Koks, Armdrücken und Kofferbomben – Personaler über die verrücktesten Bewerber

Bewerbungsgespräche sind eine ernste Sache. Eigentlich. Die folgenden Situationen scheinen wie aus einer Impro-Comedy entsprungen – dabei sind sie wirklich passiert.

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Eine Jobsuche ist eine ernste Angelegenheit. Schließlich geht es um die berufliche – und damit sicherlich auch finanzielle – Zukunft. Wie ein gutes Bewerbungsgespräch auszusehen hat, da unterscheiden sich jedoch nicht nur die Meinungen der HR-Manager, sondern offensichtlich auch die der Bewerber.

Work911 hat die verrücktesten Situationen in Bewerbungsgesprächen zusammengetragen. Grundlage des Artikels war eine Internet-Umfrage unter HR-Managern. Herausgekommen ist eine Liste, die uns kopfschüttelnd und mit Lachmuskelkater zurücklässt.

(Warnung: Trinken beim Lesen nur, wenn du den Monitor ohnehin putzen wolltest.)

Die Entspannten

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Entspannt und mit möglichst wenig Nervosität in ein Job-Interview zu gehen, ist immer eine gute Idee. Die Kandidaten hier scheinen jedoch Einiges etwas zu entspannt zu sehen. Hier ein paar Zitate von Personalern, die Bewerber aus dem Bereich „Tiefenentspannt“ vor sich hatten.

  • „Der Kandidat legte sich auf den Boden, um die Bewerbungsunterlagen auszufüllen.“
  • „Die Kandidatin erklärte, sie hätte noch kein Mittagessen gehabt und aß seelenruhig ihren Hamburger mit Pommes weiter.“
  • „Der Mann trug einen Jogginganzug, als er sich um eine Stelle als Finanz-Vizepräsident bewarb.“
  • „Als ich den Bewerber nach seinen Hobbies fragte, stand er auf und begann zu stepptanzen – durch das Büro.“
  • „Die Kandidatin kam zum Interview und trug nur einen Schuh. Sie erklärte, man habe ihr den anderen im Bus vom Fuß gestohlen.“ Wenigstens zeigte die Dame Einsatz und kam trotzdem noch zum Bewerbungsgespräch.
  • „Er fragte mich, ob ich vor dem Jobinterview erst einmal ein bisschen Kokain haben wollte.“

Die Verzweifelten

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Für manchen kann die Jobsuche auch bei recht guter Qualifikation schwierig sein. Die Kandidaten aus der folgenden Liste tun einem daher schon fast leid. Die meisten sind sicher vor allem aus ungezügelter Nervosität entstanden.

  • „Der Kandidat kicherte während des ganzen, ernsten Interviews.“
  • „Der bereits zunehmend unter einer Glatze leidende Kandidat entschuldigte sich mitten im Interview und kam dann mit einem Haarteil wieder.“
  • „ Er sagte, dass, wenn wir ihn einstellen, er uns seine Loyalität durch ein Tattoo mit unserem Firmenlogo auf dem Unterarm beweisen würde.“ Das nenne ich Einsatz!
  • „Unterbrach mehrmals um mit seinem Therapeuten zu telefonieren. Er brauchte Rat beim Beantworten spezifischer Bewerbungsfragen.“
  • „Der Bewerber weigerte sich vom Stuhl aufzustehen, bevor ich ihn nicht einstelle. Ich musste den Sicherheitsdienst rufen.“
  • „Er sagte, er sei nicht interessiert, weil zu viel gezahlt wird.“ Da hatte wohl jemand ein geringes Selbstvertrauen.
  • „Der Kandidat deutete auf seinen Koffer, den er mit zum Interview brachte und sagte, wenn er nicht eingestellt werden würde, würde die Bombe hochgehen. Ich konnte es nicht glauben und begann ihm zu erklären, wieso ich ihn nie anstellen würde und das ich jetzt die Polizei riefe. Er griff nach dem Koffer, setzte einen Hebel um und lief davon. Niemand wurde verletzt, aber ich brauchte einen neuen Schreibtisch.“
  • „Sie übergab sich auf meinen Schreibtisch und fing dann an, lauter Fragen über den Job zu stellen, als wäre nichts geschehen.“ Um ehrlich zu sein: wie hätte man schon in so einer Situation reagieren sollen?

Die Dreisten und Grenzenlosen

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Bei den folgenden Kandidaten hat man den Eindruck, sie haben keine Kinderstube genossen. Oder sie wurden zu heiß gebadet.

  • „Der Bewerber meinte, er sei so gut qualifiziert, dass es von schlechtem Management zeugen würde, wenn er den Job nicht bekäme.“
  • „… kaute Kaugummi und machte damit die ganze Zeit Blasen.“
  • „Sie hörte Walkman und meinte nur, sie könne mir und der Musik gleichzeitig zuhören.“
  • „Der Bewerber wollte den Lebenslauf des Interviewers sehen – um sich zu vergewissern, dass der Personaler auch in der Lage war, ihn richtig zu beurteilen.“
  • „Er hatte ein kleines Flipper-Spiel dabei und forderte mich heraus, mit ihm zu spielen.“
  • „Der Bewerber bat mich, mir eine Anzugjacke anzuziehen, damit er sicher gehen konnte, dass das Angebot ein seriöses sei.“
  • „Während des Bewerbungsgesprächs kam ein Anruf für den Bewerber rein, welches er annahm. Es war seine Frau. Das Gespräch verlief in etwa so: „Welches Unternehmen? Wann fange ich an? Wie ist das Gehalt?“ Ich sagte: „Ich nehme an, Sie sind nicht mehr an dem Job hier interessiert.“, woraufhin er antwortete: „Bin ich, solange Sie mehr zahlen.“ Ich habe ihn nicht eingestellt, fand aber später heraus, dass es gar keine andere Stelle gab. Das war ein Trick, um ein besseres Angebot zu bekommen.“ Tja. Der Trick hat wohl leider nicht funktioniert.
  • „Er kam mit dem Moped zum Bewerbungsgespräch und ließ es in der Rezeption, damit es nicht gestohlen wird. Er begann das Gespräch damit, dass er für den Job auf jeden Fall eine Garage benötigte.“
  • „Der Bewerber fragte, wer das gutaussehende Babe war und zeigte auf ein Foto meiner Frau. Als ich ihm sagte, wer sie sei, fragte er mich, ob sie Zuhause sei und verlangte meine Telefonnummer. Ich rief den Sicherheitsdienst.“

Die Wortvernichter

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Bei diesen Bewerbern fehlen sogar mir die Worte.

  • „Die Bewerberin brachte ihren großen Hund mit zum Interview.“
  • „Der Kandidat bot mir an, gegeneinander im Armdrücken anzutreten.“
  • „Ohne ein weiteres Wort stand der Bewerber mitten im Interview auf und ging.“
  • „Er sprang auf und ab und meinte, das Unternehmen müsse sehr viel von mir halten, wenn sie mir so einen dicken Teppich zugestanden.“
  • „Als er seine Tasche hochnahm, öffnete sie sich und zum Vorschein kamen Makeup, Damenunterwäsche und –parfüm.
  • „Als das Gespräch zu Ende war, wühlte der Bewerber in meiner Tasche, fischte meine Haarbürste heraus, kämmte sich die Haare und ging. Ich stand sprachlos da.“
  • „Er zog eine Polaroidkamera hervor und machte ein Foto von mir. Er sammle Fotos von Menschen, die ihn interviewen, sagte er.“
  • „Er pfiff immer, wenn der Interviewer sprach.“

Ihr seid Personaler und habt in eurem Unternehmen ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder saßt ihr mal auf der anderen Seite und seid ins Fettnäpfchen getreten? Eure Erfahrungen interessieren uns!

Quelle: Work911

Über Linda Ewaldt

Linda Ewaldt

Linda Ewaldt hat in Hamburg Germanistik und Psychologie studiert und danach Redaktionsluft in kleinen Startups und großen Unternehmen geschnuppert. Seither ist sie freiberuflich tätig und ihre Spezialgebiete sind Karriere und Gesundheit. Am liebsten schreibt sie für OnlineMarketing.de Artikel, die beides miteinander verbinden.

Ein Gedanke zu „Koks, Armdrücken und Kofferbomben – Personaler über die verrücktesten Bewerber

  1. Peter Randolph

    Ich hatte einmal einen Bewerber dessen Anschreiben bereits anfing mit „Sie werden sich sicher fragen, warum ich meine wertvolle Zeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen möchte, aber die ökonomischen Konsequenzen meines ausschweifenden Lebensstils zwingen mich leider zu diesem Schritt.“ Seine Gehaltsvorstellungen waren zudem völlig überzogen. Doch das beste an der Bewerbung war sein Foto: Aufgenommen von hinten vor einer Badewanne kniend und mit einem langen Strohhalm im Mund, der in die Badewanne hinein hing.

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