren – jetzt und in Zukunft

Aktuell sind Unternehmer und Manager gezwungen, um- und neuzudenken: Von Home-Office-Arbeitsplätzen über digitale Infrastrukturen bis hin zu ganz neuen Produktpaletten, wie es gerade bei Textilunternehmen oder Spirituosenherstellern der Fall ist. Und warum dabei nicht auch die Meeting-Kultur des eigenen Unternehmens neu erfinden? Ermüdende Infoveranstaltungen oder zeit- und kostenintensive Reisen zu den entlegensten Konferenzzielen sind passé – und das nicht nur in der aktuellen Coronakrise. Interactive Broadcasting und Livestreamings bieten stattdessen eine innovativere und ganz nebenbei auch viel ökologischere Form der direkten Kommunikation. Unternehmen, denen es jetzt gelingt, spannende Inhalte mit einer medialen Inszenierung zu verknüpfen, stärken die Bindung zu Kunden und Mitarbeitern – heute und in Zukunft.

Über Clemens Meiß

https://www.getthepoint.de/

Clemens Meiß ist geschäftsführender Gesellschafter von Get the Point, der Kölner Agentur für Positionierung und Markenbildung. Gemeinsam mit ihrem Partnerunternehmen Flaggschiff Film setzt Get the Point das Interactive Broadcasting erfolgreich für die interne und externe Kommunikation von Unternehmen wie METRO AG, Lufthansa AG, den ZEIT Verlag, aber auch für mittelständische Hidden Champions ein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.