Wie deine Karriere trotz unproduktivem Umfeld durchstartet

Oft überschattet ein unproduktives Umfeld bei der Arbeit deine Fähigkeiten. Statt auf der Stelle zu treten, kannst du deiner Karriere mit diesen Tipps dennoch Schwung verleihen.

© Bethany Legg | Unsplash

Wenn du deinen Job wunderbar machst und damit deine persönlichen Kompetenzen für Mitarbeiter und Vorgesetzte präsentierst, diese deine Leistungen jedoch nicht würdigen, dann ist das frustrierend. Ein negatives Arbeitsklima soll dich aber nicht davon abhalten, deine Karrriere zu entwickeln.

Karriere Tipps, die die Frustration mindern sollen

Das beschriebene Szenario kennt auch Kathleen Woodhouse, die bei Forbes Hinweise gibt, welche Strategien effizient sind, wenn der Vorgesetzte es nicht ist und damit Frust hervorruft.

Herrscht ein angespanntes Arbeitsklima, weil etwa deine Leistungen nicht entsprechend gewürdigt werden oder der Vorgesetzte den Unternehmenszielen nicht gerecht wird, liegt häufig der Gedanke nahe, dieses Unternehmen zu verlassen. Doch sollte dies gut überdacht werden. Denn die Frage ist, ob eine Weiterentwicklung der Karriere nicht trotzdem möglich ist. Natürlich ist hier nicht die Rede von einem untragbaren Arbeitsverhältnis. Das würde eine Kündigung sicherlich nicht nur möglich machen, sondern gar fordern. Es geht eher um persönlichen Frust, hervorgerufen durch einen Mangel an angemessener Wertschätzung.

Produktive Kommunikation

Auch wenn andere Kollegen so empfinden, ist das ein Hinweis darauf, dass entweder die Kommunikation oder vielleicht auch die Achtung in der Hierarchie gestört ist. Das sollte dann jedoch kein Grund sein, sich in kleinen Gruppen darüber zu mokieren, wie dieser Status Quo ist. Genau dieses Verhalten, betont auch Woodhouse, fördert dann eine Unproduktivität. Diese ist nicht nur für den Arbeitsalltag und das Klima störend, sondern schwächt auch deinen (oder euren) Standpunkt, wenn ihr euch und eure Arbeit zu wenig wertgeschätzt fühlt.

Vielmehr sollte man sich an seine Professionalität erinnern und die Gelegenheit nutzen, um vorzutreten. Dazu gehört sicher Mut, doch ist es ein gern gesehener Soft Skil, sich auch in Krisensituationen zu behaupten und seine fachliche Meinung kundzutun. Feedback auch nach oben kann in vielerlei Hinsicht produktiv wirken. Hierbei gilt es zu beachten, sich nicht als Sprachrohr aller zu verstehen, sondern höflich die eigenen Anliegen vorzutragen. Das zeigt Ehrgeiz (auch dem Firmenwohl gegenüber), Initiative und beweist auch eine gute Arbeitsmoral.

Eine Auseinandersetzung mit einem unproduktiven Umfeld – etwa über ein Gespräch mit dem Vorgesetzten – sollte auch stets die Dinge beinhalten, die gut funktionieren. Denn neben den Bereichen, die man optimieren möchte, sollten positive Aspekte hervorgehoben werden. Sie sind die Basis für den weiteren Erfolg. Dieses Kommunikationsmuster ist für eine Karriere wichtig; auch wenn du dich später entscheidest, woanders zu arbeiten.

Mentoren und Netzwerke

Nicht alle Probleme, die durch ein Ungleichgewicht bei deinem Arbeitsklima auftauchen, musst du allein lösen. Auch wenn dein Vorgesetzter nicht die Postion einnimmt, in der er dir die Führung zuteil werden lässt, die du womöglich brauchst, kannst du auf Kollegen bauen. Such dir beispielsweise einen Mentor, um deine Karriere auch mit erfahrener Lenkung weiterzuentwickeln. So ein Mentor kann dir in Karrierefragen oder bei technischen Problemen helfen und vielleicht auch dabei, interne Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen.

Eine wirklich wichtige Fähigkeit ist das Fragen nach Hilfe. Auch wenn es vielen Leuten schwer fällt, ist diese Vorgehensweise doch meist produktiver als der Versuch, allein damit klarzukommen.

Wenn du letztlich allerdings über einen längeren Zeitraum in einem Klima arbeitest, das du als nicht sehr produktiv und unangenehm empfindest, wird es Zeit für einen Wechsel. Du kannst dein Netzwerk bemühen, um dich nach anderen passenden Stellen umzusehen. Doch bedenke: bleibe im Networking aktiv. Kontaktiere Geschäftspartner per Mail oder über Social Media etc. Sodass du auf gut gepflegte Kontakte zurückgreifen kannst, wenn du bei deinem Unternehmen aussteigen möchtest. Wenn du dein Netzwerk erst „aktivierst“, sobald du es wirklich für die Jobsuche brauchst, könnte es nicht nur viel Zeit Kosten, sondern auch schwieriger werden, einen smoothen Übergang zu einem neuen Job zu finden.

Was sollte ich mir stets merken?

Das wichtigste ist, die Dinge in seiner Ganzheit zu betrachten. Du solltest stets deine Arbeit so gut weitermachen wie zuvor, auch wenn sie nicht genug gewürdigt wird. Zentral ist auch die Priorisierung, eine Fähigkeit, die viele Arbeitnehmer sich wünschen. Dabei solltest du zunächst für dich gewichten, welche Grundpfeiler des Arbeitstages für dich die wichtigsten sind und wo deine Karriere hinsteuern soll. Du musst schließlich auch an dein zukünftiges Arbeitsleben denken. Soll es bei dem Unternehmen seinen Lauf nehmen oder ist dieses nur ein Sprungbrett? Diese fragen determinieren oft auch die Auseinandersetzung mit der Hierarchie.

Deutlich wird letztlich auch aus Kathleen Woodhouses Tipps, dass eine Karriereentwicklung auch unter widrigen Umständen möglich ist. Gerade die Konfrontation mit diesen kann einen wichtigen nächsten Schritt dabei bedeuten. Und bezeichnet womöglich den Moment, in dem deine Arbeit und dein Engagement wirklich wahrgenommen werden. Diese Fähigkeiten und der Wille zur Entwicklung wiederum lassen sich auf jegliche zukünftigen Stellen übertragen.

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