“Ich muss beim Sichten und Lesen der Bewerbung ein Bild der Person entwickeln können” – Ilonka Mohr, Personalleiterin rabbit eMarketing

Ilonka Mohr, Personalleiterin & Mitglied der Geschäftsleitung bei rabbit eMarketing GmbH, gibt spannende Einblicke in den Bewerbungsprozess der Onlinebranche.

Ihr habt euch schon immer gefragt, wie Firmen ihre Bewerbungsprozesse meistern? Auf was wird besonders geachtet und welches sind absolute No-Gos? Wir haben mit Ilonka Mohr, Personalleiterin & Mitglied der Geschäftsleitung bei rabbit eMarketing, gesprochen, um genau das für euch herauszufinden. Viel Spaß beim Lesen!

Interview – Ilonka Mohr, Personalleiterin & Mitglied der Geschäftsleitung bei rabbit eMarketing GmbH

OnlineMarketing.de: Stell dich und rabbit eMarketing bitte kurz vor.

Ilonka Mohr: rabbit eMarketing ist eine Frankfurter Agentur für One-to-One-Multichannel-Kommunikation. Wir befähigen Marken, mit ihren Kunden auf verschiedensten Kanälen individuell zu kommunizieren. Ich bin bereits seit 2008 bei rabbit eMarketing, seit 2013 arbeitete ich dort als Personalleiterin und bin seit letztem Jahr auch Mitglied der Geschäftsleitung. In meinen Aufgabenbereich fallen das Recruiting von Fach- und Führungskräften und die Personalentwicklung mit einer kontinuierlichen und einheitlichen Aus- und Weiterbildung. Momentan beschäftigen wir 80 Mitarbeiter.

Welche Rekrutierungskanäle nutzt ihr bei rabbit eMarketing?

Wir bewerben unsere offenen Stellen ausschließlich online. Über unsere Website, Online-Jobbörsen, Facebook, Twitter und Xing. Aber auch Word-of-Mouth ist nicht zu verachten, viele erfolgreiche Bewerber sind über Empfehlungen von anderen Mitarbeitern gekommen. Ein zufriedener Mitarbeiter ist immer ein authentisches Sprachrohr.

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Was sind typische Fehler bei einer Bewerbung?

Zu den typischen Fehlern gehören leider nicht nur 08/15-Bewerbungen, sondern auch solche mit groben Fehlern. Falscher Firmenname, Lebenslauf komplett durcheinander, schlecht eingescannte Zeugnisse, riesige Datenanhänge in E-Mails. Letzteres obwohl wir auf unserer Website schreiben, dass nicht mehr als 10 MB mitgeschickt werden sollen.

Wie sieht ein typischer Bewerbungsprozess bei euch aus?

Jede Stellenausschreibung hat eine eigene E-Mail-Adresse, damit wir die eingehenden Bewerbungen mit einem speziellen Recruiting-Tool organisieren und bearbeiten können. Eingangsbestätigungen werden innerhalb einer Woche verschickt. Wir prüfen zunächst, wie die Bewerbung und die offene Stelle zusammenpassen. Fällt das positiv aus, laden wir den Bewerber zu einem etwa einstündigen Termin bei uns ein, bei dem ein Vertreter aus der Personalabteilung und ein Abteilungsleiter dabei sind. Stimmt die Chemie, bieten wir einen Kennenlerntag an. An diesem Tag steht neben dem Kennenlernen der künftigen Kollegen auch ein Gespräch mit einem unserer Geschäftsführer an. Sind sich Bewerber und rabbit-Team einig, geht der Bewerber am Ende des Kennernlerntages eventuell mit einem Vertrag in der Tasche nach Hause. Wir bestehen allerdings darauf, dass der Arbeitsvertrag nicht direkt unterzeichnet wird, sondern der potenzielle Mitarbeiter noch eine Nacht drüber schläft. Sind mehrere Bewerber im Rennen oder kann die Entscheidung nicht direkt getroffen werden, teilen wir den betreffenden Kandidaten das finale Ergebnis üblicherweise im Laufe einer Woche mit.

Verrate mir ein Geheimnis: Wie kann dich ein potentieller Bewerber besonders beeindrucken?

Ich muss beim Sichten und Lesen der Bewerbung ein Bild der Person entwickeln können. Neben fachlichem Know-how würdige ich auch Mühe mit den Bewerbungsunterlagen und Engagement, uns kennenzulernen. Wenn uns der Bewerber auf Social Media folgt oder sich für den Newsletter anmeldet beispielsweise.  Mich hat einmal ein Bewerber sehr beeindruckt, als er mich auf eine kritische Bewertung bei Kununu ansprach. Das zeigt, dass er sich mit uns auseinandergesetzt hat und sich auch traut, das anzusprechen, was ihm auf der Seele liegt.

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Gab es einmal einen Moment in einem Bewerbungsgespräch, der dich sprachlos gemacht hat?

Einmal rief ein Bewerber an und fragte dann tatsächlich nach, bei welcher Firma er gerade gelandet sei, er hätte den Überblick verloren, weil er schon den ganzen Tag Firmen abtelefoniert hätte. Da war ich kurz sprachlos. Im Bewerbungsgespräch hat auch mal jemand mehr Gehalt gefordert, als die höchsten Führungskräfte bei uns verdienen. Aber solche Dinge sind eher seltene Ausreißer.

Was macht rabbit eMarketing aus und warum sollte man bei euch anfangen zu arbeiten?

Ich glaube, das Tolle ist, dass der Mitarbeiter nicht zum Stillstand gezwungen ist. Wir bei rabbit eMarketing bieten immer Möglichkeiten zur Weiterentwicklung an. Das kann sogar ein Abteilungswechsel oder eine ganz neue Idee sein. Unsere Geschäftsführer sind stets offen für Neues. Zur privaten Weiterentwicklung gehört auch das Thema Familie. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir auch Führungskräfte in Teilzeit beschäftigen und Rücksicht auf familiäre Gegebenheiten nehmen. Ich bin selbst Mutter und arbeite in Teilzeit als Führungskraft bei rabbit eMarketing.

Vielen Dank für das Interview!

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