Jobware Umfrage-Report: 43 Prozent der Bewerber flunkern hin und wieder

Jobware hat Bewerber und Personaler gefragt: Was halten sie von flexiblen Arbeitszeiten, Karrieremessen, ständiger Erreichbarkeit und Lücken im Lebenslauf?

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Der Online-Stellenmarkt Jobware hat in seinem großen Umfrage-Report 2014/2015 die Antworten auf verschiedene im Rahmen von Newslettern an Bewerber und Personaler gestellte Fragen ausgewertet. Dabei ist Erschreckendes, Überraschendes, Faszinierendes und auch Witziges ans Tageslicht gekommen.

obs/Jobware Online-Service GmbH/Jobware.de

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Rund um die Bewerbung: Flunkern erlaubt?

Natürlich beschäftigt sich Jobware ausführlich mit dem Thema der Bewerbung. Spannend sind die Diskrepanzen, die die Frage nach dem Sinn von Initiativbewerbungen hervorbrachte. 48 Prozent der befragten Personaler gaben an, dass sie Initiativbewerbungen als exklusiven Zugang zu Stellen ansehen. Dem können nur 6 Prozent der Bewerber zustimmen – der Rest geht davon aus, dass Blindbewerbungen entweder gar nicht beachtet werden oder zumindest nur selten erfolgreich sind. Weitere interessante Learnings im Bereich der Bewerbung:

  • 69 Prozent der Personaler sind der Überzeugung, dass elektronische Lebensläufe keine Unterschrift tragen müssen.
  • Zwei Drittel der Bewerber wünschen sich eine Antwort auf ihren Bewerbungseingang innerhalb von zwei Wochen – nur bei einem Drittel klappt dies tatsächlich auch. 17 Prozent der Arbeitgeber lassen ihre Bewerber bis zu zwei Monate warten.
  • Mehr als die Hälfte der Bewerber entscheidet sich für ein klassisches Bewerbungsanschreiben – nur 11 Prozent werden richtig kreativ.
  • Bewerbungen ohne Foto sind in Deutschland kein Thema – nur sechs Prozent der Kandidaten verzichten auf die Chance des guten ersten Eindrucks.
  • 89 Prozent aller Befragten sind sich einig: Der Facebook-Auftritt eines Unternehmens ist definitiv unwichtiger als eine gute Unternehmenswebsite.
  • Knapp ein Drittel der Personaler checkt regelmäßig die Social Media-Profile von Bewerbern, weitere 45 Prozent immerhin manchmal.
  • Konkrete Gehaltsangaben in Stellenanzeigen – das ist der Wunsch von vier von fünf Bewerbern. Aber nur zwei von fünf Personalern sprechen sich dafür aus.
  • 43 Prozent der Bewerber wächst eine lange Nase – sie haben schon einmal oder sogar regelmäßig bei ihrer Bewerbung geflunkert.
  • 96 Prozent der Personaler empfinden Lücken im Lebenslauf als negativ – besonders wenn sie nicht gut begründet sind.

Marktwert von Absolventen: Auslandserfahrung doch überbewertet?

Damit hätte sicherlich keiner der Bewerber gerechnet: 59 Prozent der Personaler sehen Auslandserfahrung lediglich als „nettes Extra“ an. 25 Prozent denken sogar, dass Auslandsaufenthalte nichts anderes als verlängerte Urlaube sind. Gerade einmal 8 Prozent schätzen die selbstständige Arbeitsweise, die sich durch die Arbeit im Ausland festigen kann. Was die Umfrage noch zu Tage förderte:

  • Für fast drei von vier Personalern spielt die die Hochschulwahl keine Rolle.
  • 36 Prozent der Personaler empfinden Karrieremessen als überflüssig.
  • Je 50 Prozent der Bewerber hingegen finden die Messen sinnvoll, um einen Job zu finden oder sich zu informieren.
  • Die Hälfte der Personaler räumt Trainees bessere Chancen ein als Praktikanten.

Arbeitsbedingungen ideal gestalten: So motiviert man Arbeitnehmer

Die meisten Bewerber und Personaler streben nach flexiblen Arbeitszeiten nach Absprache. Nur rund ein Viertel spricht sich für eine komplett selbstständige Einteilung der Arbeitszeit auf Vertrauensbasis aus. Die festen Arbeitszeiten haben offenbar ausgespielt – nur etwa jeder Zehnte empfindet diese als vorteilhaft. Doch auch andere Ergebnisse der Umfrage sind interessant für den betrieblichen Alltag:

  • 43 Prozent der Personaler finden, dass ein Praktikum keine vollwertige Beschäftigung ist und deshalb keinen Mindestlohn rechtfertigt.
  • Die größte Motivation geht für Arbeitnehmer von monetären Zusatzleistungen (zum Beispiel Weihnachtsgeld) und von der Möglichkeit, Urlaub nehmen zu können, aus.
  • 93 Prozent der Personaler und Bewerber sind der Überzeugung, dass eine freundschaftliche Arbeitsatmosphäre für mehr Leistung und Spaß bei der Arbeit sorgt.
  • Von wegen „ständige Erreichbarkeit“: Neun von zehn Personalern finden, dass Arbeitnehmer nicht immer erreichbar sein müssen. Übrigens sind deutlich mehr Bewerber als Personaler der Überzeugung, dass Anrufe und Mails in der Freizeit kontrolliert werden sollten – nur 9 Prozent würden dies von ihren Arbeitnehmern erwarten.

Wie stehst du zu diesen Themen? Wir freuen uns auf deine Meinung!

Quelle: Jobware.de

Über Sabine Hutter

Sabine Hutter

Sabine Hutter arbeitet seit 2008 als Online-Redakteurin und Texterin. Als Betriebswirtin und Personalerin schreibt sie bevorzugt über Themen rund um das Personalwesen sowie aus dem Online Marketing.

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